Sex, Social Media und IKEA-Schreibtische

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Social-Media-Kundenberatung mit Witz und Sex: Bei Ikea in der Schweiz haben wir ein lustiges Beispiel gefunden.

Social-Media-Mitarbeiter von Unternehmen haben es nicht immer leicht. Viele Kunden nutzen Social-Media-Kanäle, um Dampf abzulassen – und das gelegentlich auch unter der Gürtellinie. Da ist es wichtig, passend auf derartige Posts zu reagieren. Wir haben bereits von einigen Beispielen berichtet, bei denen Social-Media-Mitarbeiter dank ihres Humors und ihrer Kreativität recht gut reagiert haben. Und dennoch ist es auch in diesen Fällen schwierig, die Grenze zu ziehen: Was geht noch? Was darf sich ein Social-Media-Mitarbeiter nicht erlauben?

Ein aktuelles Beispiel aus der Schweiz sorgt im Netz gerade für reichlich Heiterkeit – und das, obwohl es in diesem Fall auf gewisse Weise ja auch “unter die Gürtellinie” geht. Was war passiert?

Twitter-User @swissky hatte in einem Tweet erklärt, dass er gerade gesehen habe, dass der IKEA-Schreibtisch nur 50 Kilo tragen könne. Und weiter: „Wo sollen die anderen ca. 20 kg beim Vögeln hin?“ Deutlicher kann man kaum werden. Der betreffende Mitarbeiter bei IKEA nahm den Post mit Humor und spielte (ebenfalls) auf das Gewicht der Partnerin von @swissky hin: „Wir kennen deine Partnerin ja nicht. Hätten im Bedarfsfall aber schon Modelle bis 80 kg. ;-)“

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Immerhin: Das Emoticon unterstrich die Ironie des Posts. Wäre aber wohl gar nicht nötig gewesen, denn das war von @swissky wohl verstanden worden. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Dialog zu einem Verkaufsgespräch mit witzigem Hintergrund. Auf den Einwand @swisskys, dass das aber ein teures Geschäft werden könnte, wandte @IKEA_CH ein: „Nicht, wenn du in Betracht ziehst, dass du gewissermassen vier Arbeitsstationen hast.“

Die Antwort von @swissky: „das würde ja heissen dass ich dann 4 Freundinnen bräuchte;)“ Als sich dann später auch noch Twitter-Userin @Miss_SunshineDO in die Unterhaltung einmischte, reagierte @IKEA_CH erneut mit Humor und spielte auf den Twitter-Namen der Userin an: „Herrje! Bist du die Donnerstag-Freundin von @swissky? Siebenertische haben wir aber nicht im Sortiment…“

Der Dialog, der sich im Allgemeinen nur um die Tragfähigkeit eines IKEA-Schreibtisches dreht, wurde hier mit vielen Anspielungen „gewürzt“. Nicht nur vonseiten des Kunden, sondern eben auch vom Social-Media-Mitarbeiter. In diesem Fall scheinen alle Beteiligten den Dialog genossen zu haben. Wer den Dialog nochmal nachlesen möchte, kann das hier tun.

Was denkt Ihr? Hat @IKEA_CH hier so reagiert, wie Ihr Euch das vorstellt? Oder hat er sich hier etwas zuviel herausgenommen?