10 Gründe, warum du eine Absage erhalten hast

Ein Bewerbungsprozess kann dein ganzes Leben beeinflussen. Wir geben dir wertvolle Tipps, wie du Fehler vermeiden und dir deinen Traumjob sichern kannst.

© Steve Halama - Unsplash

So ziemlich jeder von uns kennt folgende Situation: Du hast ein Stellenangebot gefunden, welches deiner Qualifikation entspricht und dir viel Spaß machen würde. Du kannst dich mit diesem Job identifizieren und würdest somit deinem Traum der Selbstverwirklichung ein Stückchen näher kommen. Du könntest endlich dein Bedürfnis stillen, deine Individualität auch im Beruf ausleben zu können. Logischerweise bist du ganz heiß auf diese Stelle und gibst dein Bestes. Du schreibst eine klassische Bewerbung und wirst prompt zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Nun studierst du alle Infos über deinen potentiellen Arbeitgeber und welche Anforderungen er an seine Mitarbeiter hat. Beim Interview kannst du alle Fragen beantworten, weil du dich ja gut vorbereitet hast. Infolgedessen hast du ein gutes Gefühl, weil alles prima gelaufen ist — Pustekuchen! Du bekommst eine fette Absage und wirst regelrecht ausgeknockt!

Kopf hoch, das ist kein Weltuntergang!

Hier erfährst du nämlich, aus welchen Gründen du möglicherweise eine Absage erhalten hast und was du in Zukunft beachten solltest.

0815 Bewerbung

Wie heißt es so schön: „Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck“. Genau diese Impression vermittelst du schon mit deinem Bewerbungsschreiben. Daher ist es schon lange vor dem Vorstellungsgespräch enorm wichtig, wie du dich verkaufst.

  • Der Lebenslauf

Fangen wir mal mit dem CV an. Da ein Personaler durchschnittlich ca. eine Minute braucht, um einen Lebenslauf zu analysieren, sollte sich dieser unbedingt von der Masse abheben. Lass dir also was einfallen und erstelle einen kreativen CV, welcher deine Persönlichkeit widerspiegelt. So kannst du beispielsweise neben oder unter deinem Foto ein paar Worte schreiben, die zu dir und deinem Charakter passen.

Einige Beispiele wären:

… „bei Ihnen kann ich meine langjährige Berufserfahrung anwenden und vertiefen“

… „ schon als Junge habe ich an meinem Mofa geschraubt und daher mein Hobby zum Beruf gemacht“

… „ich mich bestens mit Ihrem Unternehmen und Ihrem Produkt identifizieren kann“

  • Das Anschreiben

Neben dem Lebenslauf sollte natürlich auch dein Anschreiben Interesse beim Leser wecken. Auch hier ist also deine Kreativität gefragt! Da die meisten Arbeitgeber aus Zeitgründen dein Anschreiben nur überfliegen, musst du am besten schon in den ersten Sätzen deren Aufmerksamkeit hervorrufen. Dabei darfst du aber keine Infos aus deinem Lebenslauf wiederholen, sondern im Idealfall eine Geschichte von dir erzählen. Logischerweise sollst du nicht dein Herz ausschütten und einen auf Mitleidstour machen. Vielmehr geht es darum, deine Motivation, dein Engagement und deine Begeisterung für die Arbeitsstelle zu vermitteln.

Pannen während des Vorstellungsgesprächs

Deine  Bewerbung ist gut angekommen und du wirst zum Interview eingeladen — Prima, jetzt geht es um die Wurst! Daher solltest du folgende Tipps befolgen, um aus dem Vorstellungsgespräch kein Abschiedsgespräch zu machen.

  • Du kommst zu spät

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ — oder eben dein potenzieller Arbeitgeber. Nimm dir also genug Zeit und plane, je nach Entfernung, 30 – 60 Minuten Puffer ein. So bist du auf der sicheren Seite und gehst schon mit einem guten Gefühl aus dem Haus.

  • Du nörgelst zu viel

Zu einem Bewerbungsgespräch gehört neben einem freundlichen Auftreten auch eine gute Portion an Optimismus.

Um das Eis zu brechen, wirst du i.d.R. gefragt, ob du den Weg gut gefunden hast — auch das Wetter wird gerne angesprochen. Jede Menge Minuspunkte bekommst du natürlich, wenn du dich beispielsweise über den dichten Verkehr, dem Parkplatzproblem oder dem ständigen Regen beschwerst. Tatsächlich sind die ersten Worte des Personalchefs belanglos und sollten von dir stets positiv beantwortet werden. Ebenso solltest du das Thema Gehaltsvorstellung und Arbeitszeit erst am Ende des Interviews ansprechen, um nicht gleich eine rote Karte zu bekommen.

  • Finger weg vom Handy

Lass dein Mobiltelefon in der Tasche stecken, wenn du nicht ins Abseits katapultiert werden möchtest.

  • Falle dem Personalbearbeiter nicht ins Wort

Auch wenn dir etwas auf der Zunge liegt, vermeide unbedingt, deinen Gegenüber zu unterbrechen. Natürlich kann das auch passieren, weil du nervös bist.

Jedenfalls könnte es der Personaler im schlimmsten Fall so auffassen, als wärst du anstandslos und könntest nicht mit Stress umgehen.


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Gründe, auf die du keinen Einfluss hast

Nehmen wir mal an, dass bis hierher alles gut geklappt hat. Deine Bewerbung ist klasse angekommen und das Interview ist super gelaufen.

Nun kommt das bange Warten auf eine Antwort — du hängst quasi in der Luft!

Im Folgenden sind Gründe für deine Absage aufgelistet, welche du nicht beeinflussen kannst. Du brauchst dir also keine Vorwürfe zu machen — du hast alles richtig gemacht!

  • Du kannst nicht kurzfristig anfangen

Diesen Job hättest du grundsätzlich bekommen. Da du jedoch wegen deiner Kündigungsfrist nicht gleich anfangen kannst, bekommt dein Mitbewerber die Stelle.

  • Der Job existiert nur auf dem Papier

Gelegentlich stellen Unternehmen Arbeitsstellen aus, die es gar nicht gibt. Solche Ausschreibungen dienen hauptsächlich dazu, das Potenzial des Arbeitsmarktes abzuchecken.

  • Der Job wurde intern schon vergeben

Gerade große Unternehmen sind verpflichtet, ihre offenen Arbeitsstellen öffentlich auszuschreiben. Da kommt es öfter mal vor, dass der Posten schon längst vergeben ist.

  • Du bist überqualifiziert

Wenn du dich auf eine Stelle bewirbst, welche unter deiner Qualifikation liegt, hast du auch ziemlich schlechte Karten. Grund dafür ist meistens, weil dein potenzieller Arbeitgeber davon ausgeht, dass du dich bald langweilst und beim nächstbesten Jobangebot kündigst.

Wie wir hier gelernt haben, gibt es Gründe für eine Absage, die du leider nicht beeinflussen kannst. Lass dich also nicht entmutigen und mach genauso weiter. Wenn du dir unsere Tipps zu Herzen nimmst, hast du schon die halbe Miete. Dann brauchst du dir nämlich keine Vorwürfe zu machen, weil du etwas vermasselt hast.

Über Salvatore Gentile

Salvatore Gentile kommt aus der Metallbranche. Nach seinem Abschluss zum staatlich geprüften Betriebswirt, kam er auf den Geschmack des Marketings. Seitdem ist er als Freelancer mit Augenmerk auf Content Marketing und Storytelling tätig. Seit 2019 unterstützt er OnlineMarketing.de mit seinen lockeren Texten.

Salvatore Gentile

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