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Facebook-Marketing: Worauf solltest du bei deiner Bildwahl achten?

Lohnt es sich, Geld in seine Facebook-Ads zu investieren? Welche Eigenschaften sollten Bilder auf der Plattform erfüllen? Wir geben Antworten.

©  Robert Kneschke - Fotolia.com

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Vieles hängt beim Facebook-Marketing von dem Zeitpunkt ab, wann du deine Posts veröffentlichst. Zudem müssen sie auf Zielgruppe und Relevanz abgestimmt sein. Jedoch dominiert schon seit längerem ein bestimmtes Format die soziale Plattform: Visualisierungen.

Ob Videos oder Bilder, Text alleine erzielt nur wenig Reichweite. Social Media Examiner hat die essentiellsten Tipps zusammengefasst, die ihr euch beim Facebook-Marketing in Zusammenhang mit Bildern zu Herzen nehmen solltet.

Geld regiert die Social-Media-Welt

Werbung auf Facebook hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das Team um Mark Zuckerberg ist geschäftstüchtig, so haben sie die organische Reichweite von Posts enorm gesenkt und stattdessen die Bezahlmittel für Reichweite optimiert.

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Mit nur wenigen Cent lassen sich heutzutage die eigenen Posts in die Newsfeeds anderer User platzieren. Und das machen nicht nur die kleinen Unternehmen, auch Riesenkonzerne, die hohe Engagement Rates und eine Menge an Fans vorweisen können, greifen zu diesem Mittel. Warum? Ganz einfach – weil sie sicher gehen wollen, dass ihre tollen Bilder auch entsprechend Anklang im Netz finden.

Dan Slagen vom Social Media Examiner führt zum Beispiel das Unternehmen Salesforce an. Dieses hat auf ihrer globalen Seite 475.000 Facebook-Fans, mehr als durchschnittlich fünf Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr und einen Unternehmenswert von 50 Milliarden Dollar. Trotz dieser gewaltigen Erfolgszahlen erreichen Bilder-Posts von ihnen auf Facebook teilweise nur geringe Reichweiten. So hat dieses erst kürzlich auf der deutschen Facebook-Seite von Salesforce erschienene Bild beispielsweise nur vier Likes und einen Share eingeheimst:

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Posted by Salesforce on Mittwoch, 26. August 2015

Zum Vergleich ein gesponserter Beitrag der Firma:

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Posted by Salesforce on Mittwoch, 24. Juni 2015

Dieser erreichte 358 Likes und wurde dreimal geteilt. Ein deutlicher Unterschied, der beweist, dass du mit ein wenig Geld eine Menge auf Facebook erreichen kannst. Es lohnt sich offensichtlich, für seine wichtigen Beiträge, ein paar Euro zu investieren. Nur auf diese Weise kannst du sichergehen, dass deine Posts einer relevanten Zielgruppe und vor allem einer großen Zahl an Menschen ausgespielt werden.

Herauszuheben ist bei diesem Post-Vergleich jedoch, dass die CTR beim organischen Post deutlich besser ist. Sie kam auf 1,5 Prozent (1.372 Reichweite, 21 Klicks), wohingegen der bezahlte Beitrag nur 0,6 Prozent erreichte (501.229 Reichweite, 3.009 Klicks). Meike Leopold, Head of Digital Communication, Central EMEA, von Salesforce:

Ausgewählte organische Posts boosten wir regelmäßig, um mehr Reichweite und Engagement für unsere Inhalte zu generieren. Damit machen wir bis jetzt sehr gute Erfahrungen.

Auf was solltest du bei deinen Bilder auf Facebook achten?

Das Wichtigste für deine Bilder sind folgende Eigenschaften:

  • Sie müssen die User zum Engagement anregen.
  • Sie müssen einzigartig sein. Nichtssagende Bilder, die jedes Unternehmen verwendet, brauchst du nicht.
  • Qualitativ hochwertig sollten sie sein. Schlechte Auflösungen, zu große oder zu kleine Bilder verschrecken deine Kunden eher als sie zu begeistern.
  • Die Bilder müssen passend zu deinem Unternehmen und deinem Themengebiet sein.

Social Media Examiner hat, um den Qualitätsunterschied von Bildern auf Facebook zu untersuchen, verschiedene Bilder von TripAdvisor unter die Lupe genommen. So haben einzelne Bilder beispielsweise wesentlich geringere Reichweiten erzielt als ganze Collagen von einem Urlaubsort:

Reise vor die Haustür: was ist dein Lieblingsort für’s kühle Nass?

Posted by TripAdvisor on Donnerstag, 13. August 2015

Happy Birthday, Wiggerl! Passend zum 170. Geburtstag von König Ludwig II laden wir euch zu einer Bilder-Reise von…

Posted by TripAdvisor on Dienstag, 25. August 2015

Dieser Vergleich zeigt, dass es sich auszahlt, bei der Kreation von Bildern, sich ein wenig Gedanken zu machen und Zeit zu lassen. Generell agiert TripAdvisor auf Facebook sehr geschickt. Immer wieder fordert das Unternehmen die Menschen zum Engagement auf, wie auch im ersten Bild zu sehen. Kreativität schadet nie in sozialen Netzwerken.

