7 kapitale SEO Fehler bei Online-Shops

Bildquelle: Oliver Klas / pixelio.de

Jeder Shopbetreiber, der vom E-Commerce lebt, ist auf eine gute SEO Strategie angewiesen. Wie lassen sich jedoch Fehler vermeiden?

Jedoch ist die Optimierung eines Shops nicht gleichzusetzen mit einer “einfachen” Website, die 7 Unterseiten hat. Die meisten Shopbetreiber arbeiten mit einem sich ständig wechselnden Sortiment. Sobald eine gewisse Dynamik entsteht, entstehen auch Probleme bei der Optimierung.

Wer eine Deindexierung verhindern möchte bzw. mit seinen Produkten besser Ranken möchte, sollte folgende Fehler vermeiden, die wir für euch an dieser Stelle einmal zusammengestellt haben.

1. Fehlende Produktbeschreibungen

Eine Produktbeschreibung vermittelt nicht nur dem User ein gewisses Vertrauen. Die Gewichtung von qualitativ hochwertigem Content ist dieses Jahr, nicht nur für Shopbetreiber, immer mehr durch Google in den Fokus gerückt worden. Wenn man ehrlich ist, galt diese Faustregel schon immer:

Hast du guten und einzigartigen Content, wird dieser auch (von Google) gewürdigt.

Absprungraten werden von Google mittlerweile ebenso gewertet, wie eine lange Verweildauer. Wer keine Produktbeschreibung für einen Artikel vorliegen hat, wird damit gegen die Konkurrenz blass aussehen.

Produktseite von docmorris.de – keine Beschreibung des Artikels

 

2. Produktbeschreibungen vom Hersteller

Wer Produkttexte vom Hersteller übernimmt, begeht den nächsten Fehler. Denn dies könnte sich unter Umständen auf den gesamten Trust der Seite auswirken und dafür sorgen, dass andere Produkte im Ranking gleich mit abstürzen. Das Problem liegt in der Regel nicht daran, dass die Beschreibungen schlecht sind, sondern daran, dass diese ebenfalls an andere Händler ausgeliefert werden. Die meisten Onlinehändler stellen diese Produktbeschreibungen unverändert online. Sollte sich doch ein Kunde auf die Produktseite verirren, ist die Produktbeschreibung unter Umständen auch nicht verkaufsfördernd geschrieben, sondern wirkt eher abschreckend.
Hier gilt die Faustregel: Unique Content verfassen. Google filtert mittlerweile gescrapten und duplizierten Content problemlos aus.

Wer diesen Filter umgehen möchte, aus Angst deindexiert zu werden, muss nicht 1.000 Produkttexte in einer Nacht- und Nebelaktion verfassen. Im Zweifelsfall hilft es schon, ein NoIndex Meta Tag zu setzen. Dies mag für viele Shopbetreiber im ersten Moment unlogisch klingen, verhilft anderen Produkten aber zu besseren Rankings.

3. Keine Kundenrezensionen in den Artikeldetails

Studien belegen, dass 70% der potenziellen Käufer sich vor dem Kauf Produktrezensionen durchlesen. Baut man also Produktrezensionen ein, wird dies – auf kurz oder lang – zu höheren Conversions führen. Ein weiterer Aspekt aus SEO Sicht ist die Tatsache, dass Webseiten mit Rezensionen besser Ranken als reine Verkaufsseiten.

Rezensionen bei amazon.de: vorbildlich

Die Vorteile von Produktrezensionen liegen auf der Hand:

  • User schaffen durch die Rezensionen kostenlosen und einzigartigen Content. Etwas, wovon jeder Shopbetreiber nachts träumt.
  • Die Seite wird dynamisch und “lebt”. Auch dies ist ein Signal, welches an Google gesendet wird.

