3 einfache Angewohnheiten, die dich sofort selbstsicherer wirken lassen

Mimik, Gestik, Kleidung: Diese Faktoren sind mitunter entscheidend für deine Wirkung auf andere. So setzt du sie ein, um Selbstbewusstsein auszustrahlen.

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Dir fehlt ein selbstsicheres Auftreten und du wünschst dir in deinem Berufsalltag, dass du in gewissen Situationen souveräner wirken würdest? So passiert es dir, dass du zwar eine feste Meinung oder eine neue Idee hast, aber du diese nicht genau und selbstbewusst kommunizieren kannst. Oder du schrumpfst bei unangemessener Kritik in dir zusammen, statt diese selbstbewusst hinzunehmen und deinen Diskussionsbedarf darüber zu äußern?

Dabei ist in vielen Fällen ein ausgewogenes Selbstbewusstsein der Schlüssel zum Erfolg. Wenn du beispielsweise eine Beförderung oder eine höhere Position anstreben willst, ist eine selbstsichere Ausstrahlung mit Sicherheit ein großer Vorteil und in vielen Fällen sogar eine Prämisse für viele Führungskräfte, um Mitarbeiter in neue Positionen zu befördern. Doch nicht nur in Bezug auf das Erklimmen der Karriereleiter ist ein selbstbewusstes Auftreten eine Erleichterung, sondern auch im Hinblick auf die Zufriedenheit im Arbeitsalltag wirkt sich der Status deiner Selbstsicherheit positiv aus. Denn wer kennt es nicht, dieses zufriedene Gefühl, wenn man sich auf der Arbeit für etwas überwinden musste, sich letztendlich aber doch getraut hat und durch Selbstsicherheit punkten konnte.

Wenn du generell an deiner Außenwirkung arbeiten willst, sodass deine Haltung selbstsicherer wird, kannst du dich an folgenden Hinweisen orientieren. Denn mit diesen einfachen Angewohnheiten schaffst du es – kurzerhand und automatisch – eine selbstsichere und präsente Haltung auszustrahlen.

3 Angewohnheiten, die dich sofort selbstsicherer wirken lassen

Kommunikation ist in diesem Zusammenhang das essentielle Kriterium, das entscheidend dafür ist, wie selbstsicher du wirkst. Die folgenden Hinweise zeigen dir, wie du selbstbewusst kommuniziert. Denn es gibt die verschiedensten Ebenen, auf denen Kommunikation stattfindet. Diese ist nämlich verbal und non-verbal durch Mimik und Gestik, aber es spielen auch äußerliche Faktoren des Erscheinungsbildes mit hinein. So sind Faktoren wie die Outfit-Auswahl und ein gepflegtes Äußeres auch ausschlaggebende Punkte in Bezug auf eine selbstsichere Ausstrahlung.

1. Achte auf deine Körpersprache

Die Körpersprache, bestehend aus Gestik und Mimik, ist essentiell für die Außenwirkung einer Person. So können deine Worte noch so bestimmt sein, solltest du den Blick auf den Boden richten und deine Schultern hängen lassen, wird deine Botschaft niemals als eine selbstbewusste bei deinen Gesprächspartnern ankommen. Denn in diesem Fall stimmt die verbale nicht mit der non-verbalen Kommunikation überein. Julia Lohrmann, Autorin bei Planet Wissen, eine Sendung der ARD, erklärt in einem Online-Artikel, warum non-verbale Faktoren von so großer Bedeutung sind:

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass 95 Prozent des ersten Eindrucks von einem Menschen von Aussehen, Kleidung, Haltung, Gestik und Mimik, Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage, Betonung und Dialekt bestimmt werden und nur fünf Prozent von dem, was jemand sagt.

Auch wenn sich diese Äußerung nur auf den ersten Eindruck bezieht, bleibt die Gewichtung, auch wenn man sich schon länger kennt, ähnlich. Denn mehr als die Hälfte des Gesagten wird über Mimik und Gestik, statt über die Worte selbst, transportiert. Diesen Fakt kannst du nun aber zu deinem Vorteil auslegen, denn so kannst du bewusst an deiner Körperhaltung arbeiten, solltest du das nächste Mal an deinem Arbeitsplatz eine Unsicherheit verspüren. Achte dabei auf Folgendes:

