Hobbys als Karrierebooster – So nützen sie dir für den Job

Was du in der Freizeit machst, hat auch Einfluss auf deine Arbeit. Wir verraten dir, wie deine Hobbys als Karrierebooster dienen können.

© Pablo Heimplatz - Unsplash

Wer in seiner Freizeit aktiv Hobbys nachgeht, ist nachweislich zufriedener mit sich und seinem Leben. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in Indiana. Am größten war der Effekt, wenn sich die Zeit zu Hause abwechslungsreich gestaltet. In der Untersuchung ging es um Freizeitgestaltungen wie Sport, Freunde treffen oder kulturelle Aktivitäten. Dabei wurden keine extreme Aktivitäten wie etwa Bungee-Jumpen berücksichtigt. Doch hättest du gedacht, dass sich deine Hobbys als Karrierebooster auswirken können?

Arten von Hobbys

Hobby ist nicht gleich Hobby und demnach hat auch jede Art davon andere Auswirkungen auf unseren Körper und Geist. Während die eine Aktivität beschwingt, kommen wir durch eine andere wiederum zur Ruhe. Außerdem ist entscheidend, dass wir die Freizeitgestaltung aus innerer Überzeugung und mit Leidenschaft ausführen. Wer sich zu einer Tätigkeit zwingt, kann daraus keine positiven Effekte mitnehmen. Im schlimmsten Fall führt sie nur zu Frust und Stress.

Aktive Freizeitgestaltung: Darunter fallen etwa jegliche Sportarten, Gartenarbeit, Wandertouren, Veranstaltungen planen, Kochen, usw.

Soziale Freizeitgestaltung: Hierzu zählen alle Aktivitäten, die du gemeinsam mit anderen machst. Sei es nun privat oder in einem Verein. Dazu gehören zum Beispiel Spieleabende, Konzertbesuche oder Telefonieren.

Erholsame Freizeitgestaltung: In diese Rubrik fallen gemütliches Filmeschauen, Musikhören, Tagträumen, Schreiben oder Malen, etc.

Hobbys als Karrierebooster – Studie

Hast auch du gute Vorsätze für ein neues Hobby? Neben dem positiven Effekt der mentalen Ausgeglichenheit, gelten Hobbys als Karrierebooster. Ein Psychologe an der San Francisco State Universität hat herausgefunden, dass eine aktive Freizeitgestaltung sich positiv auf unsere Karriere auswirkt. Egal, ob Sport, Reisen, Schreiben oder Kochen: Eine aktive Freizeit fördert auch im Job unsere Kreativität und Leistungsfähigkeit. Je mehr, desto besser. Teilnehmer mit Hobbys schnitten zwischen 15 und 30 Prozent im Versuch besser ab als jene ohne. Dennoch nur bis zu einer gewissen Grenze. Denn, wer sich Freizeitstress auferlegt, hat keinen Erholungseffekt und steht somit unter Strom.

Schädliche Freizeitaktivitäten

In der Studie kam auch heraus, dass sich eine stressige Freizeitgestaltung nicht als Boost für die Karriere herausstellt. Dazu zählen etwa Tätigkeiten im Haushalt, die keine Freude bereiten, lästige Verpflichtungen im Verein, bei Nebenjobs oder auch Stress in der Familie. Passive Aktivitäten wie etwa Netflix schauen, fördern die Leistungsbereitschaft und Kreativität ebenso wenig. Bei aktiven Hobbys steigen laut der Studie das Selbstbewusstsein und auch die Schlafqualität. Daraus resultiert, dass man motivierter für die Arbeit ist und proaktiver an die Sache herangeht. Hobbys bieten aber schon vorweg die Möglichkeit, deine Karriere positiv zu beeinflussen.

Hobbys als Karrierebooster bewusst einsetzen

Deine Hobbys kannst du eben auch bewusst einsetzen, um deiner Karriere nachzuhelfen. Das gilt vor allem für den Lebenslauf. Zwar ist den Personalern deine Freizeitgestaltung nicht unbedingt so wichtig. Doch schließen sie durch deine Vorlieben in der Freizeit Rückschlüsse auf deine Persönlichkeit. In weiterer Folge auch darauf, wie du diese im Unternehmen einsetzen würdest.

