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Aufgepasst: 7 Trends im Content Marketing für 2016

Auf was sollten Content Marketer in 2016 achten? Wir zeigen sieben spannende Trends in den Bereichen Content, Search, Social Media und Technik.

Sieben Content Marketing Trends in 2016

Quelle: Jamrooferpics | fotolia.com

Welche Trends werden für dein Content Marketing im Jahre 2016 interessant? Julie Ellis von der Social Media Week verrät es dir. Sie stellt dir sieben Trends vor, bei denen Content-Qualität, Suchverhalten, soziale Medien und Technologie die entscheidende Rolle spielen.

Sieben Trends verändern dein Content Marketing

Die Thesen und Empfehlungen lauten:

  1. Mobile first – richte deine Strategie an der mobilen Nutzung aus.
  2. Verlass dich nicht ausschließlich auf Google.
  3. Facebook ist nicht out.
  4. Schau dir Snapchat und Instagram an.
  5. Instant Articles revolutioniert deine Facebook-Posts.
  6. Oculus Rift setzt neue Maßstäbe für dein Storytelling.
  7. Erfolgreich ist nur überragender Content.

Betrachten wir die Details.

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Trend Nr. 1: Was bedeutet „mobile first“?

„Mobile first“ bedeutet, dass du deine Content-Strategie am mobilen Nutzerverhalten ausrichtest. Denn bis dato dominierte die Sicht des Desktop-Users die Entwicklung von Web-Inhalten. Da war es schön, wenn dieser Content auch mobil gut zu konsumieren war.

Das erfordert eine tiefgehende Kenntnis darüber, wie sich deine User bei der mobilen Nutzung verhalten. Zusätzlich solltest du dir überlegen, welche Erwartungen ein mobiler Nutzer in einer bestimmten Situation an deinen Content stellt.

Trend Nr. 2: Hat Google im Bereich Search ausgedient?

Mobiles Internet spielt sich häufig in sozialen Netzwerken ab. Dadurch bröckelt die Dominanz der großen Suchmaschinen im Bereich Search. Soziale Netzwerke etablieren sich als eigenständige Suchsysteme.

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens erwarten User visuellen Content eher auf sozialen Portalen. Zweitens finden sie dort Bewertungen und Einschätzungen anderer.

Daher lautet die Frage in der Zukunft:

Wie werde ich auf Google und in den sozialen Medien gefunden?

Was bedeutet das für dich? Tracke deine Traffic-Quellen und vergleiche deren Konversionsraten.

Trend Nr. 3: Facebook dominiert und gewinnt an Reife

Facebook bleibt das dominante soziale Netzwerk, weil hier permanent Innovationen kommen. Die Alterstruktur verschiebt sich dabei zu den Zielgruppen ab 25 Jahren und älter.

Wenn deine Kunden Damen und Herren in den besten Jahren sind, bist du mit Facebook gut bedient. Das hippe, junge Publikum geht mittlerweile woanders hin.

Trend Nr. 4: Snapchat und Instagram kommen stark

Instagram und Snapchat waren bisher kaum relevant für Content Marketer. Mittlerweile bietet Instagram viele Werbemöglichkeiten, die du für deine Content Marketing Projekte direkt über Facebook buchen kannst.

Snapchat ist ein Portal, auf dem junge Leute gegenseitig Fotos tauschen. Da du mittlerweile ganze Bilderstrecken teilen kannst, wird Snapchat für Werbetreibende interessant. Wenn visuelles Storytelling deine Stärke und deine Zielgruppe jung ist, ist Snapchat ein interessanter Kanal.

Trend Nr. 5: Instant Articles rockt Facebook-Posts

Instant Articles ist eine Innovation von Facebook und eine neue Form von Multi-Media-Posts.

Die technische Basis ist ein schnelles Hochladen und Einbinden von Multi-Media-Material. Du kannst zum Beispiel in eine interaktive Landkarte zoomen und das lokale Geschehen live erleben oder in einem Beitrag ein laufendes Video betrachten.

Dadurch erweitern sich deine Möglichkeiten, Content zu erstellen.

  • Mash-ups produzieren aus Texten, Videos, Fotos und Ads.
  • Dabei deinen Styleguide bzw. dein Content-CI implementieren.
  • Durch Schnittstellen zum eigenen CMS Beiträge schnell und rationell produzieren.

Instant Articles ist derzeit noch in der Betaphase mit einigen wenigen, aber prominenten Medienhäusern wie die New York Times oder NBC News als Tester. Doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auch du in Zukunft mit Instant Articles Content Marketing betreiben kannst.

Trend Nr. 6: mit Oculus Rift im Spiel sein

Vor dem PC sitzen und eine virtuelle Probefahrt mit einem Ferrari machen? Oder ein Wellness-Center virtuell besuchen? Das Oculus Rift Head-Mounted Set mit seinem überbreiten Sichtfeld wird möglicherweise nicht nur für Online-Spieler interessant.

