Nutzer haben ein negatives Bild von Targeted Advertising

Pew Internet

Eine Befragung amerikanischer Online-Nutzer ergab: Targeted Ads finden wenig Akzeptanz bei Online-Usern.

Eine Befragung von PewInternet, ein Projekt des PewResearchCenters, ergab, dass nahezu drei Viertel der Befragten, zielgerichtete Werbung im Internet missbilligen – beinahe zwei Drittel sein mit Targeted Ads in Berührung gekommen. Im Online Marketing spielt zielgerichtete Werbung eine immer bedeutendere Rolle. Vermarkter haben gelernt gezielte Werbung effektiv zu nutzen. Das Pow Internet & American Life Projekt führte, im Zeitraum vom 20. Januar bis 19 Februar diesen Jahres, eine Befragung von circa 2000 erwachsenen amerikanischen Usern durch. Bewertet wurde eine Auswahl an Fragen rund um Targeted Advertising.

Targeted Ads finden kaum Zustimmung

Ergebnis: Wie fühlten sich die Befragten wenn sie Targeted Ads ausgesetzt sind?

Anstelle von Ja/Nein-Antworten ergab die Befragung  folgendes: -68% der Befragten empfanden es als nicht in Ordnung Targeted Ads ausgesetzt zu sein. Zudem waren sie nicht damit einverstanden, dass ihr Nutzungsverhalten aufgezeichnet und analysiert wird -28% waren einverstanden, da sie Werbung konsumieren können, die sie tatsächlich interessiere

Demografische Analyse:

Die Befragung erlaubt zudem einen selektiven Einblick, bezogen auf Alter und Einkommen der Befragten:

Anzeige:

Grundsätzlich sinkt die Akzeptanz von Targeted Ads mit steigendem Alter der Befragten. Erst die Altersgruppe 65+ zeigt einen leicht gegenläufigen Trend. Der prozentuale Anteil an Befragten, die Targeted Ads als negativ bewerteten, gegliedert in Alterskategorien:

•                18-29: 59%

•                30-49: 65%

•                50-64: 78%

•                65+: 72%

 

Ein identisches Muster zeichnet sich bei der Analyse nach Einkommenkategorien ab:

•                weniger als $30,000: 58%

•                $30,000 bis $49,999: 68%

•                $50,000 bis $74,999: 74%

•                $75,000+: 68%

 

Wer wird auf personalisierte Werbeanzeigen aufmerksam?

Durchschnittlich 59% der Befragten gaben an bereits Kenntnis von Targeted Ads – Werbung die in direktem Bezug zu kürzlich bei Suchmaschienen gemachten Anfragen oder besuchten Webseiten – gemacht zu haben. Die im Rahmen der Studie gestellte Frage lautete:“Haben sie persönlich jemals online Notiz von Werbung genommen, die unmittelbar Bezug zu Dingen , die sie kürzlich gesucht oder Websites, die sie vor kurzem besucht haben, hatte, oder ist ihnen dies jemals passiert?”

Um obenstehende Grafik zusammen zufassen, lässt sich feststellen, dass Männer häufiger Targeted Ads bemerken als Frauen. (Verhältnis: 62 zu 56%) Daraus könnte man schließen, dass Männer häufiger gezielt beworben werben. Da die Befragung aber auf Eindrücken basiert, ist es nicht möglich diese These zu bestätigen. Altersbezogen bemerken die Befragten je jünger sie sind, Targeted Advertising umso intensiver. Laut Befragung fühlen sich die Gruppen mit besserer Bildung und höherem Einkommen ebenfalls gezielt beworben.

Wird die Kontrolle missverstanden?

Nur 38% gaben an, Einfluss darauf nehmen zu können, wie viele Informationen sie durch das besuchen einer Webite preis geben wollen oder nicht. Im Anschluss fragte man nach genutzen Vorgehensweisen, die von den Befragten zur Unterbindung der Informationspreisgabe genutzt werden.

Laut Angaben, werden am häufigsten die Verläufe des Browsers gelöscht.  Am zweit häufigsten wird auf Website-Angebote zum privaten surfen zurückgegriffen. Beachtliche 65% verändern Einstellungen im Browser. Unter Berückslichtigung der erfassten Daten, lässt sich ein interessanter Trend ablesen. Internet-Nutzer akzeptieren gezielte Werbung nur bedingt. Sie sehen weniger einen Nutzen darin, als einen Einschnitt in ihre Privatsphäre. Ein markanter Teil der Nutzer scheint, aktiv gegen die Aanalyse seines Onlineverhaltens, Maßnahmen zu ergreifen. Das Wissen über die Funktionsweise von Targeting, so spekuliert man, sei derart gering, dass die Versuche der Befragten, zu meist nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen.

Quelle: marketingland.com