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Marcus Tandler im Interview: Wie wird man ein guter SEO?

Am Rande der Online Marketing Rockstars Konferenz spricht Marcus Tandler über Trends in 2012 und seine Quellen zur täglichen Weiterbildung.

Julian Barkow im Gespräch mit Marcus Tandler

Julian Barkow im Gespräch mit Marcus Tandler

Nachwuchs-SEO-Star Julian Barkow hat sich am Rande der Online Marketing Rockstars Konferenz Marcus Tandler geschnappt und zu einigen sehr spannenden Themen ausgefragt. Es geht neben dem Golfspielen unter anderem darum, wie man ins SEO Business einsteigt und am besten erste Learnings gewinnen kann.
Was aus seiner Sicht im Jahr 2012 immer wichtiger wird: Der Aufbau von echten Marken statt „thin Affiliates“.

Da der Ton leider ziemlich schlecht ist, hier noch ein kleines Transkript:

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Julian Barkow: Markus, danke dass du dir die Zeit genommen hast. Es fehlt ständig an SEO-Nachwuchs, was würdest Du mir empfehlen wenn ich kein SEO-Wissen hätte? Wie sollte ich anfangen mein Wissen aufzubauen? Wo kann ich mein Wissen her bekommen?

Marcus Tandler: Gute Frage. Ich glaube das wichtigste generell ist in so nem Fall immer vor allem seine eigenen Learnings zu generieren. Natürlich ist es wichtig viel zu lesen, also in den einschlägigen Foren, gute Blogs zu dem Thema, gute Seiten zu dem Thema, dass man da entsprechend „up-to-date“ ist aber darüber hinau wirklich jetzt nicht alles was man liest für bare Münzen zu nehmen sondern auch wirklich seine eigenen Erfahrungen zu machen. Und wenns halt nur ein kleines Projekt ist und keine Ahnung, was ist Dein Hobby?

Julian Barkow: Ähm. Golfen.

Marcus Tandler: Golfen. Was hast du für ein Handycap?

Julian Barkow: 26.

Marcus Tandler: Also ich hab grad meine Platzreife. Aber wie gesagt, grade im Urlaub hab ich mit nem Golfpro heftig zusammen garbeitet und das wird gut, ja. Macht ne Menge Spaß, ja. Aber das ist ein gutes Beispiel. Also dass man wirklich ääh.. Also am besten macht man das immer mit Projekten die einem selber Spaß machen, wo man selber guten Content liefern kann, wo man auch wirklich etwas gutes entwickeln kann. Etwas wo ich auch Leute schon kenne, wo es wirklich einfacher ist Links zu akquirieren, weil ich hab halt Freunde im Golfbereich, andere Golflehrer, Golfkurse, ja. Wo ich entsprechend schon natürliche Affinität entsprechend dazu habe und ein wirklich gutes Projekt machen kann. Hier halt auch wirklich entsprechende Learnings selber zu generieren.

Julian Barkow: Also ich lese jetzt nicht nur Golfbücher sondern ich soll auch auf den Platz gehen und da entsprechend Runden drehen um wirklich Erfahrung zu sammeln.

Marcus Tandler: Das ist ein sehr guter Vergleich, doch ich hab eigentlich vom SEO-Bereich geredet. Man liest ja lauter Tipps und Empfehlungen aber heutzutage kann man ja keine universellen Tipps mehr geben. Man kann ja nicht mehr sagen: „das is wichtig und das und das ist wichtig“ sondern jedes Keyword-Umfeld funktioniert mitunter ja auch anders. Wobei es bei einem Keyword-Umfeld wichtig ist dass man sehr social ist, dass also entsprechend viel social signals reinkommen. Auf der anderen Seite gibt es ja auch immer noch rein Link-getriebene Keyword-Umfelder. Da sieht man auch einfach die Wichtigkeit entsprechend gute Links zu haben. Es gibt Umfelder wo es einfach extrem wichtig ist, dass ich in Googles Augen ein Brand bin, eine Marke. Ja, und das ist es einfach, dass ich einfach genau diese Lerarnings auf meiner eigenen Seite verifiziere und… genau… devinitiv.

