SEO - Suchmaschinenoptimierung

Ein Linknetzwerk schlägt zurück – Mit 11.000 Spamlinks

Ein Blogger prangert ein Linknetzwerk an – wenig später verzeichnet er 11.000 negative Backlinks. Über einen Krieg, der keiner sein sollte.

© Cyril Comtat - Fotolia.com

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Der Auslöser: Mit der Kritik am Linknetzwerk bei Google auf Platz Zwei

Vor einer ganzen Weile, nämlich Ende Oktober 2013, hat David McSweeney in seinem Blog top5seo.co.uk das Linknetzwerk Emperor als Beispiel für diese Art von Plattformen im Allgemeinen scharf kritisiert: Linknetzwerke seien ein unfairer Weg, SEO zu betreiben. Von der Nutzung dieser Netzwerke rate er ab:

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Don’t buy it!

Actually, in the spirit of fairness, let me preface by saying that Link Emperor is probably very good at what it does… I just don’t happen to agree with that form of SEO (as you will see).

Die Reaktion: Ein verärgertes Netzwerk und verärgerte SEOs

Die Reaktion auf die Kritik am Linknetzwerk fiel zwar alles andere als prompt aus, aber, glaubt man seinem neusten Blogpost, sei äußerst scharf. Kein Wunder: Schon nach kurzer Zeit rankt er für das Keyword “Link Emperor” mit seiner Kritik bei Google auf Platz zwei, für “Link Emperor Review” sogar auf Platz eins. Kurz gefasst kommt niemand, der nach dem Linknetzwerk sucht, an seiner Kritik an Emperor vorbei.

Linknetzwerk

Quelle: Screenshot Google via top5seo.co.uk

Unabhängig von der beachtlichen Leistung für ein Brand Keyword auf Platz zwei und für ein abgewandeltes Brand Keyword auf Platz eins zu ranken, ist damit vor allem eines klar: Mit seinem Post ist er definitiv auf dem Radar der Macher von Emperor gelandet. Denen wirft er nun vor, sich dafür bei ihm auf einem Art gerächt zu haben, die praktisch dem Todesstoß gegen Blogger gleicht: Mit dem gezielten Setzen von Spamlinks auf seine Domain.

Keine Chance: Bei 11.000 Links stößt auch Disavow an seine Grenze

Ganze 11.000 Spamlinks hat der Blog David McSweeney in den letzten paar Monaten erhalten – kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass schon 100 schlechte Backlinks eine kleine Stange Geld kosten. Diese beeindruckende Grafik zeigt auf seinem Blog, wie sich die Backlinks entwickelt haben:

David McSweeney jedenfalls dürfte sich in seiner Kritik bestätigt fühlen: Linknetzwerke sind unfair. Genau deshalb hält er auch weiterhin an seiner Kritik fest und setzt auf Ehrlichkeit und Transparenz. Er gibt detaillierte Einblicke, was mit seiner Website passiert und was er dafür und dagegen tut. Aktuell übrigens vor allem eines: Das disavow Tool nutzen, um schlechte Backlinks zu entwerten. Ganze 400 Domains hat er dort schon entwertet und wahrscheinlich noch jede Menge vor sich.

Was haltet ihr von der Nutzung von Linknetzwerken? Und ist die Reaktion von Emperor für euch verständlich?

 

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe berichtet für OnlineMarketing.de über aktuelle Entwicklungen der Branche mit Fokus auf Webanalyse, SEO und Datenschutz. Parallel zu seinem Studium zum Master of Science in E-Commerce an der FH Wedel ist er im Bereich E-Mail Marketing Consulting tätig.

2 Gedanken zu „Ein Linknetzwerk schlägt zurück – Mit 11.000 Spamlinks

  1. Fanny

    ” kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass schon 100 schlechte Backlinks eine kleine Stange Geld kosten.” – Ich weiß ja nicht wo du deine schlechten Backlinks kaufst und was für dich eine Stange Geld ist, aber eine 5-stellige Anzahl an Schrott-Links gibts heutzutage über einschlägigen Quellen schon für 5 €.

    Antworten
    1. Atilla WohllebeAtilla Wohllebe Artikelautor

      Hey Fanny,
      danke für deine Antwort. Natürlich liegt du m. E. richtig. Aber ganz ehrlich? Fünf Euro sind für meine Begriffe schon eine kleine Stange Geld, wenn man bedenkt, dass es sich um nicht mehr als einen Müll handelt.
      Viele Grüße
      Atilla Wohllebe

      Antworten

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