Freelancer gesucht – mit diesen Fragen findest du den passenden Freiberufler

Die Suche nach dem passenden Freelancer, der dir kurzfristig bei deinem Projekt unter die Arme greifen soll, ist zweifelsohne nicht ganz leicht. Mit diesen Fragen findest du leichter den Freelancer, der zu dir und deinem Projektvorhaben passt.

Freelancer gesucht

© Pixabay - sik-life, CC0

Du suchst einen Freelancer, der dein Projekt bestmöglich unterstützen soll? Möchtest jemanden beauftragen, der Erfahrung in dem von dir gesuchten Bereich mitbringt und der auch noch zu deinem Unternehmen passt? Ob IT-Spezialisten, Designer, Texter, Fotografen oder andere Freiberufler – diese Fachleute arbeiten auf Projektbasis für dich meist von zu Hause, sodass du noch nicht einmal einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen musst, um nur einen der vielen Vorteile einer Zusammenarbeit mit Freelancern zu nennen. Zahlreiche Jobportale bzw. berufliche Netzwerke bieten ein scheinbar unendliches Angebot an Freiberuflern. Allein Xing listet mehr als 10.000 Freelancer in seiner Datenbank. Wie soll man den oder die Richtige finden?

Eine gute Vorauswahl ist bereits die halbe Miete

Die Recherche nach einem geeigneten Freiberufler ist nicht ganz trivial. Mit den richtigen Stichworten und Suchbegriffen solltest du aber sowohl bei Suchmaschinen als auch auf den entsprechenden Portalen eine Vorauswahl treffen können. Einige Freelancer bieten ihre Dienstleistungen beispielsweise auf diesen Jobportalen an, die die Gründerküche.de aktuell in einem Überblick zusammengestellt hat. Darüber hinaus sind auch noch Websites wie Das Auge, Xing Projekte oder freelance pages erwähnenswert.

Mit den richtigen Fragen zum passenden Freelancer

Nachdem du eine Vorauswahl getroffen hast (und alleine rund um das Thema Recherche und Vorauswahl von Freelancern könnte man weitere Artikel füllen), ist es nun entscheidend bei der Kontaktaufnahme die richtigen Fragen zu stellen.

Dann wirst du relativ bald herausfinden, ob dein Ansprechpartner verstanden hat, was du möchtest. Und du wirst sicherlich ein Gespür dafür bekommen, wie er oder sie sonst so tickt. Und das ist ohne Zweifel nicht ganz unwichtig. Denn besonders dann, wenn es um eine längere Zusammenarbeit geht, sollte auch die Chemie zwischen dir/deinem Unternehmen und dem Freelancer passen. Auch wenn der Freelancer gar nicht bei dir im Büro sitzt, sondern von zu Hause aus arbeitet, möchtest du wissen, wie es um den Projektfortschritt steht.

Die erste Kontaktaufnahme

Vermutlich wirst du bei den Freelancern, die du ausgewählt hast, zunächst einmal schriftlich anfragen und beschreiben, worum es bei deinem Vorhaben geht. Bekommst du eine interessierte Antwort, werdet ihr im zweiten Schritt telefonieren, ein Online Meeting halten oder euch auch persönlich treffen.

Die entscheidenden Fragen

Für dieses Telefonat oder (virtuelle) Treffen helfen ein paar einfache, aber kluge Fragen, deinen Interviewpartner besser einzuschätzen.

  • Welche Erfahrung bringst du mit?

Sicher wirst du vor der Kontaktaufnahme mit dem Freelancer dessen Lebenslauf bzw. Website oder Profil studieren. Natürlich muss das, was er oder sie über sich selbst schreibt, nicht alles so genau stimmen. Es kann schließlich jeder von sich behaupten, ein Experte zum Beispiel in Sachen SEO oder Marketing zu sein. Hinterfrage besser und lasse dir kurz zwei oder drei Projekte beschreiben, die dein Gegenüber bearbeitet hat. Und noch ganz wichtig: Haben seine oder ihre Arbeiten zum Erfolg des ganzen Projekts beigetragen?

  • Wie klar ist meine Aufgabenstellung?

Hier geht es darum herauszufinden, ob der Freelancer verstanden hat, was du von ihm erwartest. Formuliere also am besten schon bei der ersten Kontaktaufnahme möglichst präzise, welche Aufgabe erfüllt werden muss. In einer Art Re-Briefing sollte dir der Freelancer die Aufgabenstellung kurz und knapp zusammenfassen können.

  • Was motiviert dich, diesen Job zu übernehmen?

Ohne Motivation ist es schwierig, den Arbeitsalltag im Homeoffice zu meistern. Es gibt zu viele Dinge, die ablenken könnten. Über die Schattenseiten des Homeoffice haben wir bereits in diesem Artikel berichtet. Nur, wer diszipliniert und mit großer Begeisterung und motiviert bei der Sache ist (und das gilt für Festangestellte wie für Selbstständige, die von zu Hause aus arbeiten, gleichermaßen), wird seinen Job besonders gut machen.