Julian Barkow: Woher nimmst du dein SEO-Wissen?

Marcus Tandler: Also ich lese unglaublich viel jeden Tag. Also ich lese die nartürlich einschlägigen Foren, Webmasterworld, wohl das beste Forum überhaupt, webmasterworld.com, Searchmarketing-land ist hervorragend, marketing land, das frühere Sphinn und auf jeden Fall ein paar Artikel zu sehen, die ich nicht gerade schon auf dem Radar hatte. Wie gesagt, da kann man sich auch einfach von Blogs über Blogrolls in andere Bolgs reinlesen, guten Twitter Leuten folgen wie zb Mediadonis. Und so auch einfach gute Blogs finden, die mich auch interessieren.
Ich lese auch sehr viel Patente, jetzt nicht nur beim SEO by the Sea, sondern generell. Patente lesen finde ich halt extrem wichtig und ich glaube das kam auch eben in unserem Vortrag ein bisschen rüber. Es geht nicht immer nur darum immer mit unter zu sagen: „okay wieso rankt diese Seite jetzt auf nummer eins“ oder so. Sondern es geht ja auch darum zu antizipieren was in Zukunft passiert. was wird passieren um ein wenig auch zu antizipieren was man einfach in der Zukunft machen will. Der Gag ist ja, es geht ja nicht darum, so schnell wie möglich auf Platz 1 zu kommen. Es geht darum so lang wie möglich zu bleiben. Nachhaltigkeit ist hier das große Wort und da muss ich einfach entsprechend auch sehen wo die Reise hingeht.
Natürlich muss man ja auch mal sagen, Konferenzen wie diese fantastische Konferenz hier, richtig coole Speaker, sehr cooler Input, ist natürlich auch ein richtig guter Weg. Auch wenn natürlich vielleicht auch bei manchen Konferenzen von den Vorträgen ansich halt die Informationen doch eher auf einem Shallow Level sind. Trotzdem kann man auch mal hingehen und sagen: „Hey, servus, pass mal auf. Ich hab Deinen Vortrag gesehn, richtig coll und lass mal hier mal bisschen quatschen“. Genau das ist was ich mit guten Leuten, also die in einem Thema gut sind einfach austausche und daher erfährt man auch was.

Julian Barkow: Also keine Angst haben und auch auf die die Erfahrung haben einfach mal drauf zu zu gehen und mal quatschen.

Marcus Tandler: Genau.

Julian Barkow: Und Du hast selber sehr viel Wissen und betreibst erfolgreich eine Agentur in München. Wie seid ihr aufgestellt? Wie kann ich mir das vorstellen?

Marcus Tandler: Wir, Tandler.Doerje.Partner, sind keine Argentur im klassischen Sinne. Wir versuchen eigentlich nie mehr als zu 50% für Kunden zu arbeiten. Wir betreiben sehr viele Projekte selber, das geht also von wirklich auch größeren Firmen, du sagst Niels hats ja gesagt, schön ists auch mit Fernsehwerbung, bis zu projektierten Keyword-Domains oder was weiss ich auch immer… Ich komm ja aus der Afilliate-Branche. Ich finde Afilliate) ist immernoch ein sehr lukratives und ein sehr schönes Geschäftsmodell und einfach viel besser als wenn ich jetzt einfach 30 Tage lang für meinen Tagessatz entsprechend Consulting-Leitungen verkaufen würde. Und so versuchen wir einfach wirklich zu 50 % unsere eigenen Seiten entsprechend zu betreiben, eigene Projekte nach vorne zu bringen und auf der anderen Seite arbeiten wir auch mitunter für Unternehmen. Also jetzt grade für größere Unternehmen um mit denen zusammen SEO-Kompetenz aufbauen oder Linkbuilding.

Julian Barkow: Wer sollte sich dann bei dir melden idealerweise?

Marcus Tandler: „Dont call us – we call you“. Also ich mein ich bin da glaub ich der Falsche. Wie gesagt seid 2 Jahren besteht Tandler.Doerje.Partner. Wir haben bis heute nicht eine Telefonnummer auf unserer Homepage. Ich mein generell kann sich jeder melden so zu sagen. Wie gesagt, ich bin ein sozialer Mensch und nicht nur online unterhalte ich mich gerne mal mit Leuten, aber klar sind wir jetzt nicht aktiv auf Kundenakquise.

