Sechs typische Fragen im Vorstellungsgespräch: So antwortest du besser nicht

Recruiter enthüllen die schlimmsten Antworten auf sechs typische Fragen im Einstellungsgespräch, die für hochgezogene Augenbrauen sorgen.

© Brock DuPont - Unsplash

Die Website Fast Company befragte Personal Manager nach schlimmsten und unangenehmsten Antworten auf Fragen, die in jedem typischen Vorstellungsgespräch fallen. Klar ist, dass Bewerbungsgespräche in fast allen Fällen eine angespannte Situation darstellen. Der Jobinteressent will unbedingt von sich in allen Facetten überzeugen. Qualifizierung, Humor, Nahbarkeit, Professionalität, Engagement und noch viele weitere tolle Eigenschaften sollen in einem kurzen Gespräch gezielt transportieren werden. Das kann schnell zu unangenehmen Momenten führen. Die Person in der Rolle des Jobinterviewers muss zudem versuchen in kurzer Zeit ein möglichst präzises Portrait von dem Bewerber zu bekommen, zusätzlich die Anspannung im Raum minimieren und die möglicherweise leicht peinlichen Antworten des Gegenübers mit Professionalität entgegenzunehmen.

Hier findet ihr jetzt die Crème de la Crème, die die befragten Recruiter bezüglich der schlimmsten und peinlichsten Antworten auf sechs typische Fragen zu bieten hatten.

1) „Erzählen Sie uns etwas über Sie selbst“

Die typische Einstiegsfrage in jedem Bewerbungsgespräch lautet: „Erzählen Sie uns etwas über Sie selbst.“ Diese offene Frage ist jedoch keine Einladung die eigene Lebensgeschichte runterzurattern, sondern sollte eher als Chance gesehen werden, sich kurz und möglichst in einem guten Licht zu präsentieren. Chandler Bolt, Gründer und CEO einer Self-Publishing Schule, sowie eine andere Expertin der Branche machten gegenüber Fast Company deutlich, dass die meisten Bewerber dazu neigen das Schwafeln anzufangen, eher ihren Lebenslauf wiederholen und über Unrelevantes ausschweifen. Das ist für die beiden erfahrenen Recruiter nicht das, was sie hören wollen. Kathleen Steffey, CEO von Naviga Recruiting & Executive Search, gibt die unpassendste Antwort auf die typische Einstiegsfrage preis. „Ich versuche herauszufinden, was ich im Leben wirklich will und Ihre Stellenausschreibung hat mein Interesse geweckt.“, antwortete ihr einmal ein Bewerber. Jobinteressenten in der Lebensfindungsphase sind wohl nicht ganz das, was gesucht wird. Nutzt Einstiegsfragen im Bewerbungsgespräch also lieber um euch und eure Qualifikationen kurz und knackig vorzustellen.

2) „Warum möchten Sie diese Position?“

Am unangenehmsten sind Antworten von Bewerbern, die sagen, dass die momentan verzweifelt auf der Suche nach einem Job seien, aber nicht so wirklich viel über das Unternehmen und die zu vergebene Position wüssten. Diese Antwort fällt bei den Personal Managern durch. Hier die schlimmste Antwort, die für hochgezogene Augenbrauen sorgte:

Nachdem ich meinen Abschluss gemacht habe, habe ich mich entschlossen ein bisschen mit meinem Rucksack um die Welt zu reisen. Nach fünf Monaten aber riefen mich meine Eltern an und sagten, dass ich einen Job bräuchte. Deswegen habe ich Ihre Firma kontaktiert.

Das antwortete ein Kandidat gegenüber Annie Boneta, Head of Talent bei AutoGravity. Ehrlichkeit ist gut, aber für einen Recruiter ist diese Antwort wohl eher ein Dorn im Auge. Ein ernsthaftes Interesse an der Firma und der Position sind damit vom Bewerber direkt ausradiert.

