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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Social Engagement wird SEO-relevant: Bing wertet Social Signals

Social Engagement wird SEO-relevant: Bing wertet Social Signals

Atilla Wohllebe | 09.04.14

Bing experimentiert bei der Ranking-Erstellung mit Signalen aus sozialen Netzwerken. Damit sind diese spätestens jetzt SEO-relevant.

Bing experimentiert mit Social Signals

Duane Forrester, laut Twitter Profil nicht nur Manager der Bing Webmaster Tools, sondern auch Autor im Bereich Conversion Rate Optimierung, erklärt in einem Interview mit Stonetemple.com, dass Social Signals wie Likes, Retweets und Googles +1 für das Ranking von Websites bei Bing immer relevanter werden. Forrester erachtet die Aktivität in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Google Plus derzeit sogar als zweitwichtigsten Rankingfaktor. Wichtiger sei nur der eigentliche Content. Bei Bing ebenfalls wichtig: User Experience, Link Building und klassische Onpage-Maßnahmen.

Mit einem Marktanteil von 3,5 Prozent ist Bing übrigens laut SEO United die in Deutschland zweitwichtigste Suchmaschine. Google kommt derzeit auf über 90 Prozent.

Sehr allgemeine Äußerung seitens Bing

Doch wie stark wird soziales Engagement denn nun gewertet? Und wie etabliert ist der Faktor bereits? Fest steht: Duane Forrester hebt die Wichtigkeit von Social Signals für das Bing Ranking zwar hervor, macht allerdings gleichzeitig deutlich, dass der Einfluss dieses möglichen Rankingfaktors derzeit zum Einen wohl nicht mehr als experimentell sein dürfte:

If we’ve got social signals that are telling us something is popular, then we want to take a look at that. We want to test that out. It’s no secret that we’re constantly testing in the algorithm.

Zum Anderen, so meint SEO United, könne man die priorisierte Darstellung von aktuell in sozialen Netzwerken beliebten Inhalten natürlich tatsächlich als eine Art Berücksichtigung von Social Signals auffassen.

Was nicht eindeutig geklärt wird, ist also die Frage, ob Bing Websites mit viel sozialem Engagement tatsächlich höher rankt, oder ob Bing seine SERPs einfach nur mit aktuellen Elementen aus sozialen Netzwerken anreichert – und das wäre nun wirklich kein Novum.

Nicht langlebig genug – Soziales Engagement in der Kritik

Die Wertung von Social Signals als Rankingfaktor steht auch über die (zugegebenermaßen eher unbedeutende) Suchmaschine Bing hinaus in der Kritik. So wird befürchtet, dass sich Social Signals nur eignen, um kurzfristig relevante Themen und Seiten aufzuzeigen, nicht aber, um auch langfristige Relevanz abzubilden. Hier müssen entsprechende Wege gefunden werden.

Zusätzlich gilt soziales Engagement derzeit noch als leicht manipulierbar und in seinen Details wenig ausbalanciert:

  1. 1.000 Likes sind schnell und günstig gekauft.
  2. Aber wie viel sind 1.000 Likes im SEO eigentlich wert?
  3. Und wie prüft man, welche Qualität 1.000 Likes nun eigentlich haben?

Fragen, die man sich bei Bing sicherlich gerade stellen und in seinen Algorithmen beantworten wird. Auf die Resultate darf man gespannt sein.

Wie sinnvoll findet ihr die Wertung von Social Signals im SEO? Und wie würdet ihr die verschiedenen Aspekte des sozialen Engagements gewichten?

Kommentare aus der Community

Michael Marheine am 10.04.2014 um 08:00 Uhr

Ist eben auch – richtig im Algorithmus auch bewertet und bewertet – eine Möglichkeit, den Wert einer Nachricht bzw. dann in Summe einer Webseite bzw. eines Kommentargebers einzuschätzen. Wenn Bing das jetzt schon macht, dann ist es fraglich, ob das Google nicht schon längst macht, oder!? Die Debatte darum ist ja längst entbrannt, die Fragezeichen dahinter sollten sich nun langsam auflösen, denke ich!

Michael Marheine

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tom am 09.04.2014 um 22:36 Uhr

Ich kann nur hoffe, das es nicht zu sehr Einfluss nimmt. Sonst wird in dem Bereich noch mehr gespamt als es jetzt schon gemacht wird. Aber ich befürchte, da kommen wir auch bei Google in den nächsten 1-3 Jahren nicht drum rum…

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Atilla Wohllebe am 10.04.2014 um 13:40 Uhr

Ich fürchte, dass wir im Social Media die gleiche Entwicklung durchmachen werden wie auch schon bei Backlinks: Am Anfang ein Zeichen von Trust, dann nicht mehr als Spam und, sobald man dann der Sache Herr wird, ein Thema mit dem man auf jeden Fall vorsichtig, womöglich sogar restriktiv umgeht.

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