Aus Misserfolgen Verbesserungen gewinnen

Auf Facebook ist es essentiell herauszufinden, was deinen Lesern gefällt und was nicht. Das gilt nicht nur für Bildposts. Es lohnt sich, auszutesten, worauf die Kunden gut reagieren und was eher ignoriert wird. Slagen empfiehlt das Trial-and-Error-Prinzip. Dies benötigt zwar etwas Zeit, sobald du aber deine Zielgruppe verstanden hast, wirst du erfolgreicher sein.

Wenn du ermittelt hast, was gut ankommt, beginne, diese Inhalte nahezu zu duplizieren. Kreiiere neue, ähnliche Bilder und Posts. Aber auch aus den Misserfolgen solltest du Lehren ziehen. Poste diese gern auch nochmal neu, allerdings in einer etwas abgeänderten Form. Auf diese Weise kannst du ermitteln, woran der Misserfolg lag. Wichtig: Sorge immer für Abwechslung, poste niemals haargenau die gleichen Dinge auf Facebook, das langweilt schnell.

Außerdem solltest du natürlich nicht vergessen, dass das Bild nicht das einzige ist, was bei deinem Post stimmen muss. Der Titel, der Call-to-action und die Beschreibung müssen ähnlich reizvoll sein. Auch hier gilt: Testen, testen, testen. Sei erfinderisch und nutze nicht gleich die ersten Wörter, die dir in den Kopf schießen. Dann solltest du mit deinen Bildern auch auf Facebook hohe Reichweiten erzielen können.

Quelle: Social Media Examiner

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

3 Gedanken zu „Facebook-Marketing: Worauf solltest du bei deiner Bildwahl achten?

  1. Ralf Wenda

    Guten Tag Herr Sellin,

    ich bin zunächst auf Ihre Beitragsüberschrift aufmerksam geworden. Daher würde sich diese wohl auch für einen Facebook Werbepost eignen können :)

    Auch kenne ich Ihren Artikel über die (Nicht-mehr)Messbarkeit von Social Media durch Vanity Metrics. Hervorragend!

    Meine Erfahrungen sind sehr ähnlich. Zwar ist meine Marke erfolgswolf längst nicht so riesig wie Salesforce oder TripAdvisor, aber wir profitieren sehr stark von Werbeschaltungen auf Facebook.

    Danke für Ihren Artikel und Ihren Anregungen.

    Beste Grüße
    Ralf Wenda

    P.S.: Sollte es nicht zu vermessen sein, hätte ich hier eine umfangreiche Anleitung, um Facebook Anzeigen effizient zu konzipieren und zu schalten: http://erfolgswolf.de/facebook-werbung-so-bekommst-du-viele-neue-leads/#axzz3kkAdyjLB

    Antworten
  2. Meike Leopold

    Sehr geehrter Herr Sellin,

    meines Erachtens vergleichen Sie in Ihrem Beitrag Äpfel mit Birnen. Wir alle wissen, dass es inzwischen eine große Herausforderung ist, auf Facebook mit organischen Posts entsprechende Reichweiten zu generieren. Aber immerhin hat dieser Post ca. 1.400 Menschen erreicht – eine Zahl, die Ihnen natürlich fehlte. Sie schreiben übrigens über unsere Global Page mit 500.000 Fans. Der Post stand jedoch auf der deutschen Facebook-Seite. Deren Anteil an der Global Page beträgt 2,4 Prozent. Auch das sollte man bei der Beurteilung der Engagement-Rate berücksichtigen.

    „Ein klein wenig Geld“ bedeutet bei dem von Ihnen zitierten gesponserten Post tatsächlich einen nennenswerten Betrag. Es ist übrigens ein Bildpost mit Link im Text, während der organische kein Bildpost ist, sondern ein Link, bei dem das Bild als Vorschau generiert wird. Die Formate werden von Facebook verschieden behandelt. Auch das kann man von außen schlecht unterscheiden. Generell beobachten wir, dass Bilder, die Menschen zeigen, besser performen.

    Die Klickrate ist bei dem organischen Post deutlich besser (1,5 % = 1.372 Reichweite, 21 Klicks) als beim Paid Post (0,6 %= 501,229 Reichweite, 3.009 Klicks). Ausgewählte organische Posts boosten wir übrigens regelmäßig, um mehr Reichweite und Engagement für unsere Inhalte zu generieren. Damit machen wir bis jetzt sehr gute Erfahrungen.

    Last but not least: Sie sagen: Geld regiert die Social-Media-Welt. Da ist leider etwas Wahres dran. Aber was meinen Sie: Wo soll das noch hinführen? Zu dem Thema habe ich mich übrigens auch kürzlich auf meinem Start-Talking-Blog geäußert: http://www.start-talking.de/guter-content-der-einzige-weg-aus-der-social-media-misere/

    Viele Grüße, Meike Leopold

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