Conversion Optimierung

Lange Ladezeiten nerven – und führen zu Umsatzeinbußen

Je länger der Seitenaufbau dauert, desto mehr Besucher springen ab. Höchste Zeit, die eigene Website zu optimieren.

Aleš Čerin / stock.xchng

Aleš Čerin / stock.xchng

Lange Ladezeiten sind für viele Website-Besucher ein entscheidender Grund für den Absprung. Mit jeder Sekunde wächst die Gefahr, dass ein Nutzer die Seite wieder verlässt – dem durchschnittlichen User fehlt schlichtweg die Geduld dafür. Die Akzeptanz für Seiten mit einer schlechten Performance und dadurch quälend langsamen Aufrufzeiten sinkt mit leistungsfähigeren Internetverbindungen und ist auch auf Smartphones nicht wesentlich höher als auf Desktop-PCs.

In Zahlen ausgedrückt sinkt mit jeder Sekunde Verzögerung bei einem Seitenaufruf die Kundenzufriedenheit um 16%. Fast 50% der Konsumenten erwarten von einer Seite Ladezeiten von maximal 2 Sekunden und 40% der Besucher verlassen die Website bei einer Dauer von mehr als 3 Sekunden. Zusammengerechnet reduziert jede Sekunde die Anzahl der Konversionen um 7% – eine beachtliche Zahl. Am Beispiel Amazon.de: Bei einem Jahresumsatz in Deutschland von rund 8,7 Milliarden Dollar bedeutet eine Verzögerung von 1 Sekunde potentielle Umsatzeinbußen in Höhe von mehr als 600 Millionen Dollar! Hier eine Infografik von KISSmetrics:

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Die Bedeutung der Performanceoptimierung liegt auf der Hand. Über Maßnahmen berichtet Search Engine Land. Die aufgeführten Punkte sind dabei keine hoch-technischen Anleitungen, eher praktische Tipps:

Suche dir einen schnelleren Webserver

Ein langsamer Webserver drosselt die Geschwindigkeit der Website, was die Performanceoptimierung der Website ab einem gewissen Punkt vergeblich macht. Zu Zeitperioden, in denen ein großer Andrang herrscht, könnte die Website sogar abstürzen und unerreichbar werden – eine Katastrophe. Eine Erhöhung der maximalen Bandbreite parallel zum Traffic ist daher extrem wichtig, wenn auch kostspielig.

Optimiere deinen Code

Ein sauberer, minimalistischer Quelltext ist das A und O. Für das selbe Ergebnis beim Seitenbesucher gibt es in den meisten Fällen mehrere Wege, die sich in der Dateigröße der Webpages auch unterschiedlich niederschlagen:

Bilder

Mit Bildern überfrachtete Websites laden deutlich langsamer. Die Dateigröße spielt vor allem bei hochauflösenden Grafiken eine Rolle. Wenn möglich, sollten Bilder schon vor dem Upload auf die gewünschte Größe skaliert werden, um das Datenvolumen klein zu halten. In einer hohen Auflösung vorliegende und erst per HTML-Befehl in der Anzeige verkleinerte Bilder erzielen den gleichen Effekt wie zuvor skalierte, sind aber deutlich größer. Wichtig ist auch das richtige Dateiformat: JPEG-Dateien sind durch ihre Größe in der Regel die beste Wahl, verlieren bei einer Bearbeitung aber merklich an Qualität. 

CSS und JavaScript

Die Auslagerung von Stylesheets und Scripts gehört zur “sauberen” Websiteerstellung. Praktisch dabei ist, dass die entsprechenden Dateien nur einmal beim Websiteaufruf heruntergeladen werden und nicht für jede Webpage einzeln.

Benutze Optimierungstools

Ein schönes Beispiel ist PageSpeed Insights von Google. Die Analyse einer Website läuft sehr schnell ab und bietet Optimierungsvorschläge, geordnet nach ihrem Nutzen. Der PageSpeed Score beeinflusst in geringem Maße auch das Suchmaschinenranking, was eine Optimierung noch attraktiver macht.

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