  • Hände frei: Nimm deine Hände aus den Hosentaschen und verschränke deine Arme nicht vor deinem Körper, sondern lasse sie entspannt hängen und setze deine Hände gegebenenfalls zum Gestikulieren ein.
  • Der richtige Handschlag: Im Falle eines Handschlags drücke die Hand deines Gegenübers nicht zu lasch, sondern mit einem selbstbewussten, aber angenehmen Druck.
  • Mimik: Halte interessierten Blickkontakt mit deinem Gesprächspartner, sodass du zeigst, dass du der Unterhaltung folgst. Achte auch darauf, dein Gesicht nicht in Falten zu legen, wenn du nicht gerade Zweifel äußern möchtest.
  • Aufrechte Haltung: Sitze aufrecht und blicke bewusst in den Raum, sodass du deine Aufmerksamkeit signalisierst.
  • Selbstsicherer Stand: Stelle deine Füße eine Hüftbreite entfernt voneinander auf; Körpersprache-Experten erklären, dass diese Haltung Balance und Selbstbewusstsein zeigt.
  • Ruhige Ausstrahlung: Vermeide nervöse und unruhige Gesten und versuche in dir zu ruhen und diese Ruhe auszustrahlen.

Mit diesen Hinweisen zeigst du mithilfe deiner Haltung Aufmerksamkeit und Präsenz. Und du wirst sehen, sobald du dich aufrechter hinsetzt und auf deine innere Ruhe achtest, wirst du nicht nur selbstsicherer wirken, sondern dich auch so fühlen.

2. Kontrolliere deine Stimme und deine Worte

Kommen wir nun von non-verbaler Kommunikation auf die verbale Ebene. Dazu zählen deine Worte, aber auch deine Stimme in Bezug auf Lautstärke und Intonation. So wählst du deine Worte selbstbewusst und setzt deine Stimme selbstsicher ein:

  • Achte auf eine angenehme Lautstärke deiner Stimme: Rede vor allem nicht zu leise, sondern so, dass deine Kollegen dich verstehen können. Falls du zum Nuscheln neigen solltest, fokussiere dich noch mehr auf deine klare Verständlichkeit.
  • Langsam und möglichst füllwortfrei reden: Wenn du langsam redest, können dir deine Gesprächspartner nicht nur besser folgen, sondern du gibst dir so die Zeit, deine Worte bewusster auszuwählen und Füllwörter wie „ähm“ zu vermeiden.
  • Zeige Interesse: Um in einer Unterhaltung im geschäftlichen Rahmen oder unter Kollegen selbstsicherer zu wirken, ist es ratsam, Interesse zu zeigen. Durch interessiertes und vor allem sinnvolles Nachfragen zeigst du dich engagiert.
  • Äußere deine Meinung, Ideen, Anregungen: Sei nicht zu schüchtern, deine Meinung zu äußern. Wenn du das Gefühl hast, dass diese Idee deine Firma voranbringen könnte, oder dass diese Überlegung interessant wäre, um mit den Kollegen geteilt zu werden, dann scheue dich nicht davor. Falls du einen Vorschlag hast, den du gerne machen möchtest, kannst du dich im Vorfeld zusätzlich informieren, um das nötige Hintergrundwissen anzusammeln, sodass du dich beim Reden sicherer fühlst.

3. Kleidung entscheidet über Außenwirkung: Kleide dich selbstsicher

Auch, wenn dieser Aspekt rein oberflächlich ist, sollte die Wirkung des Erscheinungsbildes nicht unterschätzt werden. Denn dieses entscheidet auch mit darüber, wie andere Menschen eine Person wahrnehmen. Natürlich wirst du nicht sofort selbstsicherer, wenn du dich anders kleidest, aber deine Außenwirkung kann sich verändern. In diesem Zusammenhang kannst du dich fragen: Fühle ich mich in meinem Outfit wohl? Sehe ich gepflegt aus? Hilft mir meine Kleidung souverän zu wirken? Letztendlich geht es nicht darum, dass du deinen Stil komplett änderst, sondern nur darum, dass du dich so anziehst, dass du dich selbstsicher fühlen kannst.

Von einer selbstsicheren Haltung zu einer selbstsicheren inneren Einstellung

Natürlich verschaffen diese Hinweise in Bezug auf Körpersprache, Sprache und Kleidung eine Hilfe, um selbstsicherer zu wirken. Letztendlich sollte es aber langfristig das Ziel sein, dass sich deine innere Einstellung ändert, sodass du nicht nur selbstsicher wirkst, sondern es tatsächlich bist. Vielleicht geschieht dieser Prozess ja sogar automatisch, vielleicht überträgt sich deine Außenwirkung auf deine innere Wahrnehmung. Und wenn nicht, kannst du in unserem Artikel „Selbstvertrauen im Job: So stärkst du dein Selbstbewusstsein“ weiterlesen und an deiner inneren Einstellung arbeiten.

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Seit 2017 unterstützt Maja die Redaktion von OnlineMarketing.de. Dabei widmet sie sich primär dem Karrieremagazin mit den Themenfeldern rund um Jobs und Karriere, schreibt aber auch über digitales Marketinggeschehen.

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