Es gibt eine Reihe an Aktivitäten, die du problemlos anführen kannst. Dazu zählen etwa:

  • Wandern
  • Joggen
  • Schwimmen
  • Reisen
  • Radfahren
  • Fitnessstudio
  • Yoga

Dann gibt es aber auch Aktivitäten, die die Personaler weniger gerne lesen. Denn sie sind risikoreich bis lebensgefährlich. Eine hohe Risikobereitschaft kommt in den meisten Branchen nicht sonderlich gut an. Zu diesen Hobbys zählen etwa:

  • Fallschirmspringen
  • Bergsteigen
  • Bungee-Jumping
  • Autorennen fahren
  • Höhlentauchen

Weiters gibt es auch Hobbys wie Computerspiele, die ein falsches Bild vermitteln könnten. Nämlich jenes eines nicht-sozialen Eigenbrötlers. Selbst, wenn es in Online-Spielen auch um strategisches Denken geht und man auch in Teams spielen kann, ist dies teilweise nach wie vor eher mit einem negativen Image verbunden.

Positive Aktivitäten im Lebenslauf

Unter all dem Aktivitäten gibt es auch welche, die auf Geselligkeit und Teamfähigkeit zurückschließen lassen. Dazu gehören etwa Koch- und Spielabende. Auch bei Sportarten wie Basketball, Volleyball oder Fußball ist es notwendig, dass man gut im Team funktioniert.

Ein Ehrenamt kommt ebenfalls gut an. Denn es zeigt, dass du dich nicht nur für dich selbst, sondern auch für das Gemeinwohl interessierst. Ehrenämter erfordern jedoch, neben Teamfähigkeit, noch mehr von dir: Langfristiges Planen und Handeln, Durchsetzungsvermögen, Verwalten von Budgets, Kommunikationsskills und das Eingehen von Verpflichtungen.

Wichtig ist aber vor allem, dass du auch bei den Hobbys bei der Wahrheit bleibst. Nur, weil manche Freizeitaktivitäten gerne gesehen sind, heißt das nicht, dass du so tun musst, als würdest du sie ausführen. Wie eingangs schon erwähnt, dienen Hobbys vor allem dann langfristig als Karrierebooster, wenn du sie gerne machst. Sie beeinflussen dich nur positiv, wenn du sie freiwillig und mit Leidenschaft ausführst.

Hobbys als Karrierebooster: How to

Wenn du ein paar Tipps beachtest, kannst du beim Angeben deiner Hobbys im Lebenslauf nichts falsch machen.

  • Dem Beruf entsprechend: Erwähne nur jene Aktivitäten, die zu deinem Job passen. Wenn in deinem Job Teamfähigkeit erwünscht ist, ist es besser, nicht nur Lesen anzugeben,sondern auch ein Hobby, dass deine Teamfähigkeit unterstreicht.
  • In der Kürze liegt die Würze: Beschränke dich auf maximal vier Hobbys und fokussiere dich auf das Wesentliche. Du bist bestimmt eine facettenreiche Persönlichkeit, dennoch ist hier weniger mehr.
  • Nutzen der Hobbys: Sage ruhig, wenn du in deiner Freizeit bereits Erfolge erzielt hast (z.B. Jahresmeister im Volleyball 2015). Auch hier immer bei der Wahrheit bleiben. Google weiß vieles und es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Nachfragen beim persönlichen Gespräch kommt.
  • Schön ehrlich bleiben: Es zählen jene Aktivitäten, denen du tatsächlich und aktuell nachgehst. Was du vor Jahren gemacht hast, ist egal. Außerdem wirkt das Angeben ehemaliger Hobbys so, als hättest du keine aktuellen.
  • Aufzählen, wohinter du stehst: Wenn du nicht zu einem Hobby stehst oder es nicht vertreten kannst, zähle es nicht auf. Möglicherweise wirst du dazu befragt und kommst in Erklärungsnot.

Die passenden Hobbys haben zweierlei Nutzen: Einerseits kannst du bereits vorweg einen guten Eindruck machen. Andererseits haben sie langfristig einen positiven Einfluss auf dein Leben und Wohlbefinden. Solltest du also bisher kein sinnstiftendes Hobby haben: Raus aus der Komfortzone.

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