  • Wie kann ich mir deinen Arbeitsplatz im Homeoffice vorstellen?

Es geht nicht um Feng Shui oder Design Awards. Es geht um die Frage, ob der Freelancer einen ruhigen Platz zum Arbeiten hat oder die Internet-Verbindung stabil genug ist, um regelmäßige Online Meetings zu organisieren. Das erleichtert ihm/ihr und euch die Zusammenarbeit.

  • Wie verläuft ein gewöhnlicher Arbeitstag bei dir im Homeoffice?

So erfährst du, wann du den Freelancer am besten erreichen kannst und ob eure Arbeitszeiten ähnlich sind. Arbeitet der Freelancer generell eher abends (und nachts!), wirst du frühestens am nächsten Tag Antworten auf deine Fragen per E-Mail erhalten. Wäre das für dich ok?

  • Wie gehst du vor, wenn du bei deiner Aufgabe nicht weiterkommst?

Über diese Frage findest du ein wenig über die Arbeitsweise des Freelancers heraus. Arbeitet er/sie ganz autark? Gibt es ein Netzwerk, über das sich der Freiberufler austauscht? Ein Netzwerk im Hintergrund ist sicherlich sehr hilfreich. Besonders, wenn es bei dir im Unternehmen keine anderen Experten in dem gesuchten Bereich gibt. Du musst dich also darauf verlassen könnten, dass der Freelancer auch ohne dich oder dein Unternehmen weiterarbeiten kann.

Hilfreiche Fragen für längerfristige Zusammenarbeit

Diese Fragen sind vor allem dann hilfreich, wenn es sich um ein umfangreicheres Projekt oder eine längerfristige Zusammenarbeit handelt. Es schadet nicht, einmal öfter nachzufragen. Und die Wahrscheinlichkeit ist größer, den passenden Freelancer für dein Projekt zu finden. Wenn eure Vorstellungen und Erwartungen übereinstimmen, wird das Projekt erfolgreicher und du zufriedener.

Quelle: Inc.

Über Petra Jahn-Firle

Petra Jahn-Firle

Petra Jahn-Firle hat Medienmanagement in Mainz studiert und konnte bereits während dieser Zeit als Werkstudentin redaktionelle Erfahrungen sammeln. Danach hat sie viele Jahre in Digitalagenturen und zuletzt in der Softwarebranche als Online Marketing Managerin gearbeitet. Prägnante Texte, wohl durchdacht und für den Online-Leser gemacht – das ist ihr Metier. Seit November 2016 schreibt sie als freie Redakteurin für OnlineMarketing.de mit Schwerpunkt Job und Karriere.

2 Gedanken zu „Freelancer gesucht – mit diesen Fragen findest du den passenden Freiberufler

  1. Oliver Gasser

    Hallo Frau Jahn-Firle, einen Artikel über Freelancer zu schreiben und wie man diese rekrutieren sollte und dabei als Hauptbild einen Affen im Anzug zu wählen, irritiert mich. Ich arbeite als Freelancer für meine Kunden und möchte unter keinen Umständen als Affen gesehen werden. Die Arbeit als Freelancer ist an sich schon schwierig genug, ebenso das Aquirieren von Aufträgen (denn nicht nur der Unternehmer sucht Freelancer, auch der Freelancer sucht Aufträge). Da als Affe dargestellt zu werden geht aus meiner Sicht gar nicht. Und auch wenn ich ziemlich humorvoll bin, kann ich Ihren Artikel nicht unter Humor subsumieren. Ebensowenig, dies als reisserischen Clickbait zu taxieren. Mit besten Grüssen, Oliver Gasser

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    1. Petra Jahn-Firle

      Hallo Herr Gasser,

      ich kann Ihre Irritation wegen des Affenbildes nachvollziehen. Um ehrlich zu sein, will ich damit auch etwas irritieren bzw. provozieren. Nicht, weil ich alle Freelancer als Affen darstellen möchte. Ich selbst bin auch Freiberuflerin. Und wie ein Affe fühle ich mich nun ganz und gar nicht. Und ich möchte auch nicht als ein solcher wahrgenommen werden.

      Akquise ist sowohl für Unternehmen als auch für Freelancer immer eine Herausforderung. Das sehe ich genauso wie Sie.

      Es geht mir bei dem Artikel und im Zusammenhang mit dem Bild eher darum, mal genauer hinzuschauen, eine Frage mehr zu stellen, sich in den Freelancer hineinzuversetzen, eine andere Perspektive einzunehmen.

      Und wenn man ab und zu über sich selber lachen kann – und das habe ich bei der Auswahl des Bildes getan – schadet das sicher auch nicht.

      PS: Vielleicht irritiere ich das nächste Mal eher mit einem rosaroten Elefanten…wer weiß.

      Antworten

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