Das Twitter-Desaster von Starbucks

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Das Unternehmen hat mit einem einzigen Tweet eine Welle der Empörung ausgelöst. Nicht bei uns. Bei den Iren.

Erst denken, dann twittern. Der Kaffee-Spezialist Starbucks hat gerade gezeigt, dass man mit Marketing-Posts via Twitter auch was falsch machen kann. Was ist passiert?

Wie die Online-Ausgabe der Irish Times berichtet, ist die Beziehung zwischen Irland und Großbritannien nicht die beste. Das liegt u. a. auch daran, dass die Briten gern mal irische Stars für sich vereinnahmen. Beispiele sind etwa der Golfer Padraig Harrington oder U2-Frontmann Bono. Das kommt bei den Iren nicht gut an.

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Starbucks hat nun im Rahmen eines Gewinnspiels in seinem irischen Twitter-Feed die Frage gestellt, warum die User stolz darauf sein können, Briten zu sein. Wohlgemerkt: Die Frage ging an die irischen User.

Die Folge waren wüste Beschimpfungen vonseiten irischer User, die sich in ihrem Nationalstolz gekränkt fühlten.

In Irland besitzt Starbucks 17 Filialen. Nachdem das Unternehmen zuletzt auf der grünen Insel Gewinne einfahren konnte, könnte dieser Tweet dafür sorgen, dass demnächst wieder Verluste verzeichnet werden.

Der betreffende Tweet war einige Stunden online, bevor der Fehler von den Verantwortlichen bemerkt wurde. Die Entschuldigung: „Wir haben den Tweet irrtümlich auf die irische Twitter-Seite gepostet, er sollte eigentlich nur im Vereinigten Königreich zu sehen sein. An unsere Kunden in Irland: Es tut uns leid.”