Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Human Resources
7 Tipps, wie ihr Praktikant:innen sinnvoll einsetzen könnt

7 Tipps, wie ihr Praktikant:innen sinnvoll einsetzen könnt

Ein Gastbeitrag von Christina Reif | 18.02.21

Praktikant:inneen können für ein Unternehmen sehr wertvoll sein. Doch dazu müssen sie sinnvoll und nicht unter Wert eingesetzt werden. So profitieren beide Parteien.

Sie gehören schon seit vielen Jahren fest mit in das Unternehmensbild: Praktikant:innen. Zig Firmen verkennen aber ihre Chancen und scheitern daran, passende Aufgaben und Einsatzgebiete zu finden. Was durchaus schade ist. Denn richtig genutzt, können sich Praktikant:innen und alt eingesessene Mitarbeiter:innen in vielen Dingen gegenseitig befruchten und frischen Wind in die Firma bringen. Damit es nicht beim Kaffee kochen, Ablage machen und Akten schreddern bleibt, haben wir 7 Tipps für euch zusammengetragen, wie ihr eure Praktikant:innen sinnvoll in den Arbeitsalltag integrieren könnt und die Zusammenarbeit zur Erfolgsgeschichte wird.

1. Klärt die Erwartungshaltungen

Was erhoffen sich die Praktikant:innen durch die Stelle? Einen festen Job im Anschluss oder möchten sie nur mal in die Branche schnuppern? Besprecht im Vorfeld ganz klar, welche Erwartungen die Praktikant:innen und ihr als Unternehmen habt. So könnt ihr Unstimmigkeiten auf beiden Seiten vorbeugen und vielleicht auch direkt konkrete Schritte planen, um die verfügbare Zeit bestmöglich nutzen zu können.

2. Kommuniziert die Ziele und Werte des Unternehmens

Könnt ihr euch noch an eure ersten Arbeitstage erinnern? An die Unsicherheit, die Angst völlig zu versagen und einfach nichts zu wissen? Vermutlich wird es euren Praktikanten nicht anders gehen. Deshalb solltet ihr sicherstellen, dass am ersten Tag eine Führungskraft bereit steht um ihnen die Entstehungsgeschichte der Firma, ihren Zweck und die Zukunftsvision näherzubringen. Mit so viel Hintergrundwissen startet es sich gleich entspannter in das neue Abenteuer.

3. Stellt Mentor:innen bereit

Wenn ein Schauspieler den Raum durch die Tür betritt, hat man eine Szene. Aber wenn ein Schauspieler durch das Fenster hereinkommt, hat man eine Story.

Dieses Zitat des Regisseurs Billy Wilder ist ein kleiner aber durchaus kraftvoller Rat. Soll heißen, dass man eine Idee am besten aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Stellt deshalb jede:r Praktikant:in Mentor:innen zur Seite, die verlässlich sind und mit Rat und Tat unterstützen. So könnt ihr garantiert mehr aus neuen Ideen herausholen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Praktikant:innen so am besten von der umfassenden Erfahrung der langjährigen Mitarbeiter:innen profitieren. Das ist der wirksamste und schnellste Weg, eure Nachwuchskräfte besser werden zu lassen.

4. Werft sie den Löwen vor

Lasst sie raus und auf die Kund:innen los! Denn der Sprung ins kalte Wasser ist nach wie vor so unangenehm wie auch effektiv. Dadurch können eure Praktikant:innen direkt miterleben, wie die diese ticken, was sie erwarten und wie man entsprechend darauf reagiert. Sie entwickeln von Anfang an ein Verständnis, wie eine erfolgreiche Kund:innenbeziehung aussieht und warum in Folge dessen manche Projekte wie geschmiert laufen oder auch komplett gegen die Wand fahren.

Auch wenn etwas wirklich Wichtiges auf der Agenda steht, an das man vielleicht keine Praktikant:innen ran lassen sollte – lasst sie trotzdem ein Teil des großen Ganzen sein. Nehmt sie mit zu den Vorbereitungsmeetings, lasst sie zuhören und den Diskussionen lauschen, die Feinabstimmungen zur Präsentation mit ansehen – denn all das gehört eben zum Business dazu. Auch nur durch Zusehen kann man sehr viel lernen.

5. Gebt ihnen sinnvolle Arbeit

Irgendwie habt ihr keine passende Beschäftigung für die Praktikant:innen? Schaufelt sie deswegen nicht mit unnötigen Aufgaben zu, die von vornherein dazu verdammt sind im Nirwana zu landen. Nutzt deren Motivation – die umso größer wird, wenn sie eine sinnvolle Aufgabe zu erledigen haben. Also: wenn es kein richtiges Projekt gibt, denkt euch einfach ein „Dummy-Projekt“ aus, das sie von vorn bis hinten ausarbeiten. Idealerweise könnt ihr das Ergebnis dann für interne Zwecke nutzen oder die Praktikant:innen haben etwas für ihr Portfolio, das sie zukünftigen Arbeitgeber:innen zeigen kann. So helft ihr ihnen auch noch auf dem heiß umkämpften Arbeitsmarkt auf der Suche nach dem Traumjob.

6. Bereitet sie auf die Zukunft vor

Eine der größten Hürden, um einen neuen Job zu bekommen: das Bewerbungsgespräch. Selbst alte Hasen in Sachen Bewerbung scheitern oft daran. Wie also sollen die angehenden Fachkräfte das dann souverän hinbekommen? Wie wäre es deshalb mit einem Interview-Training? Spielt einfach Bewerbungsgespräche für Fake Jobs durch. So könnt ihr den Praktikant:innen direktes Feedback zu ihren Stärken und Schwächen geben und ihnen verraten, auf was ihr als Firma bei solchen Interviews besonderen Wert legt.

7. Schickt sie selbstbewusst in die große weite Welt

Das Praktikum ist zu Ende und euer Schützling zieht weiter? Stellt sicher, dass seine Leistung ausreichend gewürdigt wird. Das zeigt nicht nur den Praktikant:innen, dass sie gute Arbeit geleistet haben, sondern signalisiert das Gleiche den Ausbilder:innen. Das zeugt von Respekt beiden Parteien gegenüber. Ein positiver Nebeneffekt ist der, dass die Praktikant:innen höchstwahrscheinlich dadurch euer Image aufpolieren wird, indem sie über das tolle Praktikum in eurem Unternehmen bei Freund:innen oder anderen Student:innen erzählt.

Letztendlich lassen sich all diese Tipps auf einige Kernaspekte herunterbrechen: Habt euren Praktikant:innen gegenüber Respekt, findet Aufgaben die zum individuellen Leistungsvermögen passen, lasst Selbstständigkeit zu und traut ihnen die Herausforderungen zu – so kann jede Seite von der gemeinsamen Zusammenarbeit profitieren.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*

Melde dich jetzt zu unserem HR-Update an und erhalte regelmäßig spannende Artikel, Interviews und Hintergrundberichte aus dem Bereich Human Resources.