Bewerbungsgespräch: Welches Outfit passt für welche Branche?

Aufgrund vielfältiger Firmenkulturen ist es so schwer wie noch nie, das passende Outfit für ein Bewerbungsgespräch zu finden. Das musst du beachten.

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Vor einem Bewerbungsgespräch stellt man sich so einige Fragen. Habe ich die gewünschten Qualifikationen? Werde ich alles gut beantworten? Wie spreche ich nur den Namen der Firma aus? Neben diesen Fragen von großer Dimension scheint die Frage nach dem Outfit eher nebensächlich. Die Kleiderwahl hat zwar nichts mit den eigenen Fähigkeiten zu tun, doch die eigene Art sich zu präsentieren, nimmt einen Einfluss auf die Entscheidung des Personalmanagers.

Da der erste Eindruck eines Gegenübers innerhalb von einer zehntel bis maximal sieben Sekunden gefällt ist, scheint die äußerliche Erscheinung von ungeheurer Bedeutung. Denn in dieser Zeit ist noch kein Gespräch geführt, sondern in diesem Moment zählt nur das eigene Auftreten und eben auch das Outfit. Nicht umsonst heißt es also: Kleider machen Leute. Aber was ist eigentlich noch zeitgemäß? Von Startups bis zu großen Industriefirmen scheinen Firmenkulturen unterschiedlicher, als je zuvor zu sein. Und so differenziert ist auch das angemessene Outfit. Doch wann trägt man was wie?

Das geeignete Outfit ist positions- und branchenabhängig

Das Auftreten und somit auch das Outfit spiegeln deine Professionalität wider und zeigen auch wie ernst man das Bewerbungsgespräch nimmt. Allerdings muss es nicht immer Bundfaltenhose oder ein Bleistiftrock sein. Die Frage nach der Kleiderwahl im Jobinterview ist aufgrund der variierenden Firmenkulturen so schwer wie noch nie. Es sollte professionell, aber nicht unpassend wirken.

Da Startups für ihre lockere Atmosphäre bekannt sind, läuft man bei einem zu klassischen Bewerbungsoutfit Gefahr, einen spießigen oder gar langweiligen Eindruck zu schinden. Auch in kreativen Branchen und in der IT kann der ursprüngliche Klassiker langsam, aber sicher abdanken. Denn auch in diesen beiden kreativen und technologischen Berufsfeldern scheint der Hosenanzug nicht mehr zeitgemäß zu sein. Das ist natürlich nicht überall der Fall. Es gibt immer noch zahlreiche Firmen, in denen Mitarbeiter täglich Anzug und Kleider tragen müssen. In Kanzleien oder in der Finanzwelt ist der klassische Dresscode fest verankert.

Für den geeigneten Look solltest du dich im Vorwege informieren

Das Outfit-Problem ist allerdings nicht unlösbar. Wenn du einen Blick auf die Seite der Firma wirfst und Personal- oder Teamfotos findest, gewinnst du einen Eindruck wie der Dresscode in dem Unternehmen ist. Informiere dich weiter und verschaffe dir einen zusätzlichen Eindruck über die Firmenkultur. Wenn du ein wenig recherchiert hast, wirst du wissen, welches Outfit angemessen ist. Auch wenn du einen lockeren Eindruck vom Dresscode gewinnst, solltest du dennoch auf ein gepflegtes Aussehen zu achten. Mary Lorenz rät auf Careerbuilder zusätzlich dazu, auf Parfum zu verzichten. Sie ist der Überzeugung, dass Düfte eher ablenken würden. Diese Ablenkung könne zudem negativ sein, wenn der Geruch nicht gut ankäme.

Mit deinem vorab gewonnenen Wissen über die Firma kannst du mit einem guten Gefühl dein Outfit für das Bewerbungsgespräch auswählen. Letztendlich solltest du dich nicht verkleiden müssen und dich wohl fühlen, sodass du dich authentisch und selbstsicher präsentieren kannst.

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Maja studiert an der Universität Hamburg Germanistik und schreibt seit 2017 für das OnlineMarketing.de Karriere Magazin. Sie behandelt Themen rund um den Büroalltag.

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