Marketingstrategie

Cross Device Ad Targeting: Brauchen Werbetreibende gewisse Richtlinien?

Die Anzahl von crossmedialen Werbekampagnen steigt stetig. Doch wie effektiv sind diese Strategien wirklich? Sind Richtlinien notwendig?

(c) Cobra soft / rgbstock

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Das Cross Device Ad Targeting ist eines der meist genutzten strategischen Mittel, um Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Das zeitgleiche Promoten über Laptops, Smartphones, Tablets und verschiedene Plattformen scheint erfolgsversprechend zu sein – faktenorientierte Zahlen zur Ermittlung der Effektivität sind jedoch nicht bekannt. Gewisse Standards oder Richtlinien würden Licht ins Dunkel bringen und es Werbetreibenden leichter machen, gezielt diese crossmedialen Techniken anzuwenden. Doch allerdings sind hierzu einige Kriterien zu beachten. Wir haben die Pros und Kontras für die Einführung von Richtlinien anhand eines Artikels bei AdExchanger zusammengefasst.

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Geräte-Eigenschaften und Datensätze

Es gibt zwei gängige Anätze für das Cross Device Ad Targeting: Zum Einen können durch Logins (zum Beispiel per E-Mail auf Facebook) über Tablets und diverse andere Plattformen und Geräte zahlreiche User-Daten gesammelt werden. Zum Anderen werden oft stückchenweise Rückschlüsse aus den User-basierenden Daten gezogen.
Die Legitimation von Cookies auf mobilen Geräten haben die Untersuchung von Daten erleichtert. Eine Kombination aus Geräte-Eigenschaften und anderen relevanten Daten ermöglicht es, Informationen so runter zu brechen, um einzelne Geräte einem einzelnen User zuzuordnen. Diese Datensätze können final dazu genutzt werden, User über verschiedene Geräte mit entsprechender Werbung zu beliefern.

Pro und Kontra

Diverse Organisationen haben bereits Erklärungen abgegeben, dass Richtlinien für das Cross Device Ad Targeting entwickelt werden sollten. Diese werden jedoch weiterhin von Werbetreibenden und Anbietern skeptisch betrachtet. Wie bereits erwähnt gestaltet es sich schwierig, die Effektivität verschiedener Wege zu messen. Das Einführen von Richtlinien würde zwei Ergebnisse verursachen. Einerseits würden Standards eine Art Regulierung für Werbetreibende gleichkommen. Andererseits würden Richtlinien der Branche helfen, um gezielter arbeiten zu können. Außerdem würden Richtlinien dazu führen, dass die Branche dem Kunden transparenter und klarer gegenüber tritt.

Wenn Richtlinien eingeführt werden, müssen diese präzise benannt werden. Es reicht heutzutage nicht, wenn Standards lediglich für Tablets, Smartphones und Laptops eingeführt werden. In Zeiten von zahlreichen multimedialen Spielekonsolen müssen eindeutige Formulierungen verfasst werden. Ein Gegenargument wäre die Einmischung in den Markt. Richtlinien dürfen auf keinen Fall den Wettbewerb in der Branche hemmen. Die Möglichkeiten würden sicherlich beschränkt werden und Platz für Innovation nur noch vereinzelt ermöglichen.

Abgesehen von diesen kontroversen Gedanken, investiert die Branche so oder so künftig in das Cross Device Ad Targeting. Laut einer Umfrage steigt der Prozentsatz der Investitionen von 20 Prozent in 2013 auf über 50 Prozent in den kommenden drei Jahren.

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