3) „Warum möchten Sie für unsere Firma arbeiten?“

Bei Gegenfragen wird von Recruitern wahre Gelassenheit gefordert. Einige Bewerber würden sofort so etwas antworten wie „Das müssen Sie mir schon sagen.“ Nein, das müssen Jobinterviewer definitiv nicht. Andere vernichten den positiven Eindruck von sich selbst, wenn sie kleinlaut zugeben, dass sie so ganz genau genommen gar nicht mal so viel über das Unternehmen wüssten. Ungern gehört sind auch Motivationsgründe wie Gehalt, Prestige in den Medien und Sonderleistungen. Tom Gimbel, Gründer und CEO bei einer Personalfirma, erzählt, welche die für ihn unangenehmste Antwort auf die Frage war: „Ich bin mir noch gar nicht so sicher, ob ich für Ihre Firma arbeiten will, weil ich meinen Hund nicht mit zur Arbeit nehmen kann.“

4) „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“

Gimbel ging eigentlich davon aus, dass es auf diese Frage keine falsche Antwort gebe. Nun stellte er fest, dass er sich geirrt hat. Denn er erhielt in einem Gespräch auf die Frage nach den Zukunftsvorstellungen des Bewerbers die Knüllerantwort:

Ich hoffe eines Tages diese Firma oder eine andere dieser Art zu führen.

Diese Antwort sorgte bei Gimpel für Unwohlsein. Wenn das ultimative Ziel des Bewerbers ist, die eigene Firma zu übernehmen, führt das zu einem unangenehmen Bauchgefühl. Größenwahnsinnig oder nur angriffslustig? Er dachte sofort, dass dieser Bewerber nicht länger als vier oder fünf Jahre im Unternehmen bleiben wird.

5) „Was ist Ihre größte Schwäche?“

„Meine Schwäche ist, dass ich zu viele Stärken habe.“ Autsch. Diese Antwort lässt es Recruitern kalt den Rücken herunter laufen. Aber auch die Verkündung, dass man Wutprobleme habe, ist auch nicht unbedingt das, was ein Lächeln in das Gesicht des Interviewers zaubert. Der Gründer einer Marketingfirma, Ed Mizen, begann einmal ein Gespräch damit, dass er den Bewerber gleich nach seiner Schwäche fragte. Er antwortete, dass er keinesfalls eine pünktliche Person sei und wenn sie jemanden suchen würden, der jeden Tag um halb neun auf der Matte steht, er wahrscheinlich der Falsche sei. Diese Antwort sorgte bei Mizen eher nicht für Begeisterung.

6) „Haben Sie noch Fragen?“

Diese Frage sollte man nutzen, um konkrete Fragen zum Unternehmen zu stellen. Allerdings sollten das keine Fragen sein, die man sich selbst mittels der Firmenwebsite beantworten könnte. Generell sind zwei bis drei Fragen mehr als angebracht und signalisieren Interesse. Mit einer authentischen Haltung sollte dem neuen Job nichts mehr im Weg stehen.

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Maja studiert an der Universität Hamburg Germanistik und schreibt seit 2017 für das OnlineMarketing.de Karriere Magazin. Sie behandelt Themen rund um den Büroalltag.

