Arbeit nervt – Wie du einen verhassten Job angenehmer gestaltest

Chef doof. Arbeit doof. Kollegen doof. Alles doof. Du? Nicht doof – denn wir zeigen dir, wie du mehr aus einem Job machst, den du hasst.

© Flickr / Mark Tighe, CC BY 2.0

Wenn du in einem verhassten Job feststeckst, kannst du es drehen und wenden, wie du willst – der Traumjob wird auf die Schnelle nicht daraus. Die einschlägigen Ratgeber kennen die vermeintliche Lösung zu deinem Problem: Mach einfach etwas Anderes.

Nun ist aber nicht jeder in der Lage, dem Chef die Arbeit vor die Füße zu werfen und zu gehen. Wenn du noch eine Weile in deinem Job ausharren musst, egal ob du noch auf der Suche nach etwas Neuem bist oder diese gar bereits aufgegeben hast, kannst du dennoch etwas tun, um deine Situation zu verbessern. Wir stützen uns im Folgenden auf die Tipps von Kat Boogaard, die sie für The Muse zusammengetragen hat.

Schritt 1: Beurteile deine Lage.

Vielleicht denkst du, die Beurteilung deiner Situation ist schnell erledigt: Sie ist frustrierend. Wichtig ist jetzt aber, dass du herausfindest, warum du mit deiner Arbeit unglücklich bist. Liegt es an der Arbeit selbst? An den Kollegen? Am Chef? Am Arbeitgeber? Hat sich durch ein Schlüsselerlebnis etwas verändert oder mochtest du deine Arbeit noch nie? Diese Analyse deiner Situation ist die Basis für alle weiteren Schritte.

Schritt 2: Sprich mit deinem Chef.

Hast du die Ursachen deiner Unzufriedenheit aufgedeckt, solltest du sie beseitigen. Ein offenes Gespräch mit deinem Vorgesetzten kann wahre Wunder bewirken. Sprich deine Überlastung mit zu viel Arbeit, Probleme mit Kollegen oder dein zu geringes Gehalt an. Oftmals hat er die Möglichkeit, die Umstände so zu verändern, dass du dich wieder wohler fühlst. Tatsache ist: Solange du ihm nichts davon sagst, kann er gar nichts tun, denn er kann deine Gedanken nicht lesen.

Schritt 3: Verändere deine Perspektive.

Du kannst deinen Job als lästige Pflicht sehen, der du tagtäglich nachgehen musst, damit du deine Rechnungen zahlen kannst. Oder du siehst ihn als das, was er ist: Eine gute Möglichkeit, deine Fähigkeiten auszubauen und neue Herausforderungen anzunehmen. Schon ein kleiner Wechsel der Perspektive kann dein ganzes Leben ändern.

Schritt 4: Jammere einfach mal.

Jammern bringt dich natürlich nicht weiter – aber manchmal tut es einfach gut, sich den ganzen Frust von der Seele zu reden. Schnapp dir einen Freund und erzähl ihm von allem, was dich an deiner Arbeit ärgert. Danach wirst du dich besser und irgendwie erleichtert fühlen. Zumal du dir dann einmal selber verdeutlichst, was genau dich stört.  Allerdings sollte es sich von selbst verstehen, dass du derlei Themen nicht öffentlich auf Facebook diskutieren solltest, wenn du es nicht gerade auf eine Kündigung anlegst.

Schritt 5: Liefere gute Arbeit ab.

Du findest, dass es ein Widerspruch ist, eine verhasste Arbeit mit guter Qualität zu erledigen? Auf den ersten Blick wirkt es tatsächlich so, als wäre es angemessener, mit dem minimalen Aufwand und Dienst nach Vorschrift zu reagieren. Trotzdem solltest du dich nicht nur wegen der äußeren Umstände auf Mittelmaß reduzieren – das bist du dir doch wert, oder? Wenn du schlechte Arbeit ablieferst, zieht dich das nur noch mehr in den tiefen Strudel der Demotivation. Erledige stattdessen alles so, wie es von dir erwartet wird, liefere eine gute Qualität ab. Dann wirst du am Ende des Tages wenigstens mit dir selbst zufrieden sein. Und wer weiß, vielleicht schlägt sich dein Einsatz irgendwann sogar in einem neuen Job oder einem besseren Arbeitszeugnis nieder? Du kannst nur gewinnen, wenn du das Beste aus dir selbst herausholst.

Steckst du auch in einem Job fest, den du nicht leiden kannst? Erzähl uns, wie du damit umgehst.

Quelle: The Muse

Über Sabine Hutter

Sabine Hutter

Sabine Hutter arbeitet seit 2008 als Online-Redakteurin und Texterin. Als Betriebswirtin und Personalerin schreibt sie bevorzugt über Themen rund um das Personalwesen sowie aus dem Online Marketing.

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