Julian Barkow: Sagen wir ich bin Marketing-Manager in einem Online-Unternehmen. Was darf 2012 meiner Seo-Strategie auf keinen Fall fehlen?

Marcus Tandler: Ich glaube das wichtigste ist wirklich, dass man den Markenaufbau so wie er offline klassisch geschieht auch online verstärkt. Google will halt immer mehr diese Thin-Afilliates und dergleichen, aus ihrem Index kontinuirlich weiter raushaben. So is es wichtig, auch in Googles Augen als Brand zu erscheinen. Einfach auch als Marke, die in den Google-Suchergebnissen nicht fehlen darf. Das ist heute das wichtigste überhaupt, dass ich wirklich als Marke und auch bei Google als wahrgenommen werde, ohne die meine Suchergebnisse nicht komplett wären.

Julian Barkow: Okay, wenn ich über einen großen Teich schaue, was kann ich mir bei den Agenturen und Unternehmen abgucken, was ich in Deutschland noch anwenden kann oder sollte?

Marcus Tandler: Ich glaube, das was amerikanische Agenturen mittlerweile sehr gut machen, ist der Bereich Linkbait. Der wird bei uns immernoch ein bisschen stiefmütterlich behandelt wird. Hier wird halt immernoch gesagt: „Ich generiere Content und blase den über den Twitterkanal und hoffe, das was dabei rum kommt. Aber es geht grade darum, dass ich versuche wirklich gute Contents zu erstellen und die dann auch richtig zu seeden. Ja, also dass ich wirklich an Blogger, an journalistische Medien, also an Redakteure ran gehe und sie auch aktiv auf diesen Content hinweise. Wenn mein Content entsprechend auf so einem Portal syndiziert wirdt, dann kann ich auch wieder hingehn und das wiederum anderen Leuten wieder anbieten: „Hey guck mal hier, da wurde wieder darüber geschrieben zu einem Interessanten Thema lalala…“ Der greift das dann wohl wieder auf. Wo er dann noch wieder mich erwähnt und dann gibts den Content den man dann gern hat. Dass man da wirklich dahinter ist mein ich. Wirklich gutes Seeding und wirklich versucht seinen Content thematisch relevant zu platzieren.

Julian Barkow: Ich höre raus, Du kennst Dich damit aus. Das heißt, bei euch bietet ihr sowas auch Kunden an?

Marcus Tandler: Ja, auf unserer Website liest du nicht so wirklich was wir alles tun. Aber natürlich, wir machen aber auch natürlich sehr viel für unseren eigen Projekte und so bieten wir das gegebenfalls natürlich auch für unsere Kunden an. Selbstverständlich. Klar. Zu einem guten Linkbuilding-Mix gehört sowas auch einfach dazu. Ich mein die Zeiten sind vorbei wo ich einfach hin geh zu irgendeinem Linkbroker und dem Geld hinterher werfe. Sondern ich muss wirklich versuchen gute Links zu bekommen und das funktioniert einfach verdammt gut, indem ich guten Content kreire. Ich mein Infogafiken sind da ein fantastisches Beispiel. Ja, es ist mitlerweile schon immer so: „ooh Infografiken“, aber Infografiken funktionieren! Wie gesagt, ich kann sie nicht einfach in ner Stunde erstellen und hoffen, dass es dann jemand nimmt, sondern ich muss dann auch gut sein, weil grade auch eine große Masse an solchem Content entsprechend halt vorhanden ist. Es gibt Leute die dann da rum buhlen, dass es in diesem Content entsprechend syndiziert wird aber ich finde, ja es ist wichtig.

Julian Barkow: Okay. das waren sehr schöne Insights glaube ich. Auch von denen man auch viel mitnehemen kann. Vielen Dank dafür.

Marcus Tandler: Ja logo. Gerne.

Ein Gedanke zu „Marcus Tandler im Interview: Wie wird man ein guter SEO?

  1. Susanna

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