11 Gedanken zu „Sechs typische Fragen im Vorstellungsgespräch: So antwortest du besser nicht

  1. Bruno Keller

    Guten Tag Frau Hansen,

    wenn ich hier noch etwas aus meinen Erfarungen hinzufügen darf, ist es so, dass ich als Bewerber ’schrägen Fragen‘ kaum ausgesetzt war. Und wenn, dann habe ich es erkannt und die auch abgewehrt, indem ich klar meine ehrliche Haltung dazu zeigte. Das hatte Wirkung. In der Regel aber war es aber so (ich hatte gute Bewerbungsgespräche mit positivem Ausgang), dass ich immer über die entsprechende Firma informiert war und authentisch meine Interessen an den Aufgaben darstellen konnte. Das ging schon einmal soweit, dass sich mein Gegenüber plötzlich in seinem Sessel aufrichtete und interessiert zuhörte, was ich von mir gab. Ich war der Fünfte Bewerber an diesem Tag und dem Personaler war anzusehen, dass er sich langweilte bzw. keine Lust mehr hatte. Meine Stärke war, mit Gelassenheit, selbstsicher und eben authentisch aufzutreten. Ich konnte das Aufgabengebiet klar umreissen, versuchte den ‚roten Faden‘ des Aufgabengebietes abstrakt aufzuzeichnen, mit dem Blick über den Tellerrand. Das kam auch an. In 15 jahren habe ich dreimal die Firma gewechselt und mich jedesmal auch gehaltstechnisch verbessert. Um das Gehalt musste ich nicht feilschen, man hat mir jeweils ein gutes unterbreitet, was die Erwartungen mitunter übertraf. Ich besitze keinen Dr-Titel oder dergleichen, doch ich erhielt die Leitende Position, die ich erreichen wollte.
    Ist ein Bewerber nervös und unsicher, spürt das ein Personaler sofort. Möchte man eine entsprechende Anstellung erlangen, weil man es schon aus zwingenden privaten Gründen (Finanzen) erreichen muss, hier aber das Aufgabengebiet und die Firma möglicherweise erst an zweiter Stelle steht, kann dies durchaus spürbar sein. So sollte man nicht in eine Bewerbungsgesprächoffensive gehen.
    Erfolgreich aber ist man in jedem Fall, wenn man die Aufgabe überzeugend und ruhig darstellen kann, ohne dass man abgefragt wird. So werden auch keine schrägen oder Fangfragen erst gar nicht gestellt.
    Standardfragen sollte man geschickt ausweichen, aber nicht unbeantwortet lassen, sondern zielführend auf sachliches übergehen und das Thema ‚weiterspinnen‘, ohne aber – und darin verbirgt sich eine Gefahr – sich in einer einseitigen ‚Kommunikation‘ zu verlieren. Denn das wiederum kann auch schon das Ende bedeuten.

    Viele Grüße
    Bruno

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  2. Warum

    Das kommt dabei raus wenn man nicht eigene Führungskräfte mit Teamkollegen die Bewerber prüfen lässt, also Menschen die in dem Unternehmen in der ausgeschriebenen Position arbeiten, sondern „Recruiter“. Am besten von einem Dienstleister, den das ist uns nicht wichtig genug um eigene Leute zu beschäftigen.

    Aber die sind ja auch gerne in 5 Jahren woanderes aufgestiegen…

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  3. Bernd Waltraudsen

    Immer wieder der gleiche Mist.

    Was immer und immer wieder bei der Bewerbungsfarce vergessen wird ist, dass der Bewerber seine Lebzeit verkauft aber der Großteil der Unternehmen macht einen auf supertoll und wir sind das Beste was dir passieren könnte also sei froh, dass wir dir überhaupt so nette Fragen stellen und du dann vielleicht das Glück hast bei uns anfangen zu dürfen… Das leben dann auch viele Geschäftsführer und führen sich auf wie ein Sklavenhalter!

    Nein, seid froh, dass ich bei euch anfange! Es sollte mal ein Umdenken stattfinden und den Leuten vermittelt werden, dass sie vor Bewerbungen keine Angst haben sollten. Bewerber sollten lernen, dass sie eine Ware sind und sich verkaufen müssen. Die Fragen da oben sind nur die Spitze des Eisberges der falschen Betrachtungsweise!

    Da könnt ich regelmäßig im Dreieck kotzen.

    Und ja, ich habe meinem Chef direkt gesagt, dass ich hier meine Lebzeit verkaufe und ich kein Bock auf diesen Blödsinn habe. Bin seit Jahren in der Firma und fühle mich da auch wohl.

    Vorher habe ich zich Unternehmen durch, viel gelernt, viel Mist erlebt und massenweise eingebildete Geschäftführer über mir gehabt, die sich für den Meister der Sklaven hielten, was leider ziemlich jede Branche durchzieht.

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  4. Jens Hafner

    Im Grunde sind diese Art von Fragen nur eins: gemein. Man verhört den Bewerber im FBI-Stil, als wäre er ein ausgemachter Lügner. Klar, jeder versucht sich selbst in bestem Licht darzustellen und flunkert da und dort zwecks Glanzsteigerung. Dabei ist oft schon in der ersten Minute klar, ob man überhaupt eine Chance auf die Stelle hat, weil nämlich gegenseitige Sympathie immer auf Platz eins steht.
    Eine ebenfalls perfide Frage lautet: „Was sind Ihre Lohnvorstellungen?“. Die ist bei Stellen ausserhalb des Topmanagement-Sektors an Boshaftigkeit kaum noch zu toppen, da sie einen, egal wie man antwortet, erniedrigt dastehen lässt.

