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Tracking: 87 Prozent der Internet-User haben keine Lust auf Datenverfolgung

Tracking: 87 Prozent der Internet-User haben keine Lust auf Datenverfolgung

Heiko Sellin | 07.03.14

Umfrage: Die Abneigung gegen Retargeting- und Tracking-Maßnahmen ist enorm groß. 87% der Befragten würden einen "Do Not Track"-Button anklicken.

Die Marketer machen sich stets Gedanken, wie sie die Aktivitäten der User am besten tracken können, entwickeln neue Technologien und geben sich größte Mühe. Ganz unbeachtet der Tatsache, dass die User das überhaupt nicht wollen. Laut einer aktuellen Umfrage von der Social Marketing Firma Communispace wollen 87 Prozent der Internet-Kosumenten den Fangarmen der Marketer entgehen und nicht getracked werden.

User ärgern sich über Datenverfolgung und sind überaus besorgt um ihre Privatsphäre im Netz

Die Umfrage umfasst mehr als 8.000 Online-Konsumenten aus unterschiedlichen Ländern, wobei die meisten aus den USA stammen. Überraschend bei den Ergebnissen ist, wie stark die Abneigung gegen das Verwenden der Daten für Werbezwecke ist. 87 Prozent der Teilnehmer würden das Tracking deaktivieren beziehungsweise einen „Do Not Track“-Button anklicken, falls es so einen geben würde. Außerdem bemerkenswert: 30 Prozent der Befragten wären bereit eine Prämie oder einen kleinen Preis dafür zahlen, damit ihre Daten von Marketern nicht mehr erfasst werden.

87 Prozent der Befragetn würden das Tracking deaktivieren, wenn sie könnten
Nur 13 Prozent würden einen „Do Not Track“-Button nicht anklicken
Quelle: marketingland.com

Die Konsumenten sind leicht zu bestechen – insbesondere die jüngeren

Im Gegensatz zu diesen harten Äußerungen, sind Internet-User aber durchaus gewillt, ihre Daten gegen kleine Anerkennungen wie Coupons und andere Aktionen weiterzugeben. Die Umfrage ergibt: 60 Prozent der Millenials würden ihre Daten gegen Belohnungen weitergeben, wobei es bei der älteren Generation nur 38 Prozent sind. Dabei müssen das keine verlosten Autos oder Reisen sein. Die Marketer brauchen keine Unsummen zu investieren, um an die Daten zu gelangen. Laut Communispace würden 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ihre Daten für einen fünf Prozent Rabatt Gutschein weitergeben. Dieses zurückhaltende Angebot zeigt, dass die User nicht annähernd wissen, wie wertvoll ihre Daten für Marketer sind.

70 Prozent der User würden ihre Daten für einen 5-Prozent-Gutschein teilen
70 Prozent der User würden ihre Daten für einen 5-Prozent-Gutschein teilen
Quelle: martketingland.com

Die User sind gern eigenständig und wollen in keine Kategorien gesteckt werden

62 Prozent der Konsumenten bevorzugen es, beim Online-Shopping oder auch bei der einfachen Suche nach bestimmten Informationen, dies ganz simpel und eigenständig über eine Suchmaschine zu tun, ohne dass ihnen aufgrund ihrer bisherigen Internet-Aktivitäten und ihrem Verhalten Dinge vorgeschlagen werden. Lediglich 12 Prozent der Befragten bekommen gern automatisch basierend auf ihren vorherigen Suchergebnissen Produkte und Angebote vorgeschlagen. 24 Prozent sind daran interessiert, ihre Kauf-Absichten ausgewählten Händlern mitzuteilen und anschließend Angebote zu erhalten.

14 Prozent der Befragten haben etwas gegen Retargeting
14 Prozent der Befragten haben etwas gegen Retargeting
Quelle: marketingland.com

Was sollen Marketer nun zukünftig tun? 

Die Umfrage zeigt deutlich, dass die User Abneigungen gegen Tracking- und Retargeting-Maßnahmen haben. Insbesondere nach der brisanten NSA-Affäre sind die Menschen empfindlich, wenn es um ihre Daten geht. Allerdings haben wir in der Vergangenheit schon oft gehört, dass die Konsumenten relevante und personalisierte Ads erwarten und sehen möchten. Doch wie soll das möglich sein, wenn die Werbetreibenden keine Daten über das User-Verhalten analysieren dürfen? Richtig, das ist faktisch nicht möglich. Nach den Ergebnissen dieser Umfrage können die Marketer auf jeden Fall glücklich sein, dass es diesen angesprochenen „Do Not Track“-Button noch nicht gibt und hoffen, dass es ihn auch nie geben wird. Denn ansonsten könnte das zielgerichtete Ausspielen von Werbung äußerst schwierig werden.

Quelle: marketingland.com

Kommentare aus der Community

tom am 08.03.2014 um 12:17 Uhr

Sorry – meinte natürlich „…zu 100% NICHT interessiert“

Antworten
tom am 08.03.2014 um 12:17 Uhr

Na da wäre ich aber mal interessiert, wieviel der 87% Facebook & Co. nutzen! Und es wäre interessant, wie gut sie es fänden, 80% Werbung zu sehen, die sie zu 10% NICHT interessiert.

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