Googles Quartalsergebnisse: Klickpreise sinken

Logos Google, YouTube

Global Advertising, Aktiensplit, Umsatzexplosionen - kurz vor dem geplanten IPO von Facebook marschiert Google weiter nach vorn.

Dabei sorgen gewisse Zahlen aus dem ersten Quartal  langsam sogar bei ersten Investoren für entsprechende Falten, wie AdExchanger.com berichtet.

Obwohl die Gesamtzahl der Clicks im Vorjahresvergleich um fast 40% gestiegen sind, manifestiert sich ein ebenso hartnäckiger Preisverfall der Cost per Click-Rate von rund 6% pro Jahr. Im Rahmen der Veröffentlichung überwältigender Umsatzzahlen nannte CFO Patrick Pichette den Impact gegenläufiger Trends zwischen neuen und etablierten Märkten sowie die Ressourcenverlagerungen von Partner- zu hauseigenen Seiten und die Konzentration auf den Mobile Device-Sektor. Zudem betonte er, der Eindruck einer generellen Entwertung von Google Ads sei falsch und verwies stattdessen auf die Wachstumsbranche Bidding, bei der Google bestens aufgestellt sei. Schließlich warb auch CEO Larry Page persönlich für den Mobile-Markt als Branche der Zukunft.

Große Tochter YouTube

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Vor dem Hintergrund jährlicher Werbeeinnahmen jenseits der 5 Milliarden Dollargrenze ist Googles Tochterfirma YouTube zunehmend Objekt der Begierde großer Markenkampagnen, wie Nikesh Arora, Chief Business Officer von Google, betont. Man werde sich daher auch hin zu weltweiten Werbekampagnen der Global Player orientieren. Kein Wunder angesichts von 800 Millionen Usern pro Monat, Tendenz steigend.

Aktiensplit

Das Börsenmodell von Google war immer darauf bedacht, den Einfluss der Aktionäre gering zu halten – der geplante Aktiensplit würde dazu beitragen. Nicht nur könnte diese de facto-Verdopplung des Wertpapiervolumens neue Käufer durch verbilligte Einzelpreise anlocken, auch würde sich das Stimmrecht der Basis dadurch nicht verringern, da der zweite Teil einer jeden Aktie ohne jegliches Stimmrecht bliebe. Sinnvoll für Übernahmen oder Großinvestitionen, was Page allerdings in nächster Zeit nicht geplant habe. Allerdings dürften diese Äußerungen wie auch die bevorstehenden Umbrüche in direktem Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang von Facebook stehen, der für den kommenden Mai vorgesehen ist.

Beeindruckende Umsätze

Besonders die Umsatzzahlen des vergangenen Quartals 1/2012 des Googleimperiums überzeugen restlos: der Umsatz des Gesamtunternehmens sprengte mit 10,7 Mrd. US.$ bereits zum zweiten Mal die magische 10 Milliardengrenze. Bei 2.9 Mrd. “digitalem”  Ertrag (+900 Mill. gegenüber 2011) wuchs der Gesamtumsatz neben den tragenden Säulen USA und Kanada auch in beinahe allen übrigen Teilen der Welt deutlich an, trotz Störfeuern wie der europäischen Wirtschaftskrise und den japanischen Abschwüngen als Folge von Fukushima. Insgesamt ergibt das mit 5,8 Mrd. 54% des Gesamtumsatzes.

Verwirrung um Google+

Für einige Unklarheiten sorgten die veröffentlichten Zahlen zur Nutzung von Google+. Während rund 60% der über 170 Millionen Nutzer des sozialen Netzwerkes täglich und sogar 80% wöchentlich dieses aktiv nutzen, relativierte man die Zahlen kürzlich: Google+ habe einen “enormen” Zulauf zu verzeichnen, indes gebe man aber keine konkreten Zahlen dazu raus.