Gen Z und Millennials stehen für Jobhopping und neues Arbeitsgefühl

Doch auch gestandene Erwerbstätige sehnen sich nach Chancen zur Selbstverwirklichung und Weiterbildung, ebenso wie nach einem positiven Arbeitsklima.

© Helena Lopes - Unsplash

Anstatt zehn Jahre im selben Unternehmen zu bleiben, suchen immer mehr Erwerbstätige nach neuen Herausforderungen – teilweise auch in komplett anderen Branchen oder Positionen. Laut einer aktuellen Studie von LinkedIn, sind es in den USA sogar 40 Prozent, die eine Kehrtwende im Berufsleben anstreben. Besonders für Millennials und Generation Z (in diesem Fall Personen jünger als 24 Jahre) ist Jobhopping typisch, denn sie leben ein anderes Arbeitsgefühl als vorhergehende Generationen.

Aufstieg auf Karriereleiter steht nicht im Fokus

Unterschiede zwischen den Generationen lassen sich in allen Feldern des Lebens finden, so auch im Bezug auf Job und Karriere. Während zum Beispiel die Baby Boomer in den letzten 10 Jahren durchschnittlich zwei Jobs hatten, sind es bei der Gen Z schon vier gewesen. Und das, obwohl sie noch nicht lange berufstätig sind. Schließlich gehören zu dieser Generation Personen, die ab circa 1997 geboren sind (Abweichungen des Geburtsjahres sind möglich, da Generationen fließend ineinander übergehen). Mitglieder der Gen Z sehnen sich nicht nach einem Karriereaufstieg im selben Unternehmen. Die richtige Profession zu finden, die mit ihren Werten und Vorstellungen einhergeht, ist ihnen viel wichtiger. Und so sind es in den USA auch 80 Prozent der unter 24-jährigen, die einen kompletten Jobwechsel in Betracht ziehen.

Infografik: Jeder Zweite ist schon für den Job umgezogen | Statista

Für den richtigen Job ist die Hälfte der Befragten sogar bereit, umzuziehen. Dies spiegelt sich in Bezug auf Deutschland auch in der oben gezeigten Studie von Statista wieder. Das Ganze bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die jüngste Generation von Erwerbstätigen zu sprunghaft ist. Das Streben nach neuen Herausforderungen basiert eher auf einer unterbewussten Angst davor, eine bessere Chance oder den Traumjob zu verpassen. Was verständlich ist, bedenkt man die unzähligen Berichte darüber, wie Arbeitnehmer im falschen Beruf leiden können. Gleichzeitig ist Karrieresicherheit ein wichtiges Thema neben dem Jobhopping, vor allem für Millennials.

Arbeitsklima wichtiger als Extraleistungen

Für Gen Z spielen Bezahlungen und Benefits eine geringere Rolle. Tatsächlich liegt ihr Fokus darauf, einer Tätigkeit nachzugehen, die ihnen liegt und Freude bereitet. Zudem beeinflusst auch das Arbeitsklima die Entscheidung, ob sie in einem Job bleiben, oder nach etwas Anderem suchen. So schreibt LinkedIn im Bericht:

There’s no doubt that salary and benefits are an important part of a job, but when it comes to millennials and Gen Z, it’s not everything. In fact, personal relationships, learning and growth opportunities, and simply enjoying the work they’re doing were all important.

Doch diese Werte beschränken sich nicht nur auf die Gen Z. In Zahlen drückt sich dies wie folgt aus: Insgesamt 45 Prozent der Erwerbstätigen bleiben in ihrem Job aufgrund guter Beziehungen zu den Kollegen. Zudem sind Wachstums- und Weiterbildungschancen für 40 Prozent ausschlaggebend.

Jobhopping muss nicht mehr negativ konnotiert sein

Waren sie vor einigen Jahren noch verpönt, so sind häufige Jobwechsel heutzutage nicht zwingend negativ im Lebenslauf. Natürlich kommt es hierbei auf Branche und Unternehmen an. Und auch zu viele Jobwechsel innerhalb kurzer Zeit, lassen dich im schlechten Licht dastehen. Doch viele Arbeitgeber schätzen es inzwischen, dass Bewerber eine weite Spannbreite an Erfahrungen aus diversen Tätigkeiten mitbringen. Und wie bereits erwähnt, sind es nicht nur die jüngeren Generationen, die sich nach Selbstverwirklichung und Herausforderungen sehnen, sondern auch gestandene Erwerbstätige. Solltest du in deinem aktuellen Job also unzufrieden sein, dann nur Mut. Jobhopping kann dir auf der Suche nach der richtigen Berufung helfen.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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