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Google zieht nach: Effizientes Targeting mithilfe von E-Mail-Adressen

Google lässt bald E-Mail-Adressen für die Verwendung im Targeting zu. Um Missbrauch und Protesten vorzubeugen, unterscheidet sich die Technologie jedoch von Vorreiter Facebook.

© Flickr / sean hobson, CC BY 2.0

© Flickr / sean hobson, CC BY 2.0

Google eröffnet Werbungtreibenden nun die Möglichkeit, das Targeting ihrer Kampagnen mithilfe von E-Mail-Adressen zu verfeinern. Dazu stellen Advertiser die Adressen ihrer Kunden bereit, um diese auf Googles Plattformen wiederzufinden. Das erinnert an die Targeting-Optionen von Facebook, jedoch unterscheidet sich die Technologie in einigen Aspekten.

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Targeting via E-Mail auf Googles Plattformen

Der Suchmaschinengigant Google baut mit „Customer Match“ und „Similar Audiences“ das Targeting innerhalb des eigenen Netzwerks aus. Künftig können Werbetreibende eine Liste mit den E-Mails der Kunden hochladen, um diese bei der Suche, Gmail oder YouTube zu identifizieren und gezielt anzusprechen. Die Informationen können darüber hinaus plattformenübergreifend für die Bestimmung von Lookalikes verwendet werden.

Facebook und Twitter eine vergleichbare Targeting-Technologie schon seit Jahren. Sie lassen jedoch weitaus mehr Daten über die User aus ihrer Plattform einfließen, was Advertiser natürlich begrüßen, wofür aber gerade Facebook schon des Öfteren in der Kritik stand.

Das Prinzip bleibt gleich: Ein Unternehmen ist in kürze auch bei Google in der Lage, bestehenden Kunden mit Unterstützung der E-Mail-Adresse Werbeanzeigen zu schalten. Dazu ist bislang noch eine Gmail-Adresse des Nutzers notwendig, damit diese mit der Datenbank verglichen werden kann. Die übertragenen Informationen sollen nach eigener Aussage dank sogenanntem Hashing verschlüsselt verwendet werden.

Ausschließlich First-Party Data zugelassen

Laut Tim Peterson von Advertising Age möchte das als Datenkrake verschriene Google zudem sicherstellen, dass nur Adressen eingespeist werden, die im Vorwege vom Kunden freiwillig direkt an die Werbungtreibenden gingen. Dafür schufen die Entwickler eine Technologie, die die Daten aus erster Hand verifiziert und somit Zwischenhändler ausschaltet. Außerdem positioniert der Konzern Informationen neben den entsprechenden Ads mit Details über das Targeting-Verfahren und bietet einen umfangreichen Opt-Out für das Targeting selbst sowie den Newsletter des Advertisers.

Einfacher Treiber für App-Install-Kampagnen

Im gleichen Atemzug kündigt Google mit „Universal App Campaigns“ ein neues Feature für App-Install-Kampagnen an. Dabei wird nur der Cost-Per-Install vom Werbekunden festgelegt und die Kampagne automatisiert optimiert. Bilder, Videos und Beschreibungen zieht sich das System aus dem Play Store. Die am besten performenden Anzeigen werden dann in der Google Suche, bei Google Play, auf YouTube und innerhalb des Google Display Networks ausgeliefert.

Einige Wochen müssen sich Advertiser hierzulande noch gedulden. Wie immer erfolgt das Rollout erst für den US-amerikanischen Markt.

Quelle: Advertising Age & AdWords Blog

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