Google macht Recruiting jetzt einfacher: Hire-Erweiterung in der Beta-Version

Das Google-Programm Hire wird mit einer neuen Funktion ausgestattet. Recruiting soll jetzt zeiteffizient und einfacher werden.

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Google berichtet, dass Personaler es in Zukunft einfacher haben sollen. Das Programm Hire soll mit einer neuen Erweiterung Recruitern eine einfachere, zeitsparende Technik bei der Suche bei neuen Mitarbeitern bieten. Denn durchschnittlich setzen diese sich mit circa 250 Bewerbern auseinander, bevor sie den geeigneten Kandidaten für die freie Postion einstellen. Das bedeutet gleichzeitig, dass die übrigbleibenden 249 Bewerber nicht unter Vertrag genommen werden, obwohl sie mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig die perfekte Ergänzung für anstehende Projekte oder freie Positionen wären.

Recruiting soll zeitsparender und einfacher werden

Um den ganzen Prozess des Recruitings jetzt einfacher und zeitsparender zu gestalten, veröffentlichte Google kürzlich eine Erweiterung des Programms Hire in der Beta-Version. Dies hilft Personalverantwortlichen dabei, eine Liste mit Kandidaten zu erstellen, mit denen sie sich bereits auseinandergesetzt haben, die bisher allerdings ungeeignet waren, aber dennoch Potential aufzeigten. So müssen Recruiter nicht bei jeder offenen Stelle eine ganz neue Suche starten und können bekannte Kandidaten bei Bedarf einfach wieder kontaktieren.

Der Produktmanager des Programms, Omar Eduardo Fernández, erklärt in drei Punkten, was Einstellungsmanager mit der neuen Hire-Funktion anfangen können:

1) Sofort qualifizierte Kandidaten finden

Im ersten Schritt gehe es darum, zu überprüfen, welche Kandidaten man bereits kenne, die auf die Jobausschreibung zugeschnitten sind. Dafür erstelle die neue Erweiterung dann eine nach Prioritäten geordnete Liste aus den Kandidaten der Vergangenheit. Dabei werde sowohl auf den aktuellen Wohnort als auch auf die Übereinstimmung des Profils mit der Stellenbeschreibung geachtet.

2) Mit der richtigen Suchfunktion zu den geeigneten Kandidaten

Die Suchfunktion des neuen Programms versteht, wonach Recruiter suchen, so Fernández. Beispielhaft erklärt der Produktmanager, wenn man die Suchphrase „Sales Manager Bay Area“ eingebe, verstehe das Programm sofort, was der gesuchte Kandidat für Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen müsse. Zudem werde in diesem Zusammenhang auch gleich die lokale Situation mit in Betracht gezogen, denn es werden ausschließlich geeignete Kandidaten aus der Bay Area gesucht. Den Vorzug, den der Manager hier im Programm sieht, ist, dass auch potentielle Kandidaten mit den richtigen Vorraussetzungen vorgeschlagen werden, auch wenn ihre vorigen Berufsbezeichnungen nicht mit den Keywords übereinstimmen.

3) Frühere Interaktion mit Kandidaten nachvollziehbar

Die Funktion in der Beta-Version stellt Personaler basierend auf den früheren Interaktionen mit den Bewerbern einen Filter zur Verfügung. So können diese gleich erkennen, ob oder welche Art von Feedback sie damals von den Kandidaten erhalten haben. Kandidaten, die eine positive Rückmeldung gaben, werden dementsprechend im Ranking weiter nach oben geschaltet als Kandidaten, die bereits negatives Feedback gaben oder sogar ein Angebot ablehnten.

Produktmanager Fernández berichtet außerdem, dass Tester, die bereits das Programm in Anspruch genommen haben, feststellten, dass sie durch die Nutzung von Hire freie Positionen schneller besetzen konnten. Teresa Olsen, Director of Talent bei Productive Edge, meint:

Candidate discovery is intuitive in a way I’ve never seen before. I’ve never had a system find relevant candidates so quickly, even understanding acronyms. I’m really impressed that it pulls up the different iterations with a single search term.

Über Maja Christin Hansen

Maja Christin Hansen

Maja studiert an der Universität Hamburg Germanistik und schreibt seit 2017 für das OnlineMarketing.de Karriere Magazin. Sie behandelt Themen rund um den Büroalltag.

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