    P.S.
    Zur allgemeinen Belustigung, hier wären meine sechs Antworten:

    zu 1: Tut mir leid, so viel Zeit haben wir nicht, daussen wartet mein Chauffeur.
    zu 2: Weil ich Ihre Position lieber nicht möchte.
    zu 3: Weil Ihre Firma die einzige war, die mein Navigationsgerät einwandfrei fand.
    zu 4: Im Valles Marineris. Was, sie kennen das nicht? „Mars One“ sagt ihnen auch nichts? Wo bin ich denn hier?
    zu 5: Bei Bewerbungsgesprächen immer die Wahrheit zu sagen. Ich kann es leider nicht besser.
    zu 6: Oh, eine Menge! Warum zum Beispiel schreibt man schwanen ohne „h“, aber ahnen mit „h“? Schwahnt Ihnen jetzt auch etwas?

    Antworten
  5. Tommy Bishop

    “Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?” Gute Frage, falls sich ein Hellseher bewirbt. Solche Entscheider sollten sich selber entlassen. Plumpe Küchenpsychologie.

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  6. Reinhard Klemm

    Ja, genau so ist es! Personaler in sämtlichen Firmen und auch Recrouter sind seit Jahrzehnten unflexibel und in der Zeit stehen geblieben! Solche Fragen zeigen einem normalgebildeten Bewerber die Unpersönlichkeit und Arroganz der Unternehmen, deren Vertreter in persona gerade vor ihm sitzt.

    Ich bin ein seit mehreren Jahren arbeitsloser Akademiker, sprich Ingenieur, mit einem großen Wissens- und Erfahrungsschatz. Ich selbst bin interessiert und in der Lage, mich neuen Situationen gut stellen zu können. Aufgrund meines Alters (inzwischen 62 Jahre) und meiner Erfahrungen bekomme ich aber meist nur Absagen zu meinen Bewerbungen. Natürlich meist sehr freundliche und konstruktiv gemeinte Antworten, die aber die Entscheidung nur auf andere „Personaler“ abwälzen nach dem Motto „tut uns leid, aber vielleicht haben Se beim nächsten Mal mehr Glück. Und natürlich hat diese, unsere Entscheidung nichts mit Ihrer Person zu tun.“ Meist ist das eine Lüge, denn es hat sehr wohl mit meiner Person zu tun – abgesehen von den Fällen, wo ein anderer Bewerber einfach bessere Voraussetzungen hatte.

    Die Personalabteilungen bedienen sich oft auch sogenannter Helfer und Praktikanten, die nach vorgegebenen Schlagworten suchend, eine „Auswahl“ bei den Bewerbern vornehmen. Bei dem übrig gebliebenen kleinen Häufchen der für „geeignet“ eingestuften Bewerber wird dann seitens der Perasonalbeauftragten und -einsteller die übliche Auswahl und ggfs. Einladung ausgesprochen.

    Es interessiert nicht die sich bewerbende Person, es wir nur nach Fakten, Alter und ggfs. nach möglichst hundertprozentiger Kriterienübereinstimmung geschaut. Personaler sind feige, denn sie gehen kein Risiko ein, sie erfragen Starttermin und Gehaltsvorstellungen, ohne selbst jemals dazu Stellung zu nehmen. Selbst im Vorstellungsgespräch gibt es meist keine klaren Äußerungen zur Startchance des/der Bewerbers/in oder der Gehaltssituation. Alles wird bedeckt und undefiniert gehalten, aber der/die Bewerber/in soll genaue Auskunft über ihre Person, ihre Vorstellungen, ihre Stärken und Schwächen und natürlich auf jeden Fall über ihre Gehaltsvorstellungen Auskunft geben.

    Es ist im größten Teil aller Bewerbungsgespräche so, dass man als Bewerber/in keine tiefergehende Erkenntnis über den Gesprächsverlauf mitnimmt, aber sich eher ein noch deutlicheres Unsicherheitsgefühl breit gemacht hat.

    Die Arbeitswelt ist verlogen und trügerisch, zeitlich unterentwickelt, stellt große Ansprüche an die Abschlüsse ihrer neuen Personalmitarbeiter, die diese meist gar nicht anwenden können.

    Es gibt ein paar wenige gute Firmenchefs und Personalverantwortliche, auf die man leider selten trifft.

