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Dreist: Meta sperrt Instagram-Konto mit dem Handle „Metaverse“

Dreist: Meta sperrt Instagram-Konto mit dem Handle „Metaverse“

Nadine von Piechowski | 14.12.21

Eine australische Instagram Userin wurde unfreiwillig Teil einer Machtdemonstration des Social-Konzerns. Ihr Account mit dem Namen @metaverse wurde nach dem Rebranding kurzerhand gesperrt.

Thea-Mai Baumann nutzt seit 2012 Instagram. Sie teilt auf ihrem Account ihr Leben im australischen Brisbane, ihre Reisen oder auch Fotos aus ihrem Arbeitsalltag. So weit, so normal. Doch das Handle von Baumanns Account ließ sie nun unfreiwillig Teil einer Machtdemonstration des Social-Konzerns Meta werden. Denn dieses lautet seit knapp zehn Jahren Metaverse.

Nachdem der ehemalige Facebook-Konzern im Oktober 2021 verkündete, von nun an Meta zu heißen, um so den Fokus auf dem Aufbau des Metaverse zu legen, bekam Baumann viele Anfragen von Menschen, die ihr ihren Instagram Account abkaufen wollten. Die Australierin lehnte konsequent ab. Laut New York Times (NYT) hatte sie nicht den Plan, den Account abzugeben oder zu verkaufen. Allerdings staunte die Nutzerin nicht schlecht, als sie sich eines Morgens versuchte in ihren Account einzuloggen.

Early that morning, when she tried to log in to Instagram, she found that the account had been disabled. A message on the screen read: ‚Your account has been blocked for pretending to be someone else.‘,

schreibt die NYT. Weiter erklärt Baumann, dass sie versucht habe, ihre Identität bei Instagram zu verifizieren. Allerdings blieben sämtliche Bemühungen vergebens. Baumann sagt gegenüber der NYT:

This account is a decade of my life and work. I didn’t want my contribution to the metaverse to be wiped from the internet.

Meta gibt Fehler zu

Baumann wendete sich an die NYT, nachdem sie selbst nichts bei der Plattform erreichen konnte. Nachdem der renommierte Publisher eine Anfrage an Meta stellte und um ein Statement zu der Sperrung bat, gab ein Mitglied des Presse-Teams des Social-Konzerns zu, dass der Account „incorrectly removed for impersonation“ wurde. Auf die Nachfrage, ob die Entfernung mit dem Rebranding von Meta zusammenhing, gab der Konzern keine Antwort.

Obwohl Meta den Account wieder herstellte, zeigt dieser Vorfall deutlich, welche Macht der Konzern über die Daten und Accounts der User hat. Was besonders für diejenigen Grund zur Sorge ist, deren Instagram Account auch ihre Einnahmequelle ist. Rebecca Giblin, Director des Intellectual Property Research Institute of Australia an der Universität in Melbourne, kommentierte das Geschehene wie folgt:

[…] the @metaverse example highlights the breadth of this power. [Users have] essentially [] no rights.

Obwohl der Account wieder hergestellt wurde, wirft der Vorfall kein gutes Licht auf den Meta-Konzern. Vor allen Dingen dadurch, dass erst reagiert wurde, als sich die Presse einschaltete und nicht bereits vorher, als sich die Nutzerin an die Plattform gewandt hatte.

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