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Der wahre Grund, warum Google die Autorenbilder entfernte

Die CTRs der aktuellen Anzeigen auf Google sind deutlich höher als sie es noch mit Autorenbildern in den SERPs waren. Google hat sein Ziel erreicht.

© Pavelis - Fotolia.com

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Vor drei Wochen hatte Google die Autorenbilder sowie die Verlinkungen zu den Google+ Profilen aus den Suchergebnissen entfernt (wir berichteten). Bislang war nicht bekannt, weshalb Google zu diesem Schritt gegriffen hatte. Unsere Vermutungen waren:

  • Da es nicht bei jedem Suchergebnis ein Bild gab, ist es eventuell häufig vorgekommen, dass eher die schlechteren Seiten mit Bild angeklickt wurden, statt die besseren ohne Bild.
  • Die User sollen nicht von Bildern abgelenkt werden, sondern sich auf die eigentlichen Suchergebnisse konzentrieren.
  • Möglicherweise war die Ladezeit – speziell auf mobilen Endgeräten – zu hoch.
  • Google möchte wieder mehr Aufmerksamkeit für seine Adwords-Anzeigen generieren.

Dass Letzteres funktioniert hat, ist nun bewiesen.

Anzeige:

„Negative Keywords“ als Begriff zur Untersuchung der CTR

Larry Kim, Blogger und Online-Marketing-Fachmann, untersuchte den Begriff „Negative Keywords“. Er hatte bereits vor der Änderung von Google die CTR der selbst eingestellten Anzeige analysiert und dasselbe nun auch in den vergangenen Wochen getan:

google-negative-keywords-serp

Für „Negative Keywords“ war die Paid Ad von Larry Kim die einzige, die Google ausspuckte. Dadurch entfällt schon einmal jegliche Varianz, die aufgrund von weiteren Anzeigen hätte entstehen können. Desweiteren zeigte Google zwei Artikel vom Experimentierenden sowie einen von Darian Schouten an. Diese waren vor dem 25. Juni von Google mit einem Autorenbild versehen – nun lediglich noch mit dem Namen.

Ein Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: die aktuellen Ads haben eine bis zu 44,8 Prozent höhere CTR

Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die CTR der Anzeige deutlich niedriger war als zu dem Zeitpunkt, als die Autorenbilder noch existierten. Damit ist klar: Google entfernte die Autorenbilder, um die Aufmerksamkeit für die Google Anzeigen zu steigern:

google-authorship-photos-ad-ctr

Die Untersuchugen zeigen, dass sich die Click-Through-Rate von dem einen auf den anderen Tag klar unterscheidet. Dennoch ist sie nach dem Update von Google um 44,8 Prozent höher als zuvor.

Habt ihr bereits auch schon höhere CTRs für eure Anzeigen bei Google gemessen? Fehlen euch die Autorenbilder in den SERPs?

Quelle: Wordstream

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

4 Gedanken zu „Der wahre Grund, warum Google die Autorenbilder entfernte

  1. Bernd Müller

    Wie überall im Geschäftsleben versucht auch G**gle seine Gewinne zu maximieren. Allerdings wird es halt für alles nun etwas enger sich zu platzieren. Wer bislang nur auf G**gle gesetzt hat sollte spätestens jetzt sich neu ausrichten. Da Google Shopping auch immer professioneller wird ist es nur eine Frage der Zeit bis die Bewertungen auch aus der organischen verschwindet.

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  2. Tom

    Das zeigt ja wieder einmal ganz klar wohin die Reise mit Google geht. Klassisches SEO wir immer stärker abgedrängt. Die Kriterien um organisch zu Ranken werden immer härter und die GoogleAds werden immer mehr. Was bleibt also? Einerseits muss sich SEO auch auf andere Bereiche fokussieren ( Bilder, Videos, etc.) Andererseits gilt es Content möglichst breit im Internet zu streuen, umso so die Abhängigkeit von den organischen Suchergebnissen langfristig abzufangen. Adwords u. FB Ads alleine sind mit Risiko behaftet, in Verbindung mit Retargeting ist es aber eine wirkungsvolle Strategie.

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    1. hannes

      naja war das nicht schon immer so, dass die seo _global_ oder _universell_ zu arbeiten hat? empfehlungen und tipps wuerde ich uebrigens nicht ins blaue schiessen, sondern nur und ausschliesslich projektabhaengig kommunizieren. auch wuerde ich content nicht moeglichst breit streuen, sondern eher zielgruppenorientiert. in diesem punkt liegt und lag uebrigens schon immer der fokus der seo. lg

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