Carpe diem, endlich: Bewusstes Handeln in 5 Schritten

Nutze den Tag. Lebe bewusst. Dann kommst du voran, wirst erfolgreicher und zufriedener. Wir verraten dir, wie man jeden einzelnen Tag wirklich bewusst nutzt.

© Unsplash - Lee Key, CC0

Es ist doch so: Je älter du wirst, umso öfter stellst du fest, wie schnell die Zeit rast. Egal ob du Familie hast oder als Single lebst, du bist immer beschäftigt. Du rast von Meeting zu Meeting oder erledigst noch schnell deine Einkäufe. Die nächste Chat-Nachricht kündigt sich auf deinem Handy an, und du musst sie natürlich sofort lesen, obwohl deine Kinder gerade an deiner Hose (oder am Rock) zupfen.

Nimmst du dir gerne zu viel vor, lässt dich schnell ablenken und versuchst, immer alles nur noch abzuarbeiten? Vorsicht, auf kurz oder lang droht etwas bei dir ins Ungleichgewicht zu geraten! Dabei geht es nicht ums Multitasking oder um den perfekt strukturierten Tag. Es geht um den bewussten Umgang mit dir und deinem Handeln. Ein bewusstes Handeln verspricht nicht nur ein Leben in Balance, sondern hilft dir, auch im Job voranzukommen und deine Ziele zu erreichen.

Der bewusste Unterschied

Du wirst zufriedener sein und das auch so ausstrahlen, wenn du mit der richtigen Einstellung in den Tag startest und alles, was du tust, ganz bewusst ausführst. Da ist sich Benjamin P. Hardy sicher. Der Journalist, Psychologie-Doktorand und Vater von drei Kindern erlebt das immer wieder aufs Neue: An Tagen, an denen er ganz bewusst lebt, also sein Tun und Handeln immer im Blick hat, kommt er abends voller Energie nach Hause. Er freut sich auf seine Familie und Kinder und sieht in ihnen vor allem das Positive. Dann empfindet er Glück und Zufriedenheit. Geht er hingegen morgens mit der falschen Einstellung zur Arbeit und ist mit seinen Gedanken immer woanders, ist er abends oft energielos. Dann fallen ihm auch negative Eigenschaften seiner Kinder auf, über die er sich ärgert.

Du hast es selbst in der Hand

Jeder kennt diese Tage, an denen nichts gelingen will. Dir fehlt der Schwung, die Aktivität, die Lust. Du denkst, du kannst sowieso nichts daran ändern. Die äußeren Umstände sind schuld. Alle sind gegen dich, und am liebsten wärst du gleich im Bett liegen geblieben.

Versinke nicht in Selbstmitleid! Du hast es in der Hand es zu ändern. Nimm dir ein oder zwei der folgenden Tipps von Hardy zu Herzen. Selbst-Wahrnehmung und die deiner Umwelt werden sich zum Positiven ändern. So wirst du nicht nur zufriedener, sondern erreichst auch deine Ziele.

  1. Reflektiere und plane wöchentlich

Setz dich am Sonntag für 10 bis 30 Minuten hin und reflektiere, was in den vergangenen sechs Tagen passiert ist (oder eben nicht passiert ist). Stelle dir folgende Fragen:

  • Welche Meetings oder privaten Verabredungen sind diese Woche geplatzt und warum?
  • Was habe ich nicht geschafft?
  • Was habe ich verpasst?

Es geht nicht nur darum, das festzuhalten, was nicht geklappt hat. Überlege dir auch, wie du damit umgegangen bist und welche Ursachen es dafür gab. Wenn du das realisiert hast, kannst du etwas ändern und einen Plan für die kommende Woche erstellen. Im Anschluss reflektierst du erneut. So kannst du relativ schnell einzelne Tage und Wochen für dich bewusst verbessern.

