Das große Zweifeln: Wann du eine Jobzusage ablehnen solltest

Du bist dir nicht sicher, ob du den neuen Job annehmen sollst? Fünf gute Gründe, die dagegen sprechen.

© Kyle Glenn | Unsplash, CCO

Du hast ein Jobangebot erhalten, aber irgendetwas hemmt dich daran zuzusagen? Allerdings hast du lange gesucht, hast an vielen Bewerbungsgesprächen teilgenommen und nun endlich eine Zusage erhalten. Es wäre doch unklug und ein wenig vermessen, das Angebot jetzt abzulehnen, oder? Nein, nicht zwangsweise. Es gibt immer einige Gründe, die eindeutig dafür sprechen, dass der angebotene Job wirklich nichts für dich ist. Fünf mögliche Bedenken, die für eine Ablehnung des Jobangebots sprechen.

1. Du bist nicht mit Herz bei der Sache

Willst du das Angebot annehmen, weil du den Job wirklich möchtest? Oder antwortest du eher mit einem Ja, weil die Jobzusage nun mal da ist und du ohnehin einen (neuen) Job brauchst? Du hast erst mit der Suche nach einer neuen Tätigkeit begonnen und willst noch auf andere Möglichkeiten, die dich mehr begeistern, warten. Natürlich könntest du den Job annehmen und weiter Ausschau halten. Allerdings könnte das ein metaphorisches Fragezeichen auf deinem Lebenslauf widerspiegeln, wenn du nur für kurze Zeit bei dem Unternehmen tätig warst. Schließlich willst du nicht, dass deine Zuverlässigkeit infrage gestellt wird.

Und wenn das Angebot nun aber das erste seit einer monatelangen Suche ist? Dann solltest du dir ernsthaft überlegen, das Angebot anzunehmen, selbst wenn du nicht das Gefühl hast, dass du dich mit deiner Tätigkeit identifizieren werden kannst. Und andererseits besteht immer noch Hoffnung, dass der Job sich als dein Traumjob entpuppen könnte.

2. Die Firma hat einen schlechten Ruf

Bevor du die Jobzusage annimmst, informiere dich zusätzlich noch einmal über das Unternehmen. Recherchiere auf verschiedenen Bewertungswebsiten wie Kununu und höre dich in deinem Netzwerk um, ob andere Personen bereits Erfahrungen mit deinem Unternehmen in spe gesammelt haben. Obwohl ein gewisser Wechsel innerhalb des Personals normal ist, sollte dir eine reger Durchtausch der Mitarbeiter zu bedenken geben. Denn dies ist meistens ein Hinweis dafür, dass in der Firma schlecht gemanagt wird oder eine schlechte Atmosphäre herrscht.

3. Die Unternehmenskultur passt nicht zu dir

In dem Unternehmen wird ein strikter 9-to-5-Arbeitstag von dir erwartet, aber du bist produktiver, wenn du dir deine Arbeitszeit flexibler einteilen kannst? Dieser Faktor ist auf jeden Fall ein Dorn im Auge. Auch wenn du lieber unabhängig arbeitest, bringt dir ein Job, der ausschließlich aus Teamwork besteht, nichts. Achte also darauf, ob die angebotene Stelle deine präferierten Arbeitsweisen gewährleistet. Essentiell ist auch die Arbeitsatmosphäre. Diese kannst du vorher nicht kennen, aber aufgrund der Vorstellung der Firma im Bewerbungsgespräch wirst du einen groben Eindruck gewinnen. Diesen solltest du berücksichtigen, wenn du dich für und gegen den Job entscheidest.

4. Die Zukunft des Unternehmens ist ungewiss

Die Perspektive des Unternehmens sieht eher mau aus? Dann scheint der angebotene Job auch nicht gesichert zu sein. Ist die Firma in einer schwierigen finanziellen Situation, gibt es Gerüchte über Unternehmenszusammenführungen oder wurden vor kurzem Führungswechsel unternommen? All das könnten Hinweise darauf sein, dass es dem Unternehmen gerade nicht glänzend geht und der Job von kurzer Dauer sein könnte.

5. Es gibt keine Steigerungsmöglichkeiten

Bevor du bei einem Angebot zusagst, solltest du dir überlegen, wo du in fünf oder zehn Jahren stehen willst. Wenn du die Karriereleiter noch weiter erklimmen möchtest, solltest du darüber nachdenken, was die Firma dir für Aufstiegsmöglichkeiten bieten kann. Halte Rücksprache mit dem zuständigen Personalmanager und informiere dich über Fortbildungen und Trainings, die für dich eine Perspektive bilden könnten. Wenn dir das Unternehmen nichts bieten kann, dann scheint der Job nicht das ideale Sprungbrett für dich zu sein. In der Onlinebranche beispielsweise ist es jedoch nicht ungewöhnlich, alle paar Jahre seinen Job zu wechseln. Bietet dir das Unternehmen also entsprechend gute Einstiegsmöglichkeiten, macht auch eine nicht vorhandene Karrieremöglichkeit häufig nicht viel aus.

Bei Zweifeln gilt es nachzufragen

Letztendlich ist es wichtig, dass du bei Fragen noch einmal im Unternehmen nachhakst. Denn erst, wenn du alle benötigten Informationen hast, kannst du eine fundierte Entscheidung treffen. Wenn das Unternehmen dich schon so wertschätzt, dass dir ein Job angeboten wird, werden sie dir sicherlich entgegenkommend deine Fragen beantworten.

Über Maja Christin Hansen

Maja Christin Hansen

Maja studiert an der Universität Hamburg Germanistik und schreibt seit 2017 für das OnlineMarketing.de Karriere Magazin. Sie behandelt Themen rund um den Büroalltag.

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