4. Falsche Auswahl der Fokuskeywords

Wer sich keine Gedanken macht, was User suchen, verliert eine Menge Traffic. Bei der Wahl des Fokuskeywords können Tools wie bspw. das Google AdWords Tool zurate gezogen werden. Damit liefert Google von Haus aus ein mächtiges Tool, welches das Suchvolumen einzelner Keywords anzeigt und gleichzeitig verwandte Begriffe liefert. Die Optimierung einer Landingpage gestaltet sich relativ einfach:

  • Modelnummer & Markenname im Titel Tag und in der H1 Überschrift
  • Hinterlegung des Fokuskeywords in den Alt-Tags der Bilder – denn Google kann nur Lesen, aber Bilder nicht “sehen”
  • Sinnvolle Verteilung des Keywords im Text und das ganze nicht zu überladen und leserfreundlich gestaltet
  • Keine iFrames um Content darzustellen. Dies kann von Suchmaschinen negativ gewertet werden

5. Keine einzigartigen Title

Als SEO sollte man die Basics beherrschen. Einer dieser Basics sind Unique Title / Texte / Descriptions.
Große Onlineshops haben oft mit doppelten Title Tags zu kämpfen. Wer in seinem Shop also mehr als 1.000 Produkte führt, muss in die Kreativ- und Trickkiste greifen, um möglichst viele Unique Title zu generieren. Ein guter und Aussagekräftiger Title Tag könnte in einem Onlineshop wie folgt aufgebaut sein:

  • Marke – Model – Artikeltyp

6. Keine sprechenden URLs

Sogenannte Speaking URLs dienen nicht nur dem User zur Orientierung. Man nennt sie nicht umsonst “Keyword friendly URLs”. Diese Keyword freundlichen URLs werden auch bei der Bewertung durch Google positiv gewertet – neben mehr als 200 weiteren Faktoren.
Eine optimierte “Speaking URL” kann wie folgt aufgebaut sein:

  • domain.de/Kategorie/Marke-model-artikeltyp

Die Gründe für solche URLs sind unter anderem:

  • Eine lange URL voller Zahlen und Zeichen könnte vom User als Spam empfunden werden
  • Aggregator Wirkung: Wenn der Inhalt bspw. von einer Preissuchmaschine inkl. URL übernommen wird, kann dies (ungewollt) gute Links mit optimierten Anchorn zur Folge haben
  • Nicht zu verachten ist auch die Relevanz des Keywords in der URL. Der Fokus von Google auf Keyworddomains und Keywords in der URL wird geringer, dennoch kann es nicht schaden, den Produktnamen in der URL stehen zu haben

7. Ungewollter Duplicate Content

Wer Produktbeschreibungen als PDF anbietet, oder Produkte in mehreren Kategorien auflistet und dabei keine Canonical URLs verwendet, der sorgt schnell für Duplicate Content. Um diese duplizierung zu vermeiden, kann man sich einiger, leicht umsetzbarer Tricks behelfen:
Die robots.txt verwenden um komplette Bereiche (z.B. das Archiv) für Bots zu blockieren
Canonical Tags verwenden um Inhalte auf eine Seite zu lenken

Fazit:
Mit ein wenig Know How und gesundem Menschenverstand kann ein Shop erfolgreich operieren. Userfreundlichkeit / Usability ist hier das Stichwort. Als guter Anhaltspunkt dienen auch Supermärkte im realen Leben. Wer einen Supermarkt betritt, findet in der Regel geordnete Strukturen und gut platzierte Waren in jedem Gang. Stellt euch einmal vor, ein Supermarkt würde seine Waren kreuz und quer, ohne System und an mehreren Stellen im Markt platzieren. Das würde für Chaos sorgen und Kunden vertreiben. Die Bewertung eines solchen Supermarktes durch eine dritte Partei würde ein niederschmetterndes Urteil hervorbringen und Kunden würden diesem Markt fernbleiben. Die dritte Partei im Onlinebusiness ist – Google.
Was sind eure Erfahrungen im Bereich Shopoptimierung?