Boring Day im Büro – die besten Tipps, um Zeit totzuschlagen

Gerade während des Sommerlochs gibt es Tage, an denen die Zeit einfach nicht vergehen will. So kommst du trotzdem durch den Tag.

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1. Geburtstage abhaken

Wirf schnell mal ein Blick auf den Kalender und schau nach, welcher Kollege als nächstes ein Jahr älter wird. Schön, wenn man mit etwas zeitlichem Vorlauf plant, und die nächsten Ehrentage schon vorbereitet in der Schublade liegen. Fällt die Vorbereitung dafür nämlich kurz-vor-knapp in eine stressige Workload-Phase, ist es die Pest.

Erst mal muss eine Karte her: Am besten was Witziges, Persönliches, selbst Designtes, gerne mit dem Portrait des Geburtstagskindes. Und ein passendes Geschenk muss natürlich gebrainstormed werden, am besten via Messenger unter Ausschluss des zu Beschenkenden. Auch anstehende Verabschiedungen in die Elternzeit, Hochzeiten oder langfristig Erkrankte freuen sich über eine individuelle Würdigung in Form von Blumen, Karten, Geschenkgutscheinen.

Totschlagfaktor: Flexibel erweiterbar. Je nachdem wie kunstvoll zum Beispiel die Karte werden soll, kann dafür gerne mal ein ganzer Vormittag draufgehen.

2. Zeit für Teamplay

Wenn gerade wenig zu tun ist, ist es die perfekte Gelegenheit, die Bande zu den Kollegen zu stärken. Am wirkungsvollsten ist das, wenn du eben gerade nicht mit deinen Lieblingskollegen einen Kaffee ziehst, sondern dir die Problemkollegin schnappst, mit der es bei den Absprachen immer so hakt. Oder du nutzt die Gelegenheit, um neue Kollegen besser kennenzulernen.

Auch wenn es Überwindung kostet, gerade bei den Kollegen, mit denen du nicht sowieso schon befreundet bist. Wer weiß, vielleicht erweist sich der nerdige Neue als netter, als du dachtest, vielleicht entdeckt ihr sogar eine Gemeinsamkeit, die euch zusammenschweißt. Oder du findest heraus, dass die Problemkollegin gerade von ihrem Freund verlassen wurde und unter schrecklichem Liebeskummer leidet. Dann kannst du in Zukunft leichter über ihre miese Laune hinwegsehen. Der Haken: Die anderen müssen auch Zeit dafür haben. Sind die jedoch gerade im Stress, kannst du wunderbar Tipp 3 anwenden.

Totschlagfaktor: Von einer ausgedehnten Mittagspause mit anschließendem Eis-Nachtisch bis zu mehreren gemütlichen Kaffeepausen am Tag: Ein 8 Stunden-Tag kann auf diese Weise leicht um die Hälfte der effektiven Arbeitszeit reduziert werden. Und das mit nachhaltigen Vorteilen für das Team. 

3. Sei hilfreich

Wenn du anderen Hilfe anbietest, machst du dich beliebt. Und du hast selbst was davon. Nicht nur, dass du den Tag rum kriegst, durch Studien ist auch belegt, dass es glücklich macht, anderen zu helfen. Wenn wir anderen helfen, steigt unser Selbstwertgefühl, wir ernten Dankbarkeit und Anerkennung und es stärkt unsere Verbundenheit, ist also super fürs Team. Und wenn wir selbst mal im Stress sind, steigern wir damit unsere Chancen, selbst unterstützt zu werden.

Totschlagfaktor: Phantastisch, mühelos lassen sich so ganze Tage ausfüllen. Der Trick ist, sich nicht zu viel aufzuhalsen, um selbst nicht in Stress zu geraten. Und rechtzeitig auch wieder Nein zu sagen, wenn die Langeweile vorbei ist. Nicht, dass das einreißt.

4. Nice-to-have-Liste abarbeiten

Wenn das Tagesgeschäft abflaut, ist das die Gelegenheit, all das anzugehen, was nicht dringlich ist, aber schön wäre. Du wolltest schon lange mal die Standardpräsentation überarbeiten? Oder alte Akten aus dem Schrank entfernen? Dir ein System für den Küchendienst überlegen oder das Sommerfest planen? Eine Strategie für die nächste Gehaltsverhandlung ausarbeiten oder Wettbewerbsrecherche betreiben? Das ist der perfekte Tag dafür. Auch sehr nützlich: Einarbeitungsunterlagen aktualisieren, sich sinnvolle Aufgaben für Praktikanten ausdenken oder endlich die Zeiterfassung für die letzten drei Wochen machen.

Totschlagfaktor: Die einzelnen Aufgaben sind meist schnell erledigt, aber in der Summe kannst du erhebliche Leerlaufphasen mit diesen sinnvollen Aufgaben füllen.

5. Für ganz Faule

Wenn dich Langeweile und Müdigkeit schon so ergriffen haben, dass du dich nicht im Stande fühlst, einen der vier bisherigen Tipps umzusetzen, hilft nur noch eins: Passiver Info-Konsum. Das geht in anerkannt: Endlich mal die E-Mails lesen, die du sonst überfliegst oder ignorierst, zum Beispiel Geburtstags-Ideen-Mails, Newsletter und so weiter. Oder endlich mal die neuesten Schulungspräsentationen durchklicken. Schaut dir in der Regel keiner auf den Bildschirm, könntest du dein Informationsbedürfnis auch im erweiterten Umfeld ausleben; Spiegel Online, KickerUrlaubsrecherche oder Social Media. Nur YouTube ist wegen dem Ton ungünstig, es sei denn, du bist allein im Büro oder trägst Kopfhörer. Das Ganze darf natürlich nicht in Arbeitsverweigerung ausarten. 

Totschlagfaktor: Quasi unbegrenzt. Es hat nur leider den Haken, dass sich der Tag am Ende wirklich verschwendet anfühlt und du die Chance ungenutzt lässt, ihn doch noch für dich und deinen Job sinnvoll zu nutzen.

Über Johanna Hoffmann

Johanna Hoffmann

Johanna Hoffmann ist Soziologin und untersuchte viele Jahre als Marktforscherin in einer internationalen Medienagentur den Erfolg von Werbekampagnen. Sie interessiert sich insbesondere für das, was Menschen antreibt und schreibt seit März als Autorin für OnlineMarketing.de.

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