Online Marketing 2012 vs. 2013 Teil 1: Datenschutz

Gerd Altmann / pixelio.de

Inwieweit haben sich Prognosen oder Trends für das vergangene Jahr bewahrheitet. Im ersten Teil berichtet Dominik Johnson über Entscheidungen im Datenschutz.

Besonders für Online Marketer ist das Jahr 2012 wie im Flug vergangen. Umso interessanter ist daher die Frage, inwieweit sich Prognosen oder Trends für das vergangene Jahr bewahrheitet haben. Am besten ist es, die selbst getroffenen zu reflektieren und sich Gedanken für 2013 zu machen. Schließlich ist es das erste Jahr seit 1987 mit vier unterschiedlichen Zahlen.

Was lässt sich von diesem Rückblick und zugleich Ausblick für sich selbst mitnehmen nachdem bereits der Januar dem Februar gewichen ist? Neugierde und Begeisterung für die digitale Infrastruktur, die sich noch in der Entstehung und zugleich in der Selbstfindung befindet. Dabei hält sie noch so vieles für uns bereit und es ist unabdingbar Zusammenhänge zu begreifen.

Ich habe mich mit vier Themen für 2012 befasst, welche im Artikel „Online Marketing 2012“ im Detail nachzulesen sind und sich wie folgt darstellen:

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Was ist 20zwölf geschehen und wie sieht es 20dreizehn aus?

Die Entscheidung um den Datenschutz

Kurzum: Es gab keine finale Entscheidung zum Datenschutz – dennoch gab es einige spannende Entwicklungen zum Thema. Diverse Entscheidungen wurden Anfang des Jahres 2012 bekanntgegeben und sind trotzdem noch immer nicht in Europa umgesetzt worden. Spannend ist nach wie vor die E-Privacy-Richtlinie 2009/136/EG und darin vor allem der Art. 5 Abs. 3. Am 31.05.2012 hat die Europäische Kommission beschlossen gegen fünf Mitgliedsstaaten Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einzulegen, denn die Frist zur Umsetzung des EU-Telekommunikationsrechts ist am 31.05.2012 abgelaufen. Zugleich sind Sanktionen zwischen 13.000,- und 70.000,- Euro als tägliches Zwangsgeld beantragt worden.

In den Niederlanden ist eine Umsetzung am 05.06.2012 erfolgt. Diese bezieht sich mitunter auf die Cookie Richtlinie und beschäftigt seither die Online Branche. Dies macht deutlich wie komplex „Datenschutz“ Vorhaben im jeweiligen Land sind. Affiliates sollten besonders aufmerksam sein. Konferenzen wie die a4uexpo Europe oder die Affiliate TactixX als größte deutsche Affiliate Marketing Konferenz, bieten Merchants und Affiliates eine geeignete Plattform, um sich mit Branchenkollegen auszutauschen.

Werfen wir nun einen Blick auf die beliebteste Suchmaschine in Europa in 2012, die in China nun auf Platz vier rankt. Google Deutschland hat erstmalig in ihrer Unternehmensgeschichte vergangenes Jahr eine politische Kampagne „Dein Netz“ in Bezug auf den Gesetzentwurf LSR gestartet. Abgesehen von polemischen Formulierungen sieht es so aus, dass der Beitrag „Google-Kampagne: Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ den Nerv der Zeit trifft. Sollten die letzten drei Links zu dieser Thematik nicht reichen oder ein noch tieferer Eindruck geschaffen werden, finden sich auf der „Dein Netz“ Site für den eigenen Wohnort auch die entsprechenden Ansprechpartner.

Nicht direkt vergleichbar mit der Situation in Deutschland, aber trotzdem beachtenswert: Google Frankreich hat sich mit den Zeitungsverlegern geeinigt. Ich gehe davon aus, dass die Einigung zwischen Staatspräsident der Französischen Republik Hollande und Executive Chairman von Google Eric Schmidt sicherlich schon in 2012 stattgefunden hat.

Die Aktivität auf dem offiziellen Google+ Account ist noch überschaubar bei 154+ und 25 geteilten Inhalten. Das verwundert etwas, denn die Meldung sollte Beachtung finden. Warum? Weil gerade auf bevorstehende Produkt Releases wie zum Beispiel Google Glass oder dem im September zugesprochenen Patent in Kalifornien für fahrerloses Fahren von Google solche Entscheidungen von Vorteil sind. Der Zeitgewinn beim fahrerlosen Fahren für den Menschen würde allein in Deutschland – bei den 2012 registrierten Staus – 230.000 Stunden (Quelle: ADAC Verkehrsdatenbank) betragen. Hierin sind zudem noch nicht einmal die Stunden im Auto eingerechnet, die jeder einzelne von uns ohne Stau verbringt und legal eigentlich nur das Radio nutzen kann (mit Ausnahme von Billboards, die ab und zu ebenfalls Aufmerksamkeit bekommen).


Hier nochmal alle Teile im Überblick: