9 Tricks, um wieder fokussiert zu arbeiten

Im Laufe des Tages schweifen die Gedanken häufig von der eigentlichen Tätigkeit ab. Es gibt aber einige verlässliche Methoden, um sie wieder einzufangen.

Fokussiert arbeiten

© Tim Gouw | Unsplash, CC0

Das Gespräch zur Gehaltserhöhung, der nächste Urlaub, die schöne Dame oder der nette junge Mann von gestern Abend. Das Gehirn hat unzählige Gründe, nicht an seinem aktuellen Gedanken festzuhalten. Statt mit der Arbeit, beschäftigt es sich lieber mit anderen Dingen.

Darum schweifen deine Gedanken ab

Die Neuronen in deinem Gehirn brauchen eine stetige Energiezufuhr, um vernünftig zu arbeiten. Diese Energie holen sie sich aus Gliazellen oder dem Glykogenspeicher. Sind beide leer, geht die Aktivität im gerade genutzten Areal zurück und die anderen Teile des Gehirns fordern Aufmerksamkeit. Damit beginnt die Wanderung deiner Gedanken. Kurz zusammengefasst bedeutet das: Keine Energie, kein Fokus.

Einfache Hilfe

Zum Glück gibt es eine Reihe von Gegenmaßnahmen, die deine Gedankenwanderung beenden oder zumindest verkürzen können. So schaffst du es zurück zum Fokus auf deine Arbeit.

1. Eine zusätzliche Ablenkung schaffen

Ja, du hast richtig gelesen. Das University College London hat herausgefunden, dass zusätzliche Störquellen eine erhöhte Aufmerksamkeit bewirken. Das gilt mit Sicherheit nicht für jede Art von Ablenkung, sonst müsstest du deine Prüfungen am besten auf einer Autobahn-Baustelle schreiben.

Für Musik gilt es auf jeden Fall. Du hast bestimmt auch Musikstile, die dich in einen bestimmten Status versetzen. Diese kannst du bei deiner Gedankenwanderung nutzen. Nicht umsonst haben alle großen Streaming-Anbieter eigene Playlists für konzentriertes Arbeiten oder Kreativität.

2. Erlaube die Gedankenwanderung

Dein Gehirn will dir etwas sagen, wenn es den Fokus verliert. Wahrscheinlich braucht es einfach eine Pause. Du kannst diese Pausen zulassen. Eine eigene Technik dafür ist die Pomodoro-Technik.

Dabei arbeitest du 25 Minuten hochkonzentriert und machst dann fünf Minuten Pause. In der Pause gehst du komplett von deiner Arbeit weg. Nach vier Durchgängen machst du eine längere Pause von 15 bis 20 Minuten. Der Name Pomodoro kommt übrigens von einer kleinen Küchenuhr in Tomatenform, mit der die Zeit gestoppt wird.

3. Störende Gedanken abschieben

Für diese Technik musst du zunächst deine Stressoren erkennen. Mache dir bewusst, was dich immer ablenkt. Dann visualisiere diesen Gedanken und schiebe ihn anschließend in den Schrank im Nebenraum. Dort kann er bleiben, bis du mit deiner Arbeit fertig bist.

4. Kaffee trinken

Dieser Tipp ist so einfach wie wirkungsvoll. Koche dir eine schöne Tasse Kaffee. Das Koffein wird dein Gehirn stimulieren und deinen Fokus schärfen. Eine gute Alternative ist dunkle Schokolade mit mindestens 75 Prozent Kakao. Aber nur ein paar Stücke.

5. Malen

Wenn deine Gedanken mal wieder wandern, kannst du mit dem Malen anfangen. Nimm dir nichts Komplexes vor, was dein Gehirn beansprucht. Statt Monet malst du einfach ein paar einfache geometrische Formen. Das erlaubt deinem Gehirn, seine Gedanken wieder zu sammeln.

6. Atme

Das solltest du natürlich sowieso tun. Mit einer einfachen Atem-Meditation kannst du zudem deine Gedanken wieder einfangen. Atme ein, halte den Atem an und atme wieder aus. Zähle deine Durchgänge und mache nach zehn Durchgängen eine Pause. Steigere die Anzahl von Pause zu Pause.

7. Naam Yoga Hand

Bei der Naam Yoga Hand drückst du einen bestimmten Punkt an deiner Hand. Er liegt auf dem Zeige- und Mittelfinger zwischen dem zweiten und dritten Gelenk. Damit aktivierst du einen Nerv, der nahe dem Herzen vorbeiführt und beruhigst dich selber. So können deine Gedanken zur Ruhe und zu ihrem Ausgangspunkt zurückkommen.

8. Schreibe deine Gedanken auf

Wenn deine Gedanken anfangen zu wandern, schreibe sie auf. So holst du dich selber aus der Traumwelt zurück. Notiere dir zusätzlich, was sie ausgelöst hat. Dann kannst du diese Stressoren zukünftig vermeiden.

9. Kaugummi kauen

Die Cardiff University hat herausgefunden, dass Kaugummi kauen die Wachsamkeit und die Aufmerksamkeitsspanne erhöht. Die Geschmacksrichtung Spearmint sorgt zudem für eine Stressreduzierung.

Über Stephan Hütter

Stephan Hütter

Stephan Hütter ist ein Kind des Ruhrgebiets. Als gelernter Sportökonom schreibt er viel über Sport. Dabei hat es ihm vor allem das Sportsponsoring und dessen Einbindung in den Sales Funnel angetan. Seit seiner Selbstständigkeit beschäftigt er sich zudem mit dem Thema digitaler Lifestyle und den damit verbundenen neuen Karrieremöglichkeiten. Seit 2018 schreibt er für OnlineMarketing.de

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