    Antworten
    1. Michael Karasjew

      Sehr geehrter Herr Klemm,

      Sie scheinen sehr schlechte Erfahrungen gemacht und dabei einen gewissen Zynismus entwickelt zu haben. Auch wenn Sie das vielleicht nicht interessiert oder berührt, kann ich Ihnen versichern, dass es sehr viele sehr gute oder sogar ausgezeichnete Personaler gibt. Sofern Ihrerseits eine Motivation darin besteht andere Erfahrungen zu machen, möchte ich Sie gern motivieren, einmal einen Karrierecoach oder Personal- / Bewerbungsberater nach seiner / ihrer professionellen Meinung bzgl. Ihrer Unterlagen und Ihrem Auftreten im Bewerbungsgespräch zu fragen. Evtl. ist die große Anzahl Absagen auch eher darin begründet, dass Sie möglicherweise tatsächlich im falschen Teich fischen.

      Beste Grüße

      Michael Karasjew
      dieBewerbungsExperten.de

      Antworten
  7. Peter Mang

    Reschbeggd!

    Denn die „typischen Fragen“ sind wie „typische Berufe“, „typische Menschen“…….
    Es gibt Gute Recruiter !
    Einer hat mal mehrere Minuten gar nix gefragt
    Das war gut
    es hat sich ein Gepräch entwickelt
    Wir wollten beide voneinander gar nix
    Ausser, dass er herausfinden wollte, was ich will
    Und ich herausfand, was er will
    Wir sind nicht zusammengekommen
    Aber es war eine tolle halbe Stunde
    Ohne Angst
    Ohne Abwertung…

    Lieber Gruß an Alle

    Pedro

    Antworten
  8. Michael Karasjew

    Guten Tag Frau Hansen,

    Wie in den vorherigen Kommentaren zu lesen war sind diese typischen Fragen leider wirklich nicht sehr kreativ. Deswegen sind es wohl gerade die typischen Fragen, auf die man sich gut vorbereiten kann. Und da ist die gefährliche Falle für die Personaler. Will ich als Personaler eine sozial erwünschte Antwort haben, oder bringt es mir nicht sogar viel mehr, wenn tatsächlich jemand sagt, er wäre morgens leider nicht in der Lage, pünktlich im Büro zu sein. Top! Gerade das muss ich doch als Personaler oder Chef wissen!

    Und was spricht eigentlich dagegen, wenn jemand auf die Glaskugelfrage ehrlich antwortet, dass er sich selbst als Chef sieht. Wohl nur, dass der Recruiter oder in Ihrem Fall CEO eher keine Leute mit Ehrgeiz sucht.

    Ich möchte alle Teilnehmer an einem Bewerbungsgespräch aufrufen ehrlich und – wie Sie in Ihrem Abschlusssatz formulierten – authentisch zu sein. Da nehme ich die Entscheider und Recruiter aber nicht aus! Bitte liebe Personaler: Versprecht nichts, was ihr nicht halten könnt! Insbesondere, wenn Sie hochqualifizierte und motivierte Persönlichkeiten suchen, die Enttäuschung und Stagnation ist sonst vorprogrammiert – ebenfalls beidseitig.

    Beste Grüße

    Michael Karasjew
    dieBewerbungsExperten.de

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  9. MR.

    Fragt ihr Bewerber, insbesondere Absolventen, also junge Leute, tatsächlich, wo sie sich in 5 (in Worten: FÜNF) Jahren sehen? Vielleicht weiß darauf jemand mit MBA eine Antwort, aber Ingenieure und Informatiker eher nicht. Klar möchte ich, dass die Leute etwas länger als 2 Jahre bleiben, aber mit dieser Frage?

    Antworten
  10. Klaus Bärbel

    Diese „typischen“ Fragen hörte ich schon vor 30 Jahren beim Bewerbungsgespräch. Hat die Recruiting-Branche seit dem nichts dazu gelernt? Wenn ich heutzutage sowas als Frage vorgeworfen bekämme, hätte der Recruiter auch nichts anderes verdient, als 0815-Antworten zu bekommen.

    Das Stichwort aus meiner Sicht heißt „Respekt“. Für ein vakante Position einen geeigneten Bewerber zu finden ist sicher nicht trivial, aber diese dann nach Schema F „abzufertigen“, ist nicht mehr gangbar.

    …. der Nächste bitte….

    Antworten

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