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Cinemagraphs: Die bewegte Zukunft der Facebook Ads

Marketer sollen an ein neues Werbeformat auf Facebook herangeführt werden. Die halb-animierten Cinemagraphs sind elegant und stechen heraus.

REVOLVE Ad, © Ann Street Studio

REVOLVE Ad, © Ann Street Studio

Die Werbeanzeigen auf Facebook könnten schon bald um ein neuartiges Format erweitert werden. Cinemagraphs nennen sich die Bilder, die nur teilweise animiert sind und somit eine überraschende Abwechslung für User und Advertiser bieten. Wir stellen euch das hochgelobte Format vor.

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Autoplay-Hack und hypnotische Wirkung

Ein Cinemagraph ist eine GIF-Verwandte, die sich nur zum Teil bewegt – der Rest des Bildes bleibt starr. Hinter dieser Erfindung stehen die New Yorker Fotografen Kevin Burg und Jamie Beck, die ihrer Kreativität im Ann Street Studio seit Jahren freien Lauf lassen und schon Ads in diesem Stil für Lincoln, Armani oder REVOLVE produziert haben. Die Anzeigen sind auf Tumblr und Instagram bereits im Einsatz – nun sei das größte der sozialen Netzwerke an der Reihe.

Cinemagraph für Lincoln Motor Company, © Ann Street Studio

Cinemagraph für die Lincoln Motor Company, © Ann Street Studio

Adweek Redakteur Garett Sloane ist überzeugt davon, dass Cinemagraphs die Facebook-Welt im Sturm erobern werden: „It’s oddly captivating, almost hypnotic, and it would halt your thumb from scrolling farther down your Facebook feed.“ Die Autoplay-Funktion spielt den Ads in die Hände – ein Klick wie bei Pinterest oder Instagram ist nicht nötig. Die innovative Werbung werde einfach wie eine normale Videoanzeige gebucht.

Facebook selbst bemüht sich laut Insiderinformationen darum, Advertisern diese Werbeform schmackhaft zu machen. Sloane zitiert einen Marketer, der Einblick in einen Guide des Zuckerberg-Netzwerks namens „Hacking Facebook Autoplay“ hatte und seiner Meinung Ausdruck verlieh: „You’re going to start seeing a ton of these on Facebook“.

Ann Street Studio Lord Byron Woodring

Lord Byron Woodring Ad, © Ann Street Studio

Elegante Werbung für Premium Brands

Ein Drittel der Kundenprojekte von Burg und Beck umfassen mittlerweile Cinemagraphs. Coca-Cola hätte in den USA bereits damit angefangen, das neue Format auf Facebook zu nutzen, doch noch sei die Produktion der Fotos für das soziale Netzwerk sehr kompliziert und umfangreich. Daher sind die Künstler mit den Verantwortlichen bei Facebook im Gespräch, um gemeinsam eine Lösung zu entwickeln.

Jamie Beck ließ gegenüber der Adweek verlauten, dass Marken reges Interesse an den GIF-ähnlichen Bildern zeigen:

We’ve had all kinds of new inquiries. They don’t want video that’s so noisy; they want a cinemagraph because it has more elegance.

Ihr Ehemann Kevin Burg sieht ebenfalls großes Potential für die Werbung: „People can’t stop staring at them, isn’t that what advertisers want?“

Wir sind gespannt, inwiefern Facebook die Integration von Cinemagraphs vorantreibt und wann diese eleganten Anzeigen in unserem Newsfeed auftauchen. Es könnte vor allem für Premium Brand Advertiser eine lohnenswerte Investition sein, um sich aus dem Einheitsbrei hervorzuheben. Das Artikelbild stammt übrigens aus einer Serie für den Fashion Shop REVOLVE Clothing, in der Emily Ratajkowski Modell gestanden hat.

Armani Ad, © Ann Street Studio

Armani Ad, © Ann Street Studio

4 Gedanken zu „Cinemagraphs: Die bewegte Zukunft der Facebook Ads

  1. Hardy

    Für die SVP leider nicht geeignet. Da müsste Sound (von KROKUS) oder Schafgewimmere oder Stiefelgeräusche vom Marschieren im Hintergrund her, damit die Werbung endlich genug Aufmerksamkeit gewinnt. Aber im Ernst … der Geräuschteppich wird den Cinemagraph-GIFs folgen, da bin ich sicher.

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  2. Klaus Wenderoth

    Immer mal wieder was Neues. Warum auch nicht, schließlich wissen wir alle um die scheinbar unerschöpfliche Kreativität der Advertiser auf diesem Planeten. Aber Vorsicht! Der „Überraschungseffekt“ des Neuen könnte sich nur zu schnell verflüchtigen und dann dürfte der Aufwand für so eine Produktion vielleicht nicht mehr zu rechtfertigen sein.

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  3. Andreas Hubertus Ilse

    DAS Tool Der Zukunft für online. Aber der Aufwand wird oft unterschätzt. Um hochwertige Markenkunden mit deren Ansprüchen zu bedienen, muss ein Shooting gut geplant und postproduziert werden.
    Hier geht es um gutes Erscheinungsbild und trotzdem eine geringe Dateigrösse. Die ‚Hausfrauentechnik‘ aus dem App-Store hilft da nicht viel weiter. Kosten je nach Aufwand können von einem kleinen Fotoshoot bis zur mittelgewichtigen Videoproduktion gehen. Da machen Pakete Sinn. Wichtig sind auch die Zusammenarbeit von Kreativen und uns Serviceanbietern, um im Vorfeld die geeignete Motivwelten in Bezug auf Aufwand und Kosten zu finden.
    Natürlich, einmal ein ‚Eyecatcher‘ produziert, kann sich in Zukunft wie ein Bestseller verbreiten. Es bleibt spannend…

    Andreas Hubertus Ilse

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