  1. Lege deinen Fokus mehr auf deine wöchentlichen Ziele als auf deine täglichen

In der Realität ist es oft einfacher, einen guten Tag zu haben als einen guten Monat. Wir freuen uns, wenn wir viele Aufgaben in kürzester Zeit erledigt haben, verlieren aber den Blick auf das große Ziel, für das jedoch mehrere Wochen Arbeit nötig sind.

Die meisten Menschen überschätzen, was sie alles an einem Tag schaffen und unterschätzen, was sie in einem Monat erreichen können. Wir glauben, mehr in einem Jahr erreichen zu können und unterschätzen, was in einem Jahrzehnt machbar ist.
– Matthew Kelly, Autor

Lege mehr Wert auf Qualität anstatt Quantität. Lerne, deine Aufgaben und die Zeit, die du dafür aufwenden musst, einzuschätzen. So kannst du dich besser auf das Wesentliche konzentrieren. Um wirklich weiter zu kommen, solltest du in größeren Intervallen denken.

Hardy empfiehlt, dass du dir jede Woche etwas vornimmst, das du zuvor noch nicht gemacht hast. Wenn du zum Beispiel aus der vergangenen Woche gelernt hast, dass etwas nicht funktioniert hat, weil du dir es nicht zugetraut hast, traue dich in der folgenden Woche genau das. Springe über deinen Schatten!

  1. Drei-Monats-Zyklus: Reflektiere und plane

So wie du es dir wöchentlich vornimmst, reflektiere auch alle drei Monate über die vergangenen Wochen, sodass du für die zukünftigen Monate besser planen kannst.

Im 20. Jahrhundert war es üblich, in Fünf-Jahres-Zyklen zu denken. Heutzutage verändert sich alles um uns herum viel schneller. Ein Ausblick auf die nächsten drei Monate ist dagegen realistisch und sinnvoll.

  1. Sorge selbst für dein Glück

Pflege dein Leben so wie einen Garten. Jeden Tag ein bisschen. Die Arbeit wird niemals aufhören, aber dein Garten wird jeden Tag etwas schöner und bunter. Und du wirst die Früchte ernten können. Übertragen heißt das so viel wie:

  • Pflege deine Beziehungen: geschäftlich und privat
  • Räume regelmäßig auf: deine Finanzen, Versicherungen etc.
  • Optimiere dich: deine Aufgaben, deine Zeiteinteilung
  1. Nimm die Herausforderung an

Perfektion ist nicht das höchste Ziel. Entscheide dich aber immer für die Alternative, die dich herausfordert. Das gibt dir den Impuls, den du benötigst, um voranzukommen. Natürlich kostet es Überwindung, nicht den bequemen Weg zu gehen. Sobald du aber diesen Weg genommen hast, wirst du danach ein Gefühl von Glück und Optimismus verspüren, das dich beflügelt. Eine bewusste Entscheidung und Handlung wird dich zufriedener stimmen.

Carpe diem! Und das konsequent.

Beginne gleich morgen positiv, so wie „Heute wird mich nichts aus der Ruhe bringen“ oder „Ich bin gut gelaunt, und das soll auch jeder sehen“. Erlebe deinen Tag mit dieser positiven Einstellung ganz bewusst, jede Aktivität, jeden einzelnen Moment. Lass dich nicht ablenken. Bleibe konsequent.

Wie bist du heute in den Tag gestartet? Kannst du dich an etwas erinnern, das du wirklich bewusst getan oder erledigt hast?

Quelle: Medium.com

Über Petra Jahn-Firle

Petra Jahn-Firle

Petra Jahn-Firle hat Medienmanagement in Mainz studiert und konnte bereits während dieser Zeit als Werkstudentin redaktionelle Erfahrungen sammeln. Danach hat sie viele Jahre in Digitalagenturen und zuletzt in der Softwarebranche als Online Marketing Managerin gearbeitet. Prägnante Texte, wohl durchdacht und für den Online-Leser gemacht – das ist ihr Metier. Seit November 2016 schreibt sie als freie Redakteurin für OnlineMarketing.de mit Schwerpunkt Job und Karriere.

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