Gehaltscheck, Locationfilter und Co. – Google vereinfacht deine Jobsuche

Die Jobsuche beginnt meist auf Google. Daher hat die Suchmaschine Features eingeführt, die Usern dort mehr Optionen bei potentiellen Stellen liefern.

Screenshot YouTube, © Google

Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, wird wohl zuerst nach neuen Stellen googlen. Die Suchmaschine sieht sich auch als Vermittler bei der Jobsuche – und hat daher eine Reihe von neuen Features angekündigt, die den Prozess vereinfachen sollen. Von Gehaltsinformationen bis hin zu Bewerbungsmöglichkeiten.

Immer mehr Jobs in der Googlesuche zu finden

Die Zeiten, in denen in Zeitungen oder an Aushängen nach neuen Jobs gesucht wurde, ist (so gut wie) vorbei. Inzwischen ist Google ebenso für diesen Prozess im Leben der Arbeitnehmer ungemein wichtig. Die Jobsuche beginnt meist mit einer Googlesuche. Und das Unternehmen reagiert auf solche Entwicklungen. Produktmanager Nick Zakrasek erklärt im Blogpost, dass seit der Einführung einer neuen UX in Sachen Jobfindung in diesem Jahr 60 Prozent mehr Arbeitgeber Jobs für die Suche bei Google bereitgestellt haben. Zudem habe man millionenfach Menschen mit Jobs in Verbindung bringen können, so Zakrasek weiter.

Nun werden basierend auf Feedback von Jobsuchenden neue Features eingeführt, die es für User noch unkomplizierter und attraktiver machen, Google dafür zu nutzen. Neben dem Zugriff auf Gehaltsinformationen sollen etwa neue Möglichkeiten zur Bewerbung bereitgestellt werden.

Der Gehaltscheck – für viele das wichtigste Kriterium

Selbst wenn du einen tollen Job gefunden hast, der deine Anforderungen erfüllt, wirst du doch ohne eine Ahnung vom Gehalt noch nicht gänzlich überzeugt sein. Immerhin bist du in der Regel von einer angemessenen Bezahlung abhängig. Nach Angaben Zakraseks sind bei 85 Prozent der Jobanagebote, die in den USA bei Google angezeigt werden, keine Angaben zum Gehalt vorzufinden.

Um diesem Mangel entgegenzuwirken, zeigt Google nun zumindest geschätzte Gehaltsspektren. Diese orientieren sich an dem Arbeitgeber, dem Jobtitel und der Location. Dabei werden diese Informationen aus Quellen wie Glassdoor, PayScale, LinkedIn, Paysa und Co. gespeist.

Außerdem werden bei angeführtem Gehalt Vergleiche zum allgemeinen Gehaltsspektrum in diesem Bereich angezeigt, sofern möglich.

Mehr Kontrolle über die lokale Jobsuche

Mit einem weiteren Feature reagiert Google auf Wünsche der online Jobsuchenden. Daher können letztere nun einstellen, in welchem Gebiet sie Jobs passend zu ihrer Suchanfrage angezeigt bekommen möchten. Dazu kann auf den Locationfilter geklickt und ein bestimmter Radius ausgewählt werden. Hierbei können 200 Meilen oder aber nur zwei Meilen ausgewählt werden. Wer sich völlig flexibel zeigt, dem steht die Option „Überall“ zur Verfügung. Entsprechend der Angaben werden dann Postings aus dem eingegrenzten Gebiet dargestellt, die du in Betracht ziehen kannst.

Bewerben, aber über welche Plattform?

Um bei der unübersichtlichen Auflistung von ein und demselben Jobangebot nicht den Überblick zu verlieren – auch im Hinblick darauf, auf welche Ausschreibung du konkret reagieren willst –, zeigt Google künftig einen gebündelten Überblick. Damit kannst du zu einem Jobangebot die verschiedenen Listings sehen, etwa bei Monster oder ähnlichen Jobportalen.

Hast du bei einem dieser Portale ein Profil, wirst du womöglich über dieses eine Bewerbung einreichen. Der Überblick Googles kann durchaus hilfreich sein, um zu erkennen, ob das Angebot ebenfalls auf deinem präferierten Portal eingestellt ist.

Ein Lesezeichen für den passenden Job

Wenn dein Jobfindungsprozess länger dauert, und das ist ja die Regel, dann verlierst du mitunter vielleicht selbst den Überblick über die besten Angebote, die du bislang gefunden hast. Auch hier möchte Google Abhilfe schaffen. Denn in den kommenden Wochen soll eine Funktion ergänzt werden, mit der spannende Jobangebote einfach in der Googlesuche gespeichert werden können. Dafür wird ein Lesezeichen-Button neben den Job-Postings eingeführt.

Die gespeicherten Jobs können in der Folge jederzeit unter „Gespeicherte Jobs“ abgerufen werden – von jedem Gerät.

Letztlich dürften diese neuen Features bei der Jobsuche eine willkommene Erleichterung für viele User darstellen. Gleichzeitig erreicht Google damit, dass die User noch mehr Zeit direkt bei der Suchmaschine verbringen. Und dass der eigene Status in Sachen Arbeitsvermittlung gestärkt wird.

Allerdings ist nicht klar, wann und in welcher Form die Updates im deutschsprachigen Raum eingeführt werden. Zumindest ist zu hoffen, dass sich diese Optimierungen auch für Europa bald nutzen lassen. Immerhin dienen sie dazu, Usern dabei zu helfen, angemessen bezahlte und passende Stellen zu finden. Dieses Anliegen zu bedienen ist wichtig und zeitlos.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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