Alles unter einem Hut: Mit Jobsharing Familie und Arbeit vereinen

Karriere machen oder doch lieber Familie planen? Oder geht beides? Das Problem ist bereits jedem bekannt: Job und Familie miteinander zu vereinbaren, ist nicht einfach. Aber mit dem Arbeitsmodell Jobsharing möglich.

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Jobsharing oder auch Arbeitsteilung ist ein flexibles Arbeitszeitmodell. Das Modell soll qualifizierte Mitarbeiter, dabei unterstützen, ihren Beruf ausüben zu können. Bei dem Modell handelt sich um zwei oder auch mehre Arbeitnehmer, die sich eine Vollzeitposition teilen (englisch: to share). Die Mitarbeiter teilen sich die Aufgaben untereinander auf und müssen gut als Team miteinander arbeiten können. Für viele klingt das Modell wie eine klassische Teilzeitstelle, aber dem ist nicht so, denn es liegt ein deutlicher Unterschied vor.

Vorteile des Jobsharing

Gerade für Menschen, die eine höhere Position im Leben anstreben, ist Jobsharing eine gute Alternative, um den Arbeitsalltag zu meistern und alles unter einen Hut zu bekommen.

Für frisch gewordene Eltern ist das moderne Arbeitszeitmodell die Chance, auch eine Führungspostion zu besetzen, die mit einer anderen Person geteilt wird. Eine Führungsposition trotz weniger Stunden wäre beispielsweise bei dem klassischen Teilzeitmodell meist nicht möglich. Mit Hilfe des Modells ist es möglich, vom Jobsharing-Partner zu lernen, denn es herrscht ein ständiger Austausch von Ideen und Vorschlägen. Jobsharing ermöglicht es, mehr Zeit für private Dinge zu haben.

Aber nicht nur für Arbeitnehmer ist das Modell von Vorteil sondern auch für Arbeitgeber. Aufgrund der Aufteilung der Aufgaben kann die Arbeit schneller erledigen werden. Und es findet kein Ausfall aufgrund von Krankheit oder Urlaub statt, da die Position permanent von einer der Jobsharing-Personen besetzt wird.

Welche Schwierigkeiten verbergen sich hinter dem Jobsharing?

Vollzeitstelle und Aufgaben teilen, da fragt man sich, ob das Gehalt auch geteilt wird. Aufgaben teilen klingt zu Beginn noch gut, aber wenn Geld ins Spiel kommt, sieht die Welt wieder anders aus. Denn wenn über Jobsharing gesprochen wird, hat man meistens immer nur die Vorteile im Blick.

Also wie sehen nun die rechtlichen Grundlagen für Jobsharing aus? Die Gesetze über Teilzeitarbeit werden im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) im § 13 Arbeitsplatzteilung geregelt.

Das Gesetz erlaubt, dass mehrere Mitarbeiter sich den Arbeitsplatz beziehungsweise die Aufgaben selbst einteilen (Jobsharing) können, sofern es der Arbeitgeber erlaubt. Falls es zu Verhinderungen eines Arbeitnehmers kommen sollte, ist der andere dazu verpflichtet einzuspringen. Und wenn eine der Jobsharing-Personen kündigt, wird dies keine Folgen für den anderen Mitarbeiter haben. Denn dann ist es auch möglich, die ehemals geteilte Position zu einer Vollzeitstelle umzuwandeln und sie dem Mitarbeiter zu übertragen.

Jeder der Jobsharing Personen erhält einen eigenen Arbeitsvertrag, mit Zeit und Gehaltsanpassung, wie bei einem klassischem Teilzeit Vertrag. Die Arbeitszeiten werden untereinander abgeklärt.

Und gerade für Einzelgänger ist Jobsharing nichts, da beide Personen viel miteinander kommunizieren und agieren müssen. Zudem ist es wichtig sich gegenseitig zu vertrauen.

Jobsharing: Ja oder Nein?

Viele verbinden das Arbeitszeitmodell meist mit Frauen oder Mütter, die aus der Elternzeit zurückkehren. Durch das Modell Jobsharing ist es möglich, eine Führungsposition auch für Teilzeitarbeitnehmer anzubieten. Und gerade für Frauen ist es eine ideale Möglichkeit, um Karriere zu machen oder trotz Familie eine Chefposition zu übernehmen. Aber Jobsharing kann auch für Männer sehr interessant sein, denn natürlich gibt es auch einige Männer, die Kompromisse eingehen und mehr Zeit für die Familie oder auch ihr Hobby einplanen wollen.

Trotz der vielen Vorteile, die das Modell mit sich bringt, sind viele Menschen der Überzeugung, dass ein Aufstieg nicht möglich ist, wenn die Stelle mit jemand anderem geteilt werden muss.

Jobsharing sollte, gerade aufgrund der vielen Vorteile, in den meisten Unternehmen in Betracht gezogen werden. Dann würden mehr Personen die Chance bekommen sich in ihrer Karrierelaufbahn zu beweisen.

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