Die 5 LinkedIn-Gebote: Vermeide diese Fehler für deinen Erfolg

Wer LinkedIn nutzen will, um einen Job zu finden oder sein Unternehmen zu branden, muss selbst die Initiative ergreifen. Doch dabei gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten.

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In der Arbeitswelt kann die Plattform LinkedIn ein wahrer Segen sein: Abgesehen davon, dass man sich mit wenigen Klicks mit Kollegen aus der Branche vernetzen kann, unterstützt das Netzwerk auch bei der Jobsuche. Laut eigenen Angaben steht LinkedIn inzwischen bei 660 Millionen Mitgliedern und ist in vielen Teilen der Welt von großer Relevanz. Doch der Umgang damit will gelernt sein. Wie im Marketing gilt es auch beim Netzwerken auf LinkedIn bestimmten Regeln und Geboten zu folgen.

1. Du sollst keinen Spam betreiben

Spam funktioniert nie. Nirgendwo. Nein. Es ist eine verlockende Vorstellung, eine Nachricht direkt an mehrere oder gar alle deine Kontakte zu senden. Der Inhalt der Message wird dadurch jedoch oft zu allgemein und nichtssagend. Und die Empfänger sind wiederum genervt. Das trifft besonders dann zu, wenn deine Nachricht nichts mit der Branche oder den Interessen der Angeschriebenen zu tun hat. Wenn du also dich, dein Unternehmen oder Sonstiges über LinkedIn promoten willst, wende dich nur an Personen, für die das ganze relevant sein könnte. Versuche außerdem Nachrichten zu personalisieren, anstatt stur die Copy-Paste-Taktik zu benutzen. Nutze LinkedIn dafür, Beziehungen aufzubauen und von diesen im Laufe deines Arbeitslebens zu profitieren.

2. Du sollst nicht zu viel erwarten

Ein LinkedIn Profil alleine verhilft dir nicht zum Erfolg. Jobangebote und Chancen sowie wertvolle Kontakte werden dir nicht einfach zufliegen – du musst aktiv werden. Und trotz deiner aktiven Teilnahme im Social Media-Geschehen kann es dauern, bis du erste Resultate siehst. Schraube deine Erwartungen an die Plattform also etwas runter. Noch wichtiger ist es jedoch, dass du auch nicht zu hohe Erwartungen an die anderen User hat. Niemand schuldet dir seine Zeit, niemand muss dir Aufmerksamkeit schenken. Anstatt deinen Online-Auftritt also nur um dich selbst kreisen zu lassen, gehe auch auf andere ein und beteilige dich unter ihren Beiträgen. Sei aber nicht zu aufdringlich. Wenn jemand nicht direkt antwortet, verzichte auf zig weitere Nachrichten.

3. Du sollst kein Troll sein

Dieses Gebot folgt direkt auf das zweite, weil es direkt mit diesem zusammenhängt. Es ist toll, wenn du auf LinkedIn aktiv wirst und Beiträge anderer User kommentierst. Noch schöner ist es, wenn deine Kommentare auch für das Thema relevant sind und du sie nicht nur dafür nutzt, für dich Werbung zu machen. Viel zu oft schreiben Personen Dinge wie „Hey, dein Problem ist nicht unbekannt. Ich habe die perfekte Lösung dafür. Meine Dienstleistung XY…“. Sei nicht so jemand, denn dann gehst du deinen Mit-Usern schnell auf die Nerven. Erinnere dich außerdem an gängige Gesprächsregeln, die auch online gelten: Sei nicht gemein, herablassend oder zu politisch. Akzeptiere die Meinung anderer und bleib in Diskussionen sachlich. Niemand möchte einen LinkedIn-Rambo sehen.

4. Du sollst LinkedIn nicht wie Insta nutzen

Mal etwas persönlicher zu werden, ist auf LinkedIn nicht schlimm. Die anderen User dürfen dich kennenlernen und du musst nicht die strenge Business-Person sein, die keinen Humor zeigt. Mache es dir aber nicht zu gemütlich auf der Plattform. Trotz ihrer Farben blau und weiß handelt es sich nicht um Facebook. Verzichte also darauf, Bilder von deinem Mittagessen zu posten oder das süße Katzenvideo, das du neulich auf YouTube gefunden hast. Gleiches gilt auch für Urlaubsbilder, deine Meinung zum neusten Kinofilm, etc. Halte dir immer vor Augen, dass LinkedIn in erster Linie eine Businessplattform ist – und genau als diese solltest du sie nutzen. Bevor du also wild drauflos postest, überlege dir genau was der Post über deine Professionalität aussagt.

5. Du sollst nicht schludrig werden

Dieses Gebot mag für einige offensichtlich erscheinen, doch trotzdem passiert oft das Gegenteil: User vergessen, dass die Regeln für Rechtschreibung und Grammatik auch online gelten. Schon auf Facebook und Co. können wir oft sehen, wie User ein pures Kauderwelsch von sich geben. Auf LinkedIn, wo es darum geht sich professionell zu präsentieren, ist das noch fataler. Prüfe deshalb jede Nachricht, die du verschickst, jeden Post, den du machst, doppelt. Besonders beliebt sind zum Beispiel Buchstabendreher wie in „ncihts“ und fehlende oder falsche Endungen. Je schlechter deine Rechtschreibung und Grammatik sind, desto unprofessioneller wirkst du. Gib dir also auch online Mühe beim Schreiben.

LinkedIn ist eine effektive, ständig wachsende Plattform, um dich selbst und dein Unternehmen zu präsentieren. Sie unterstützt nicht nur beim Branding, sondern auch beim Netzwerken und bei der Jobsuche. Doch damit sie dir wirklich was bringt, musst du selbst aktiv werden – und die oben beschriebenen Fehler vermeiden. Außerdem kann dir das LinkedIn Cheat Sheet weiterhelfen. Dieses zeigt dir, wie du deine Seite am besten gestaltest, die richtige Bildgröße ermittelst und deine Reichweite erhöhen kannst. Probiere dich aus; und wer weiß – vielleicht findest du bald einen vielversprechenden Kontakt oder sogar einen neuen Job.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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