Geheimwaffe im Personalwesen: So führt das Kompetenzmodell zum Erfolg

Welche Kompetenzen tragen dein Unternehmen und was fehlt? Um dein Personal weiterzuentwickeln, kann ein Kompetenzmodell bei der Beantwortung dieser Fragen helfen.

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Egal wie gut deine Produktidee ist, egal wie gut deine unternehmerischen Fähigkeiten sind – ohne kompetente Mitarbeiter ist ein Unternehmen nichts wert. Da dürften sich die meisten Entrepreneurs einig sein. Die große Frage ist jedoch: Wie finde ich Angestellte, welche die Bedürfnisse meines Unternehmens erfüllen? Online finden sich dazu zahllose Tipps und Tricks, die beispielsweise Personalern bei der Auswahl von Bewerbern helfen sollen. Jedoch gibt es ein ganz grundlegendes Konzept, über das sich jedes Unternehmen bewusst werden sollte: ein Kompetenzmodell.

Was ist ein Kompetenzmodell?

Stell dir das Ganze als Checkliste vor. Ein Kompetenzmodell zeigt, welche erforderlichen Kompetenzen in deinem Unternehmen bereits existieren und welche noch benötigt werden. Ein gut ausgearbeitetes Modell ist Gold wert für die HR-Abteilung, da das Auswählen potenzieller Mitarbeiter so vereinfacht werden kann. Vorher muss jedoch Abteilungsübergreifend darüber gesprochen werden, welche Skills noch fehlen und welche weiter ausgebaut werden könnten. Hierbei geht es jedoch nicht nur um Fachkompetenz, sondern auch Selbstkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz. Was genau das bedeutet, zeigt dir folgende Übersicht:

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So entwickelst du ein Kompetenzmodell

Grob gesagt, entwickeln du und dein Team das Modell anhand der strategischen Ziele des Unternehmens. Zu beachten sind dabei die verschiedenen Abteilungen, die bedient werden müssen, Skills und Persönlichkeit von Mitarbeitern und auch die verschiedenen Ränge in der Hierarchie. Heißt, bei der Anwendung des Kompetenzmodells sind je nach Bewerbung und Stelle Abstriche zu machen. Doch wonach solltet ihr bei der Entwicklung gehen?

Essenziell ist die Frage danach, welche Fähigkeiten und welche Eigenschaften alle Mitarbeiter innehalten sollten. Es geht darum, gemeinsam die Zielsetzungen des Unternehmens voranzutreiben. Dabei werft ihr einen Blick auf das, was bereits gut läuft und welche Kompetenzen zu den Erfolgen beitrugen. Andersherum könnt ihr so auch Rückschlüsse auf das ziehen, was noch fehlt. Um euer Modell schlussendlich anzuwenden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Interviews mit Mitarbeitern und Bewerbern
  • Workshops zur Festigung und Erlangung von Kompetenzen
  • Brainstorming über Verbesserungsmöglichkeiten
  • Fragebögen
  • Expertenbefragungen

Wie dir das Kompetenzmodell hilft

Ein gut ausgearbeitetes Modell kann dir vor allem im Personalwesen helfen. Einige sehen es auch gern als heilige Schrift deines Betriebs, die Worte, nach denen es zu streben gilt. Aber praktisch angewandt, kann ein Kompetenzmodell dir bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern helfen, sowie dabei eine Stellenanzeige zu formulieren, die punktgenau das beschreibt, was ihr sucht. Gleichzeitig kannst du aber auch die Leistung deiner bereits vorhandenen Mitarbeiter beurteilen, Lücken ausmachen und diese so effektiv und langfristig durch Weiterbildungen, Schulungen oder Neuanstellungen schließen.

Soll die Anwendung eures Kompetenzmodells jedoch wirklich funktionieren, gilt es ein paar Punkte zu beachten. Erstens, auch wenn du Mitarbeiter mit den nötigen Skills hast, bedeutet dies nicht, dass sie diese auch aktiv anwenden. Unmotivierte Angestellte, die eventuell unter einem schlechten Arbeitsklima leiden, nutzen ihr Potenzial meist nicht vollständig. Also musst du dafür sorgen, dass auch die äußeren Einflüsse zielführend sind. Zudem reicht es nicht auch, die Kompetenzen einmal zu benennen und dann zu hoffen, alles nehme schon seinen Lauf. Nein, es bedarf konstanter Arbeit und Monitoring, um sicherzustellen, dass die Umsetzung des Modells zum Erfolg führt. Beachtest du diese Punkte jedoch, kannst du das volle Potenzial der wertvollsten „Ressource“ Mensch nutzen und dein Unternehmen auf die nächste Stufe bringen – ebenso wie deine Mitarbeiter.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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