Diese Datenbrille schafft die Illusion, mitten im Geschehen zu sein. Deinen potenziellen Kunden könnte sie ermöglichen, dein Angebot virtuell zu testen und neue Formen der Produkt-Inszenierung zu erleben.

Die Brille kommt im Frühjahr 2016 auf den Markt und die Chancen stehen gut, dass sie sich dank günstiger Preise schnell verbreiten wird.

Du brauchst daher Kreativität, dein Angebot virtuell erlebbar zu machen, wenn dein Publikum mit der Zielgruppe der Brille übereinstimmt.

Trend Nr. 7: Nur der beste Content setzt sich durch

Der Qualitäts-Druck für dein Content Marketing wird steigen. Der Content Marketing Boom führt zu Content Mengen, die ein User kaum noch konsumieren kann. Daher ist Qualität gefragt, im B2C- wie im B2B-Bereich.

Die angesprochenen technischen Innovationen verstärken den Leistungsdruck für hochwertigen Content.

Wird 2016 das Jahr der digitalen Transformation?

Diese Qualitäten brauchst du als Content Marketer in und ab 2016:

  • Die Fähigkeit, Glaubenssätze über Bord zu werfen. Beispielsweise zum Thema Google und Search.
  • Die eigene Zielgruppe für die Wahl der richtigen Kommunikationskanäle genau zu kennen.
  • Schnell zu reagieren, sollte beispielsweise Instant Articles verfügbar werden.
  • Dabei die technischen Ressourcen der Content-Produktion hinterzufragen, speziell zum Thema der Datenbrille.

Wie denkt ihr über diese sieben Thesen? Schreibt gerne einen Kommentar.

Quellen: Social Media Week, Instant Articles, Oculus Rift

Über Andreas Wieland

Andreas Wieland

Andreas J. Wieland ist Dipl.-Kaufmann und war 20 Jahre als Geschäftsführer eines Juweliers tätig. Mit dem Aufbau eines Online-Shops für Uhren infizierte er sich mit dem Online-Marketing-Bazillus. Als freiberuflicher Consultant (www.wieland-beratung.de) berät er Juweliere und Dienstleister und unterstützt die Redaktion mit Beiträgen zu Online Marketing Themen.

4 Gedanken zu „Aufgepasst: 7 Trends im Content Marketing für 2016

  1. Ronja

    Hallo Andreas,

    auf Facebook bin ich auf jeden Fall gespannt! Instagram macht für mich auch noch Sinn, aber Snapchat ist eine extrem anstrengende und unübersichtliche Plattform. Ich denke das lohnt sich eher für Youtuber und andere Video-Macher. Dort ist Chaos angesagt und Videos dürfen auch nicht länger als ein paar Sekunden sein. Ist meiner Meinung nach doch eher eine Spaß, bzw. Community App.

    Für die Oculus Rift wird es sicher (zuerst) nur eine sehr begrenzte Zielgruppe geben. Könnte sich lohnen, wenn man ebenfalls ein Produkt für sehr Technik begeisterte Menschen hat.

    Generell denke ich aber, dass Facebook auch von jungen Leuten weiterhin genutzt wird. Es kommen zur Zeit nur immer mehr ältere Leute hinzu, was natürlich den Altersdurchschnitt anhebt. Die ganz jungen Leute mögen vielleicht abspringen, aber ein potenzieller Kunde sollte ja schon auch 18 Jahre alt sein.

    Liebe Grüße,
    Ronja.

    Antworten
  2. Markus Klaus-Eder

    Danke für die interessante Trend-Zusammenstellung. Das wird dem Einen oder Anderen bestimmt die Augen öffnen.

    Ein paar Anmerkungen:

    Mobile First: Wahrscheinlich ist die Situation in Deutschland nicht so krass wie in Österreich, aber hierzulande gibt’s noch einen Großteil Websites, die nicht für mobile Geräte optimiert sind. Hier müssen zunächst einmal die Hausaufgaben gemacht werden.

    Und betr. bester Content: Als Journalist, der aus der Print-Branche kommt, ist mir klar: In der Kürze liegt die Würze. Vielfach wird im Web, wo Platz ja keine Rolle spielt, gerne „drumrum“ geschrieben, anstatt mit dem richtigen Wort auf den Punkt zu kommen. Zugegeben, das kostet Zeit…

    Antworten
  3. Michi Mehring

    Mir scheint, als wolle der Autor unbedingt die News zur OR an den Mann bringen.

    Ich fände es sinnvoller, dann einen Artikel über die Zukunft von Virtual Reality im Content Marketing zu schreiben und keine Liste mit 7 „Tipps“ zu schreiben, von denen mindestens 6 einfach liebloses Gebrabbel sind, das jeder in der Branche schon hunderte Male gehört hat.

    Über Content Marketing zu schreiben ist deshalb so undankbar, weil der Artikel an sich zur Beweisführung einlädt. Oder wie war das: Nummer 7 – Nur der beste Content setzt sich durch.

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