Geplant unproduktiv: 6 Tricks, mit denen du deine Motivation steigerst

Einen Hänger hat jeder mal. Mit einfachen Tricks lässt sich aber die Produktivität entscheidend steigern, um das Beste aus der Arbeitszeit herauszuholen.

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Hier noch einmal schnell Emails checken, dort kurz einmal recherchieren, dann noch für einen Moment die neuesten Facebookposts checken. Jeder von uns kennt diesen vielen kleinen, kurzen Aufgaben, die wir in unserem Workflow irgendwo dazwischenschieben – mit dem Ergebnis, dass wir deutlich weniger produktiv sind, als wir sein könnten. Jeder dieser kleineren Tasks reißt uns aus der Arbeit heraus und bis wir wieder hinein finden, ist kostbare Zeit vergangen. Dabei ist nicht jede Arbeitsunterbrechung automatisch der Produktivität hinderlich. Kathleen Wong, Autorin bei Mashable, hat sechs gute Tricks zusammengetragen, die dich produktiver machen können.

Geplant unproduktiv

Es klingt widersächlich, aber funktioniert: Wer geplant unproduktiv ist, profitiert danach von einem Produktivitätsboost. Hier sind ein paar Pausen für das Gehirn, die es anregen und dich kreativer machen können.

  • Naturbilder ansehen hilft dir, Problemlösungen zu finden. Je abstrakter, desto besser. Ein Close-Up Foto einer Wiese ist zum Beispiel deutlich hilfreicher, als eine Abbildung eines komplexen Gebildes. Forscher fanden heraus, dass ein Blick auf ein Haus mit einem Grasdach, anstatt eines modernen Hauses, sogar dabei half, weniger Fehler im Arbeitsprozess zu machen.

    Der Ausblick aus dem Facebook-Office im grünen Hamburg

    Produktivitätsfördernder Ausblick aus dem Facebook-Office im grünen Hamburg

  • Tagträumen erlaubt: Strecken, gähnen oder einmal tief durchatmen entspannt den Körper. Deinem Geist gönnst du eine Pause, wenn du ihm erlaubst, sich für einen Moment in Tagträumereien zu verlieren. Im Idealfall findet man von ganz alleine wieder in den Arbeitsprozess zurück, wenn der Kopf sich auf diese Weise erst einmal sortiert hat.

Selbstgespräche als Motivationsrede

Unser größter Kritiker sind wir selbst – unser größter Motivator aber auch. Unser Gehirn hört auf uns am besten, wenn wir unsere Gedanken laut aussprechen. Deswegen führen die beiden folgenden Tipps auch zu einer höheren Produktivität:

  • Anweisungen geben: Du benötigst keinen Chef, um dir zu sagen, was du zu tun hast. Es reicht, wenn du dir selbst laut vorsagst, welche Aufgabe als nächstes ansteht. Zum Beispiel so: „Du schreibst jetzt diesen Artikel zu Ende und dann kannst du dir über das Mittagessen Gedanken machen.“
  • Kritisch hinterfragen: So manchen kann es helfen, den Produktivitätsstatus zu überwachen wie einen Puls beim Laufen. Frage dich immer wieder, wie produktiv du gerade bist. Gibt es Handlungsbedarf, erkennst du ihn so am schnellsten.

Deadlines und Zeitbegrenzungen

Zu großer Zeitdruck verschafft Stress, doch richtig eingesetzt ist er einer der besten Freunde der Produktivität, wie die beiden folgenden Tipps zeigen:

  • Kleinere Deadlines: Du schaffst mehr, wenn du Deadlines in kleinere Portionen hinunterbrichst. Statt zum Beispiel zu sagen: „In einem Jahr möchte ich, dass mein neues Blogprojekt steht“, sollte dein Mantra eher lauten: „Heute schreibe ich den ersten Beitrag vor. Morgen dann den zweiten.“ Ein Vorgehen wie dieses hilft auch sehr gut bei der gefürchteten Aufschieberitis.
  • Aufgaben zu einem Sprint erklären: Laut Mashable verbringen 28% der arbeitenden Amerikaner ihre Zeit am Arbeitsplatz damit, ihre Emails zu checken. Das ist ein recht hoher Aufwand. Dieser lässt sich schnell reduzieren, wenn du dir ein festes Zeitfenster für deine Mails setzt. Zum Beispiel etwa zehn Minuten zu jeder vollen Stunde. Sagst du dir dabei zusätzlich nach jeder Email laut „Nächste!“ vor, erklärst du das Beantworten von Emails zu einem sportlichen Ereignis, ähnlich eines kleinen, geistigen Sprints.

Kommen dir einige dieser Tipps bekannt vor? Was nutzt du, um möglichst produktiv zu sein? Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen.

Quelle: Mashable.com

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

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