SEO - Suchmaschinenoptimierung

Zweifelhaft: Sieben SEO Strategien, die mehr Aufwand als Nutzen verursachen

Mit zahlreichen Updates verunsichert Google immer wieder die SEO Szene. Diese sieben SEO Strategien lohnen sich definitiv nicht mehr.

© Piumadaquila - Fotolia

© Piumadaquila - Fotolia

Google Updates zerstören viele SEO Strategien

Ganz gleich, ob Pandas oder Pinguine (eigentlich: Penguins): Schon mehrmals haben Tiere aus verschiedenen Regionen der Erde für einen wahres Raunen in der Szene der Suchmaschinenoptimierer gesorgt. In Form von Google Updates machen die Aktualisierungen des Algorithmus der Suchmaschine immer wieder Teile der Maßnahmen und Strategien in der zuvor praktizierten Search Engine Optimization überflüssig bis schädlich. Da fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten.

Anzeige:

In einem entsprechenden Artikel auf Quick Sprout stellt Neil Patel deshalb insgesamt sieben SEO Strategien und Mythen vor, die schon lange nicht mehr zum Erfolg in den Search Engine Result Pages führen und teilweise sogar schädlich für das Ranking bei Google und Co. sein können.

Sieben SEO Strategien, an deren Zweck gezweifelt werden darf

  1. Mehr Links für mehr Ranking
    Ein Beispiel dafür, dass mehr Backlinks nicht zwangsläufig zu einem besseren Ranking führen, kann man mit Hilfe von Ahrefs und einem Vergleich der Anzahl der Backlinks der ersten Suchergebnisse zum Bespiel für das Keyword „Business Credit Cards“ nachvollziehen. Es rankt nerdwallet.com mit gerade mal 176 Backlinks vor der Website von American Express mit 90.000 Backlinks (!) – ein Verdienst von Penguin.
  2. Keyword-starke Texte für starke Rankings
    Was Texte angeht, die besonders häufig insbesondere ein bestimmtes Keyword oder eine bestimmte Keyword Phrase enthalten, lässt sich auch für diese nicht mehr pauschal sagen, dass man damit besser rankt: So nutzt Google zur Erstellung der Rankings auch Synonyme, sodass etwa Worte wie „Unternehmen“ und „Firma“ als Synonyme erkannt werden. Wer also auf „Kreditkarten für Unternehmen“ optimiert, optimiert gleichzeitig auch für „Kreditkarten für Firmen“.
  3. Links, Code und Content – mehr braucht es nicht
    Wenn auch noch immer mit nur spärlich gesäten Beweisen untermauert hält sich die Vermutung, dass auch Social Media mittlerweile relevant für die Ranking Erstellung sein dürfte.
  4. Ranking Tracking hilft…
    … ist eine SEO Strategie, an die zumindest Neil Patel in seinem Artikel nicht glaubt. Sein Einwand: Der Anteil derer, die über Longtail Suchanfragen auf eine Website kommen, ist mittlerweile zu hoch, als dass das Tracken von Rankings noch relevant wäre.
  5. Mehr Seiten, mehr SEO Traffic
    Gerade mit Verweis auf Wikipedia hält sich auch diese SEO Strategie. Der Fehler dabei: Wikipedia bietet nicht nur viele Seiten, sondern auf jeder auch qualitativ hochwertigen Content. Gerade letzteres wird gerne mal übersehen und jede Menge qualitativ schlechter Content erstellt. Anschließend wird man vom Panda angestraft.
  6. Viel Text hilft viel
    Ebenfalls eine Legende, die sich nicht erst seit dem Panda Update hartnäckig hält. Zum einen muss die Qualität des Textes berücksichtigt werden, zum anderen gibt es genug Beispiele, die auch ohne viel Text sehr gut ranken – zum Beispiel aufgrund eines von hunderten anderen Ranking Faktoren.
  7. Höheres Ranking bedeutet mehr Traffic
    Wer ganz oben im Ranking auftaucht, hat zwar beste Chancen, große Stücke vom Traffic Kuchen abzubekommen, oftmals übersehen werden aber zwei Dinge: Zum einen das niedrige Suchvolumen für einige Keywords, zum anderen der Einfluss der Erscheinung des Eintrags der eigenen Website in den SERPs.

Welche SEO Strategien verfolgt ihr schon lange nicht mehr? Und welche ist noch immer ein echter Erfolgsgarant?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe berichtet für OnlineMarketing.de über aktuelle Entwicklungen der Branche mit Fokus auf Webanalyse, SEO und Datenschutz. Parallel zu seinem Studium zum Master of Science in E-Commerce an der FH Wedel ist er im Bereich E-Mail Marketing Consulting tätig.

2 Gedanken zu „Zweifelhaft: Sieben SEO Strategien, die mehr Aufwand als Nutzen verursachen

  1. Tim Tics

    Generell scheint auch doppelter Inhalt innerhalb einer Seite (durch Wiederholungen wie „mehr erfahren“ oder ganze Infotexte) sehr negativ zu sein. Immer positiver scheint hingegen ein optimales ladeverhalten einer Seite zu sein. Weswegen man stets gründlich darüber nachdenken sollte, ob das 10 Jahre alte System, nicht endlich in die Tonne geworfen werden sollte.

    Antworten
  2. Daniel

    Hi Atilla,

    super Beitrag!

    Worauf ich persönlich achte ist das komplette Spektrum des OnPage SEOs.
    Unabhängig von den Backlinks und den Inhalten sollte die Semantische Struktur einer Website vernünftig aufgebaut werden.

    Das sieht nicht nur Google gerne :)

    Viele Grüße,
    Daniel

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *